black stories – Daily Disasters Edition

01.09.2018 von Marcus Pohlmann

black stories - Daily Disasters Edition

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Serie:

Spieleranzahl: ab 2 Spielern

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 09.03.2018

Sprache: Deutsch

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Irgend jemand hat einmal die These aufgestellt, dass das Leben doch immer noch die schönsten Geschichten schreibt. Wirklich „schön“ geht es im neuesten Vertreter der black stories-Serie zwar nicht zu, doch für die Daily Disasters Edition hat das Autorenteam reale Fälle zusammen getragen und in Rätsel-Form gebracht. Veröffentlicht wird das Spiel wie gewohnt vom moses.-Verlag, der damit wohl eine der langlebigsten und umfangreichsten Spieleserien fortsetzt.

Der Spielablauf der black stories ändert sich auch bei diesem Ableger der Reihe nicht und wurde bereits an anderer Stelle ausführlich beschrieben, beispielsweise HIER.

In der, für die Reihe typischen, Schachtel finden sich 50 großformatige Karten, die auf der Vorderseite den Titel des Falles, eine Illustration und die eigentliche Kernaussage haben. Die Kartenrückseite enthält ebenfalls eine Illustration und die ausführliche Erklärung des Unglücks oder Verbrechens. Diese Seite darf nur vom „Gebieter“ gelesen werden. Die Mitspieler stellen ihm nun Fragen, um eben diesen Hintergrund aufzudecken – die er nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten darf. Neben den Karten gibt es noch die achtseitige Anleitung, die auch eine kurze Vorstellung der Autoren und des Illustrators enthält.
Wie schon bei der vorherigen Tod in Hollywood Edition handelt es sich bei den hier verwendeten Rätseln nicht um fiktive Ereignisse, sondern um tatsächliche Geschehnisse, die die beiden Autoren für das Spiel aufbereitet haben. Beispielsweise erleidet ein Politiker einen tödlichen Herzinfarkt, als er in der Tageszeitung die Nachricht von seinem eigenen Tod lesen muss, ein übermütiger Teenager sprüht sich seine Genitalien mit giftiger Goldfarbe ein und verstirbt kurz darauf oder der vermeintliche Bär, der einen Großeinsatz auslöst entpuppt sich als Müllsack. Die beschriebenen Ereignisse decken dabei einen recht weit gefassten zeitlichen Rahmen ab – von 210 vor Christus bis ins Jahr 2017. Einige wenige Missgeschicke haben es sogar in die hiesigen Tageszeitungen geschafft, so wie der Fall der Britin, die unbemerkt beinahe 20 Kontaktlinsen im Auge hatte.
Von einigen Rätseln kann sich der interessierte Spieler auf der Homepage von moses. selbst ein Bild machen.

Corinna Harder und Jens Schumacher haben für die Daily Disasters Edition eine ganze Reihe lustiger, morbider, dämlicher und schier unglaublicher Fälle aus den Nachrichten, aber auch den Geschichtsbüchern, gesammelt. Dabei ist der Weg von der ersten Aussage bis zur letztendlichen Lösung teils extrem schwer und erfordert von den Spielern einige Gedankensprünge. Allerdings macht für mich genau dies den Reiz des Spiels aus! Die Rätsel dieser Edition der black stories zählen sicherlich zu meinen Favoriten, auch weil es sich um reale Begebenheiten handelt.
Ebenso wie das Spiel selbst, so folgt auch der Aufbau der Karten dem bewährten Schema: Die (meist irreführenden) Illustrationen stammen wieder aus der Feder von Bernhard Skopniks, der eine gewohnt solide Leistung abliefert. Der starke Kontrast von schwarz, rot und weiß unterstreicht die blutige und morbide Thematik und sorgt gleichzeitig für ein sehr charakteristisches und einheitliches Gesamtbild über die komplette Serie hinweg.

black stories – Daily Disasters Edition liefert einige spannende, schwierige (und teils sehr böse) Rätsel für Freunde kniffliger Ratespiele.

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