Cool Runnings

08.12.2018 von Marcus Pohlmann

Cool Runnings

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2018

Sprache: Deutsch

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Auf der diesjährigen Spielemesse in Essen wurde Cool Runnings (nicht der Disney-Film) mit dem innoSPIEL ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten Spiele, die sich durch eine besonders originelle Idee oder ein Spielkonzept aus der Masse der Veröffentlichungen abheben. Bei diesem Spiel aus dem traditionsreichen Verlag Ravensburger fallen vor allem die Spielfiguren ins Auge – handelt es sich dabei doch um Eiswürfel.

Was steckt drin?

In der quadratischen Box liegen fünf einseitig bedruckte (wasserfeste) Spielplanteile aus dünnem Kunststoff, die eine Rennstrecke darstellen. Manche Felder haben besondere Funktionen, beispielsweise lösen sie eine Attacke auf den Eiswürfel aus oder schützen diesen. Einige Felder beschleunigen oder verlangsamen die Bewegung. Die 60 Karten, ebenfalls aus Kunststoff, legen fest, wie die Spielfiguren gezogen oder angegriffen werden. Auf dem oberen Teil der Karte wird eine Attacke beschrieben, beispielsweise den Eiswürfel anhauchen, mit Salz bestreuen oder in die Hand nehmen.

Ungewöhnlicher Aufbau für ein ungewöhnliches Spiel

Ungewöhnlicher Aufbau für ein ungewöhnliches Spiel

Der untere Teil gibt einen positiven oder negativen Bewegungswert an. Acht hellblaue Becher dienen als Auffangbehälter für das geschmolzene Wasser und für die Vorbereitung der Eiswürfel. In die vier farbigen Aufsätze kommen die Eiswürfel und dienen als Spielfiguren. Eine Pipette wird während des Spiels und zur Vorbereitung der Würfel genutzt.
Außerdem werden noch einige Utensilien benötigt, die nicht in der Schachtel liegen. Eine Schüssel mit Wasser gehört dazu, ebenso wie ein wenig Kochsalz. Eine wasserfeste Spielunterlage und ein Handtuch sollten auch bereit liegen. Jeder Mitspieler benötigt noch einen Eiswürfel aus 6 ml Wasser.

Wie wird’s gespielt?

Die Becher werden, mittels der Pipette, mit Wasser gefüllt und ins Gefrierfach gestellt. Das Spielfeld wird aufgebaut und die Utensilien bereit gelegt. Schließlich kommen die fertigen Eiswürfel auf den Tisch und die Partie beginnt.

Die armen Eiswürfel!

Die armen Eiswürfel!

Jeder Spieler erhält vier Handkarten, die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, spielt er eine seiner Handkarten und muss sich entscheiden, ob er den oberen oder unteren Teil nutzt. Setzt der Spieler den unteren Kartenteil ein, hat er wiederum die Wahl seine eigene Figur oder die eines Mitspielers die entsprechende Anzahl Felder vor oder zurück zu ziehen. Landet die Figur auf einem Sonderfeld, wird dieses sofort abgehandelt. Entscheidet sich der Spieler stattdessen für die obere Kartenhälfte, wählt er einen gegnerischen Eiswürfel aus und bearbeitet ihn auf die angegebene Weise. Während der Besitzer der Figur hochzählt (knapp 10 Sekunden) kann der Spieler je nach Karte am Eiswürfel rubbeln, ihn mit Wasser beträufeln, in die Hand nehmen, mit Salz bestreuen oder ins Wasserbad fallen lassen. Der angegriffene Spieler kann ich dagegen verteidigen, indem er die gleich Karte ausspielt und damit die Attacke weitergibt. Danach zieht der Spieler wieder auf vier Handkarten auf und sein linker Sitznachbar ist an der Reihe eine Karte auszuspielen.
Der Spieler der seinen Eiswürfel als erster über die Ziellinie bringt, gewinnt die Partie. Sollten die Eiswürfel schmelzen, siegt der Spieler, dessen Würfel am Ende noch übrig ist.

Kann das Spiel was?

Ein bisschen Schwund ist immer...

Ein bisschen Schwund ist immer…

Cool Runnings ist ein schnelles, feucht-fröhliches Kinderspiel, das mit seinem ungewöhnlichen Konzept überzeugen kann. Die Regeln sind einfach und zwischen den Spielern gibt es viel Interaktion. Außerdem macht es Spaß die Eiswürfel auf die unterschiedlichsten Arten zu malträtieren. Einen übermäßig hohen taktischen Anspruch gibt es nicht – was aber auch angesichts der Zielgruppe gar nicht nötig ist. Bei den Testspielen haben es die Eiswürfel selten über die Ziellinie geschafft – meist blieb nur noch ein Pfütze übrig. Wie Autor Olivier Mahy bei der Preisverleihung zum innoSPIEL sagte, war bei der Entstehung des Spiels Alkohol involviert – entsprechend lässt sich Cool Runnings durchaus als Partyspiel für ältere Semester nutzen. Der Spaßfaktor ist dabei ähnlich hoch, vor allem wenn ein Eiswürfel wieder einmal aus der Hand flutscht und unter dem Tisch landet.
Das Spielmaterial ist robust, wasserbeständig und auch für harte Beanspruchung ausgelegt. Die Illustrationen von armen, gequälten Eiswürfel sind niedlich und erklären nebenbei auch noch die Bedeutung der Karten von alleine. Die kurze Anleitung liefert neben den Regeln auch einige Beispiele und Hinweise für den Spielverlauf.
Ravensburger liefern auf ihrer Homepage neben einigen Bildern noch weitere Informationen zum Spiel.

Eigentlich ein Spiel für den Hochsommer, macht Cool Runnings auch in der kalten Jahreszeit Spaß – die Partien dauern dann sogar ein wenig länger.

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