Cäsars Imperium

28.08.2022 von Marcus Pohlmann

Cäsars Imperium

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieldauer: 30 bis 60 Minuten

Erscheinungsdatum: 03.02.2022

Sprache: Deutsch

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Als Spielhintergrund dient bei Cäsars Imperium die Pseudo-Historie der Asterix-Comics. Im Auftrag von Gaius Julius Cäsar schlüpfen bis zu fünf Spieler in die Rolle von Logistikern und Straßenbaumeistern, um die Städte des Reiches mit der Hauptstadt Rom zu verbinden. Entwickelt hat das Spiel der kleine französische Verlag Holy Grail Games, für Übersetzung und Vertrieb sind wieder einmal Asmodee verantwortlich.

Was steckt drin?

Im Mittelpunkt des Spiels steht natürlich die Karte des Römischen Imperiums – etwa 50 vor Christus. Der Spielplan ist zweiseitig bedruckt, die eingesetzte Seite hängt von der Spielerzahl ab. Hier finden sich zahlreiche Städte, unterteilt in die Provinzen, die durch Straßen untereinander und natürlich mit der Hauptstadt Rom verbunden sind. Umlaufend ist eine Leiste, um die Siegpunkte anzuzeigen.
Für jeden der fünf Spieler gibt es ein Tableau auf dem gesammelte Schätze und Sesterzen festgehalten werden. Außerdem hat jeder 25 Straßen in seiner Farbe. Diese nehmen die Form von drei römischen (Kunststoff-)Legionären an, die marschieren. Hinzu kommt noch ein Punktmarker für die Siegpunkt-Leiste. Auf den 40 Stadtmarkern sind die entsprechenden Siegpunkte aufgedruckt. Die 40 Schatzmarker unterteilen sich in verschiedene Arten, beispielsweise Fleisch, Wein, Oliven oder Sesterzen. Die Regeln finden in der sechsseitigen Anleitung Platz.

Wie wird’s gespielt?

Alle Wege führen nach Rom

Alle Wege führen nach Rom

Je nach Spieleranzahl wird die passende Seite des Spielplans genutzt. Die Stadtmarker kommen auf die entsprechenden Städte, die Schatzmarker werden dagegen zufällig verteilt. Jeder Spieler bekommt ein Tableau, die Straßen und setzt seinen Punktemarker auf die Leiste. Damit sind die Vorbereitungen schon abgeschlossen und die Partie kann beginnen.

Ist ein Spieler am Zug, muss er die Hauptstadt Rom mit einer neuen Stadt durch Straßen verbinden. Dafür setzt er eine oder zwei Straßenfiguren auf die entsprechenden Felder des Plans. Anschließend nimmt er sich den Stadtmarker und legt den Schatzmarker auf seinem Tableau ab. Nun wird die Strecke nach Rom gewertet. Dabei erhalten alle Spieler, deren Straßen bei der Verbindung genutzt werden, einen oder zwei Punkte. Ist dieser Schritt abgeschlossen, ist der nächste Spieler an der Reihe.

Das Spiel endet, wenn alle Städte über Straßen mit Rom verbunden sind. Nun erfolgt die Endabrechnung. Jeder Spieler erhält nun, entsprechend der Tabelle, für Stadtmarker und für die gesammelten Schatzmarker Punkte. Außerdem gibt es Bonuspunkte für übrige Straßen. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl ist der erfolgreichste Straßenbauer und gewinnt die Partie.

Kann das Spiel was?

Wettlauf nach Griechenland

Wettlauf nach Griechenland

Spiele, in denen man mehrere Punkte auf einer Karte verbinden muss, gibt es zuhauf. Auf den ersten Blick unterscheidet sich Cäsars Imperium daher auch nicht von anderen Vertretern des Genres. Straßen bauen, Marker nehmen und Punkte kassieren – das ist auch schon alles. Der eigentliche Reiz besteht jedoch im Wertungsmechanismus. Die Spieler müssen hier gezielt Schätze sammeln und bekommen im Idealfall noch Punkte durch die Straßen der Mitspieler. Dies gibt dem Spiel durchaus eine taktische Komponente und belohnt langfristige Planungen. Gleichzeitig sind die Abläufe aber auch so einfach gehalten, dass es sich sehr gut als Familienspiel eignet – was auch durch die relativ geringe Spieldauer unterstützt wird. Partien mit zwei oder drei Spielern sind dabei zwar taktischer, aber zu viert oder fünft ist der Konkurrenzkampf und die Bewegung auf dem Spielplan einfach größer. Unabhängig von der Spielerzahl läuft eine Runde flüssig ab und auch die Gesamtspieldauer verlängert sich nicht übermäßig.

Reiche Beute für den Centurio

Reiche Beute für den Centurio

Die optische Aufmachung orientiert sich natürlich stark an den Asterix-Comics, hat aber auf das eigentliche Spiel wenig Einfluss. Der Spielplan ist (zu) großzügig bemessen, die Marker gut erkennbar und auch die Wertungstableaus machen einen übersichtlichen Eindruck. Die Figuren sind hübsch modelliert, leider handelt es sich jedoch immer um die gleichen drei Legionäre. Die Regeln sind eindeutig formuliert, Beispiele für die Punktabrechnung sorgen zudem für Klarheit.

Wer einen Blick in die Regeln werfen möchte, kann dies auf der Homepage von Asmodee tun. Neben weiteren Details zum Spiel gibt es hier außerdem noch einen Trailer. Mehr Bildmaterial findet sich auf der Seite des Entwicklerstudios Holy Grail Games.

Cäsars Imperium liefert eine interessante, optisch ansprechende Variante des Streckenbau-Themas mit einer geringen Einstiegshürde.

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