Das Pendel der Toten

11.07.2021 von Marcus Pohlmann

Das Pendel der Toten

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Spieleranzahl: 1 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Spieldauer: ca. 90 Minuten

Erscheinungsdatum: 20.01.2020

Sprache: Deutsch

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Das Pendel der Toten eröffnet die Die Leopold-Trilogie – eine Serie von Krimi-Rätseln. Der Nürnberger Verlag Game Factory veröffentlicht die, ursprünglich aus Dänemark stammende Spielreihe für den heimischen Markt. Das zugrundeliegende, preisgekrönte, System 50 Clues haben Norsker Games entwickelt.

Was steckt drin?

In der Schachtel liegen 54 großformatige Karten. Diese zeigen auf ihrer Rückseite ein einheitliches Motiv. Auf der Vorderseite können sich Texte, Bilder oder Kombinationen der beiden befinden. Auf manchen Karten finden sich wiederum Verweise auf andere Karten oder auf eine Webseite. Zu dieser gelangt man über den QR-Code auf der ersten Karte. Hier gibt es auch das Erklär-Video, das zugleich als Einleitung dient. Die Installation einer App ist nicht erforderlich; das Spiel ist Browser basierend. Außerdem wird noch der Zugangscode benötigt, der im Innern der Schachtel aufgeklebt ist.

Wie wird’s gespielt?

Die ersten beiden Karten sind einer kurzen Einführung in das Spielsystem und die Regelmechanismen vorbehalten. Zu diesem Zeitpunkt sollten sich die Spieler auch bereits das Tutorial-Video angeschaut und die entsprechende Seite aufgerufen haben. Kommen sie bei der Lösung der Rätsel nicht weiter, so gibt es hier drei Hilfestellungen.

Der Start in Marias Flucht

Der Start in Marias Flucht

Die Spieler übernehmen in Das Pendel der Toten die Rolle von Maria. Zu Beginn sitzt die Protagonistin in der forensischen Psychiatrie und steht unter schweren Medikamenten. In der Einleitung erfahren die Spieler, dass Marie ihren Sohn, den Auserwählten, finden muss. Nur mit dessen Hilfe, kann sie den Geist des bösen Königs Leopold unschädlich machen. Sehr viel mehr kann (und möchte) ich nicht zum Inhalt sagen – den Rest müssen die Spieler selbst heraus finden.

Um Maria dabei zu helfen, ihren Sohn zu retten, müssen die Spieler Karten aufdecken, Schlussfolgerungen ziehen und verschiedene Rätsel lösen. Meist ist auf den Karten eine Kombination von Bild und Text zu sehen. Dabei handelt es sich um Situationen, Raumbeschreibungen, Gegenstände oder Nachrichten. Außerdem gibt es auf jeder Karte weitere Informationen in Form von Zahlen. Zum einen ist dies die eigentliche Kartennummer. Dazu kommen Angaben ob Karten abgelegt oder neu aufgedeckt werden sollen. Nummern in einem roten Kästchen lassen sich mit anderen roten Nummern mittels der Online-Eingabemaske kombinieren, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. So wird beispielsweise mit der Zugangskarte (291) das elektronische Türschloss (482) geöffnet. Zahlen, die in einem schwarzen Kasten stehen, werden ebenfalls eingegeben – allerdings handelt es sich hier nur um den Teil eines Codes. Die restlichen Zahlen müssen die Spieler selbst herausfinden, um damit ein Smartphone zu entsperren oder einen Koffer zu öffnen.

Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?!?

Gibt es da vielleicht einen Zusammenhang?!?

Hängen sie an einer Stelle fest und kommen nicht weiter, können die Spieler über die Website Tipps anfordern. Die ersten beiden Hinweise liefern Denkanstöße und Hilfestellungen. Der dritte und letzte Hinweis gibt dann die tatsächliche Lösung preis.

Haben die Spieler ihre Aufgabe gelöst, erhalten sie einen Prozentwert, der ihren Erfolg widerspiegelt.

Kann das Spiel was?

Das Pendel der Toten ist sicher nichts für zartbesaitete Gemüter. Daher ist die Altersempfehlung ab 16 Jahren durchaus angebracht. Mehr als einmal stellt sich die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, Maria einfach in ihrer Zelle zu lassen. Von diesen Zweifeln abgesehen hat Jeppe Norsker einen atmosphärischen und spannenden Escape Thriller abgeliefert – ganz so, wie es auf der Verpackung steht! Die Rätsel präsentieren sich in Form von Zahlen- und Logikaufgaben. Daneben müssen die richtigen Gegenstände in den passenden Situationen miteinander kombiniert werden. Der Schwierigkeitsgrad variiert stark, aber alle Rätsel sind lösbar. In der Testrunde musste wir lediglich einmal den dritten Hinweis bemühen. Sehr positiv fällt auf, dass die Rätsel nahtlos in die Story eingebunden sind und nicht aufgesetzt wirken. Auch dies kommt der Stimmung des Spiels zu Gute.

So viele Möglichkeiten

So viele Möglichkeiten

Die Illustrationen, für die ebenfalls der Autor verantwortlich ist, sind nicht übermäßig detailliert. Es kommen fast ausschließlich Grautöne zum Einsatz, nur gelegentlich unterbrochen von roten Akzenten. Auch über die technische Umsetzung gibt es nichts zu meckern. Die Eingabemaske funktioniert tadellos und im Tutorial erfahren die Spieler alles Wissenswerte. Die Seriennummer lässt sich bis zu 30 Mal nutzen, um die Webseite aufzurufen. So kann das Spiel nach der Lösung weiter gegeben werden.

Games Factory haben neben Informationen auf ihrer eigenen Homepage eine spezielle Seite für die 50 Clues-Serie eingerichtet. Hier gibt es die Hintergrundgeschichte, die gleichzeitig auch als Spielanleitung dient und einen kostenlosen Einführungsfall. Damit können sich die Spieler mit den Abläufen vertraut machen. Weitere Informationen über Hintergrund und Autor finden sich hier ebenso, wie ein Ausblick auf die anderen beiden Teile von Die Leopold-Trilogie.

Mit Das Pendel der Toten bekommen die Spieler den ersten Teil einer sehr düsteren, spannenden und originellen Thriller-Geschichte geliefert.

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