Das verfluchte Puppenhaus

06.03.2022 von Marcus Pohlmann

Das verfluchte Puppenhaus

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Spieleranzahl: 1 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 11 Jahren

Spieldauer: 120 bis 180 Minuten

Erscheinungsdatum: 22.10.2020

Sprache: Deutsch

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Mit Escape the Room veröffentlichen ThinkFun, wie der Name unschwer erkennen lässt, ihren eigenen Beitrag zum beliebten, und sehr erfolgreichen, Escape-Room-Genre. Mit Das verfluchte Puppenhaus legt der US-amerikanische Verlag den mittlerweile dritten Teil der Serie vor. Bis zu vier Spieler versuchen hier, die Rätsel des Hauses zu lösen und zu entkommen. Der Vertrieb für den heimischen Markt erfolgt wieder in Kooperation mit Ravensburger Spiele.

Was steckt drin?

Die Schachtel selbst bildet das Grundgerüst für das titelgebende Puppenhaus. Zusammen mit dem entsprechenden Papp-Trenner erhalten die Spieler den Innenraum, der sich wiederum in vier Zimmer aufteilt: das Wohnzimmer, die Küche, das Bad und das Schlafzimmer. Aus weiteren Teilen wird der Dachboden zusammengesteckt. Die „Inneneinrichtung“ besteht aus Umschlägen, die an die Wände geklebt sind, Papp-Marker wie beispielsweise mehrere Puppen oder einem Papierteppich. Möbelstücke wie der Küchentisch oder ein Bett vervollständigen die Einrichtung.

Willkommen zu Hause!

Willkommen zu Hause!

Die 28seitige Anleitung enthält neben den Regeln und der Bauanleitung die Hintergrundgeschichte für Das verfluchte Puppenhaus und die Beschreibungen der einzelnen Räume. Das Lösungsrad verfügt über vier Symbolkreise und einige Öffnungen im Zentrum. Damit können die Spieler überprüfen, ob sie die Rätsel erfolgreich entschlüsselt haben.
Notizmaterial hat sich als hilfreich erwiesen, außerdem wird die Verwendung eines Timers empfohlen. ThinkFun haben für das Spiel eine Seite eingerichtet, auf der es neben den Hinweisen weiteres Material gibt.

Wie wird’s gespielt?

Das verfluchte Puppenhaus wird entsprechend der Anleitung zusammen gebaut und die verschiedenen Gegenstände im Innern platziert.
Jetzt erst dürfen die Spieler die Vorgeschichte lesen. In dieser finden sie sich in der Werkstatt des etwas merkwürdigen Nachbarn wieder und bewundern das Puppenhaus, das dort aufgebaut steht. Nach einem kurzen Intermezzo finden sich die Spieler geschrumpft in eben jenem Haus im Wohnzimmer wieder. Um zu entkommen, müssen sie Rätsel lösen, um die verschiedenen Zimmer zu durchlaufen und in die reale Welt zurückfinden.

Die Küche

Die Küche

In jedem der fünf Räume (Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer, Badezimmer und Dachboden) müssen die Spieler einen Code, bestehend aus drei Symbolen, finden oder entschlüsseln. Um an diese Symbole zu kommen, gilt es zumeist logische oder optische Rätsel zu lösen. Hinweise sind in Umschlägen versteckt, hinter Bildern oder auf dem Fußboden. In einem Wandschrank findet sich sogar eine Schwarzlicht-LED – was die Spieler damit machen, bleibt ihnen überlassen.

Was man so alles findet...

Was man so alles findet…

Die so gefundenen Zeichen werden auf dem Lösungsrad eingestellt. Ist die Kombination richtig, dürfen die Spieler in den nächsten Raum gehen.
Außerdem kommt es vor, dass Gegenstände oder Hinweise erst im weiteren Spielverlauf wichtig sind.

Kann das Spiel was?

Trotz vergleichsweise viel Erfahrung mit Escape- und Krimi-Spielen stellt Das verfluchte Puppenhaus eine extrem harte Rätselnuss dar. Es gab nur zwei oder drei Aufgaben, die wir in der Testrunde relativ problemlos und schnell lösen konnten. Bei einem Großteil ergab sich das richtige Symbol mit Probieren und Grübeln. Bei anderen wiederum war auch mit viel gutem Willen kein Lösungsweg zu erkennen. Erst der Blick auf die Homepage brachte dann die entscheidenden Hinweise. Schließlich gab es das eine oder andere Rätsel, das als solches auf den ersten (und zweiten) Blick überhaupt nicht zu erkennen war. Durch die Erklärungen auf der Lösungsseite war zwar jedes Rätsel nachvollziehbar, dennoch hat sich uns nicht immer die Logik dahinter erschlossen. Vor allem das Finale auf dem Dachboden kann dabei recht frustrierend sein.

Das Spiel richtet sich fraglos an erfahrene Spieler, die sich gerne an fiesen Rätseln die Zähne ausbeißen. Für Einsteiger in dieses Genre ist es eher nicht geeignet. Die Spieldauer zu dritt und unter Zuhilfenahme der Online-Ressourcen lag ziemlich genau bei zweieinhalb Stunden, also im angegebenen Zeitrahmen.

Creepy...

Creepy…

An der Aufmachung und den Spielmaterialien gibt es nichts auszusetzen. Die Illustratoren von Monsters Pit haben die Gestaltung eines regulären Puppenhauses mit einer stimmigen Geisterstory kombiniert. Herausgekommen ist dabei eine sehr atmosphärische Aufmachung, die rundweg überzeugen kann. Es sind vor allem einzelne Elemente wie der Duschvorhang, die Puppen oder die Bilder die herausstechen. Manche Ecken des Puppenhauses sind schwer zu erkennen, beispielsweise die Decken. Hier kam in den Spielrunden tatsächlich eine Taschenlampe zum Einsatz. Die beiliegende UV-Lampe ist dabei zweifellos ein nettes Gimmick!
Ebenso gelungen wie die optische Präsentation ist auch die Online-Unterstützung – angefangen bei den Einladungen für die Spieler und die Hintergrundmusik. Eine Anleitung um das Spiel wieder in seinen Ursprungszustand zu versetzen und PDF-Dateien um etwaiges zerstörtes Spielmaterial erneut auszudrucken gibt es ebenfalls als Download. Hier hat der Verlag wirklich ganze Arbeit geleistet.

Vorher - Nachher

Vorher – Nachher

Auf der Homepage von ThinkFun gibt es weitere Materialien zum Spiel, beispielsweise die Lösung und die Hintergrundgeschichte. Einen ersten Eindruck bekommen die Spieler mit diesem Trailer. Wer mehr über die beiden Autoren erfahren möchte, sollte HIER vorbei schauen.

Das verfluchte Puppenhaus stellt die Spieler auf ihrer Flucht vor (manchmal zu) harte Herausforderungen – entschädigt jedoch mit toller Aufmachung und Story.

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