Deckscape – Draculas Schloss

24.01.2022 von Marcus Pohlmann

Deckscape - Draculas Schloss

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Spieleranzahl: 1 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 27.10.2021

Sprache: Deutsch

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Mit der Deckscape-Serie von Abacusspiele kommen die Spieler ziemlich in der Weltgeschichte herum. Vom südamerikanischen Urwald über die Lagunenstadt Venedig bis ins Tal der Könige hat die Reise schon geführt. Wie Fans des klassischen Vampir-Romans wissen, liegt Draculas Schloss in Rumänien, genauer in Transsylvanien. Also machen sich bis zu sechs Spieler auf den Weg nach Osteuropa, um die Geheimnisse des untoten Grafen zu lüften.

Was steckt drin?

Für Kenner der Serie bietet der Inhalt der Spielschachtel wenig Überraschungen. Im Zentrum von Draculas Schloss stehen 64 großformatige, doppelseitig bedruckte Karten. Diese dürfen sich die Spieler nur ansehen, wenn sie während ihrer Reise dazu aufgefordert werden. Auf den meisten Karten finden sich Illustrationen von Personen, Gegenständen oder Räumen mit entsprechenden Begleittexten. Außerdem gehört noch ein achtseitiges „Buch“ zur Ausstattung.

Noch ist die Welt in Ordnung

Noch ist die Welt in Ordnung

Auch in dieses dürfen die Spieler nur nach Aufforderung schauen.
Regeln, eine Hinweiskarte, das Impressum und Werbung für weitere Spiele der Serie sind ebenfalls auf einigen Karten zu finden.

Wie wird’s gespielt?

Für die Vorbereitungen zu einer Halloween-Party durchwühlen die Spieler alte Kisten auf dem Dachboden. Dort stoßen sie auf ein merkwürdiges Buch, dass sie aus verdutzten Augen anschaut und über ein eigenes Bewusstsein verfügt. Kurz darauf klingelt der Postbote und überreicht den Spieler eine Einladung/Aufforderung, das Buch zurück nach Rumänien zu seinem rechtmäßigen Besitzer zu bringen.

Das richtige Schloss ist nicht einfach zu finden

Das richtige Schloss ist nicht einfach zu finden

Haben die Spieler bereits andere Deckscape-Titel gespielt, so haben sie keinerlei Probleme sich beim Ablauf zurechtzufinden. Aber auch für Neulinge sollten die Einstiegshürde niedrig genug sein. Im Prinzip arbeiten sich die Spieler durch den Stapel und folgen den Anweisungen auf den Karten. Einige der Karten stellen Gegenstände dar, die sie einsammeln und im späteren Verlauf nutzen. Meist handelt es sich jedoch um Bilder- und Logikrätsel, die gelöst werden wollen. Als Belohnung winken Hinweise, Gegenstände oder der Fortschritt im Spiel. Falsche Antworten schlagen sich am Spielende in der Gesamtwertung nieder, haben aber sonst (fast) keine negativen Auswirkungen auf den Spielverlauf.

Lesen bildet!

Lesen bildet!

In manchen Situationen müssen die Spieler zudem auf bereits genutzte Karten oder den Inhalt des Buches zurückgreifen. Auf den acht Seiten finden sie teils recht konkrete Hinweise, manchmal sind diese jedoch gut getarnt.
Gelingt es den Spielern, den finsteren Vampirgrafen und seine Schergen zu besiegen, haben sie das Spiel gewonnen. Allerdings gilt es dann noch ein letztes Rätsel zu lösen. Hier erwarten sie zwei unterschiedliche Spielenden.

Kann das Spiel was?

Wir haben die Reise zu Draculas Schloss zu zweit angetreten. Laut Spielanleitung ist dies zwar auch mit einer Gruppe von bis zu sechs Spielern möglich, allerdings kommt mir das doch sehr viel vor. Bei anderen Spielen der Serie wurde es schon zu viert ein wenig unübersichtlich auf dem Spieltisch. Mit einem, zwei oder drei Ermittlern kann dagegen jeder seinen Teil zur Lösung beitragen und es herrscht kein Karten-Chaos. Die Regeln sind einfach und ermöglichen auch Spielern, die in diesem Genre unerfahren sind, einen leichten, problemlosen Einstieg.

Entsprechend sind die ersten Rätsel unkompliziert – einen Blick fürs Details und ein wenig logisches Denken vorausgesetzt. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich im Spielverlauf jedoch kontinuierlich. Die Hinweiskarte gibt den Spielern bei kniffeligeren Rätseln zwar Hilfestellungen – aber keine Lösung. Diese findet sich zumeist auf der Rückseite der jeweiligen Karte wieder. Generell sind die Rätsel sauber formuliert und die Auflösung logisch nachvollziehbar. In meiner Testrunde sind wir lediglich an einer Aufgabe gescheitert – die Flucht aus dem Verlies des Grafen.

Sollte es das schon gewesen sein?!?

Sollte es das schon gewesen sein?!?

Die Aufmachung des Spiels entspricht dem hohen Standard der Serie. Die Illustrationen sind stimmig und die Details sichtbar – selbst wenn stellenweise eine Lupe zum Einsatz kam. Sehr gut gefallen hat mir das kleine Buch mit den Aufzeichnungen des legendären Vampirjägers van Helsing. Diese tragen nicht nur zu vielen Lösungen bei, sondern sorgen auch für die passende Atmosphäre. Die Formulierung der Rätsel ist klar und (fast) immer eindeutig. Nur bei einer oder zwei Karten gab es Interpretationsspielraum.
Wie alle Spiele dieser Art, lässt sich Draculas Schloss nur einmal von den Spielern lösen. Aber da der Inhalt nicht beschädigt wird, kann das Spiel anschließend weitergegeben oder getauscht werden.

Abacusspiele stellen auf ihrer Homepage mehr Informationen zur Serie zur Verfügung. Dort finden sich neben einem Überblick über die einzelnen Spiele, ein kleiner Video-Trailer und zwei Demo-Szenarien zum Anspielen. Bei DV Giochi, den italienischen Entwicklern des Spiels, gibt es außerdem noch Wissenswertes zum Konzept, zu den Autoren und eine Vorschau auf kommende Projekte – allerdings in Englisch oder Italienisch.

Aufmachung, Thema und Rätsel machen Draculas Schloss für mich zu einem der besten Teile dieser, schon sehr guten, Serie.

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