Brainrun

03.11.2012 von Marcus Pohlmann

Brainrun

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Genre: , , ,

Spieleranzahl: 2 oder mehr Spieler

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Spieldauer: 30 bis 90 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.11.2011

Sprache: Deutsch

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Quiz- und Wissensspiele gibt es zuhauf auf dem heimischen Spielemarkt und meist folgen alle dem mehr oder minder gleichen Schema. Auch bei Brainrun von Marc Böttenberg geht es für die Spieler in erster Linie darum, bestimmte Fragen zu beantworten und entsprechende Belohnungen zu kassieren, um das Spiel zu gewinnen. Dennoch kann das Spiel aus dem Redmaze-Verlag mit einigen Elementen aufwarten, die es von anderen Spielen aus dem Genre unterscheiden.

Die Metalbox mit dem geprägten Titel enthält von der, überraschend kurzen, Anleitung abgesehen, zahlreiche Karten in fünf unterschiedlichen Farben. Jede dieser Farben kann einem sehr breit angelegten Wissensgebiet zugeordnet werden. So steht Gelb beispielsweise für Geographie & Geschichte während Grün Naturwissenschaft & Technik symbolisiert. Die Rückseite der Karten zeigt zudem an, welche Art von Fragen den Spieler auf der Vorderseite erwarten. Es gibt dabei drei Kategorien von Fragen, deren Verteilung und Anzahl aber von Karte zu Karte variiert. Es handelt sich hierbei um (vermeintlich) einfache Fragen, Entscheidungsfragen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können und schließlich die schwierigen Fragen, die ihrem Namen alle Ehre machen. Allerdings hat der Autor bei den schwierigen Fragen eine kleine Hilfestellung eingebaut: Der Fragesteller muss auf Verlangen des aktiven Spielers eine Antwort vorgeben, die allerdings nicht richtig sein muss. Zudem befindet sich am Fuß jeder Karte noch eine Schätzfrage, die allerdings erst im späteren Spielverlauf von Bedeutung ist.
Als Vorbereitung werden alle Karten gemischt und in einem großen Stapel abgelegt. Anschließend werden drei Karten mit der Rückseite nach oben neben den Stapel gelegt und bilden damit den Kartenpool. Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er sich eine der Karten im Pool aussuchen und versuchen die jeweiligen Fragen zu beantworten. Gelingt ihm dies, so wandert die Karte in seinen Vorrat, sollten ein oder mehrere Antworten falsch sein, wird die Karte abgelegt. In beiden Fällen ist nun der nächste Spieler an der Reihe. Daneben hat der Spieler auch die Möglichkeit eine Karte vom Vorrat eines Mitspielers zu erobern. Dazu wird beiden beteiligten Spielern die Schätzfrage der obersten Karte vom Nachziehstapel gestellt. Ist der Angreifer mit seiner Lösung näher am korrekten Ergebnis, so kann er eine Karte aus dem Vorrat des Angegriffenen nehmen. Sieger ist der Spieler, dem es gelingt, mindestens eine Karte aus jedem Wissensgebiet in seinem Vorrat zu haben. Hat ein Spieler mehrere Karten der gleichen Farbe, so kann er sie abgeben, um sich eine Antwort zu ersparen oder sie gegen andersfarbige Karten einzutauschen. Allerdings sind dafür drei Karten der gleichen Farbe nötig.

Der grundlegende Ablauf unterscheidet sich nicht wirklich von anderen Quizspielen. Was Brainrun aber von den anderen Spielen dieses Genres wohltuend abhebt, sind besonders zwei Elemente: Die Möglichkeit Mitspielern Karten wegzunehmen und die vorgegebene Antwort durch den Fragesteller. Zusammen mit der Option Karten als Joker abzuwerfen oder gegen andere Farben einzutauschen, geben sie dem Spiel eine ganz besondere taktische Note. Auch mildern diese Hilfen ein wenig den stellenweise extrem hohen Schwierigkeitsgrad ab, der bei vielen Fragen vorherrscht und unter Umständen leicht zu Frust führen könnte. Daher richtet sich das Spiel auch vornehmlich an Erwachsene, wie schon in der Anleitung bemerkt wird.
Die mit Schaumstoff ausgepolsterte und geprägte Metallbox macht einen sehr professionellen Eindruck und auch das Design der Karten ist durchaus stimmig. Zudem wurde sowohl bei den Karten als auch bei der Anleitung wert darauf gelegt, die Formulierungen klar und eindeutig zu halten und die Texte gut lesbar zu präsentieren. Einzig das Papier der Karten will nicht so wirklich überzeugen, da es zu dünn ist und keinen sonderlich stabilen Eindruck macht.

Ein frischer, einigermaßen origineller Ansatz im Bereich der Quizspiele, der trotz des teilweise recht knackigen Schwierigkeitsgrads Spaß macht.

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