black stories – #Ausgepostet!

04.06.2026 von Marcus Pohlmann

black stories - #Ausgepostet!

Kategorie:

Autor:

Zeichner:

Verlag / Publisher:

Genre: , , ,

Serie:

Spieleranzahl: ab 2 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 15 Minuten

Erscheinungsdatum: 29.01.2026

Sprache: Deutsch

Bei Amazon bestellen (Affiliate*)

Es ist schon ein klein wenig länger her, dass ein Teil der Rätselserie auf meinem Tisch gelandet ist. Zwischenzeitlich haben moses. sowohl Aufmachung wie auch Regeln etwas abgeändert – dennoch hat sich an der Grundsituation nichts geändert. So versuchen bei black stories – #Ausgepostet! die Spieler durch geschickte Fragestellung die Geschichte hinter einem Ereignis herauszubekommen. Diese sind – laut Verlagsbeschreibung – allesamt wahr und beleuchten die merkwürdigen Auswüchse, die uns die sozialen Medien bescheren.

Was steckt drin?

Wie gewohnt finden die Spieler insgesamt 50 großformatige, zweiseitig bedruckte Karten in der handlichen Schachtel. Auf der Vorderseite steht eine Illustration im Mittelpunkt – die allerdings nicht zwingend etwas mit dem zu lösenden Rätsel zu tun hat. Neben dem Titel an der Kopfseite der Karte befindet sich der relevante Text am unteren Ende. Dieser besteht zumeist aus einem oder zwei Sätzen und beschreibt eine Situation. Beispielsweise „Als sie sich nackig machte, hatte sie zwar anderes im Sinn, aber ein Schuss ins Blaue wars auch nicht.“ oder „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr…“. Auf der Rückseite ist eine deutlich kleinere Zeichnung, diesmal mit konkretem Bezug und die ausführliche Erklärung und Auflösung des Ereignisses.

Mehr braucht es nicht

Mehr braucht es nicht

Zwei Faltblätter, eines mit den Spielregeln und eines mit einem knappen Einblick ins Verlagsprogramm liegen ebenfalls in der Box. Außerdem gibt es noch 15 Papp-Marker, die als Belohnung für die gestellten Fragen der Spieler dienen.

Wie wird’s gespielt?

Vor Beginn der Partie müssen zwei Fragen geklärt werden: zum einen, wer die Rolle der Spielleitung übernimmt und zum anderen in welchem der zwei Modi gespielt wird. Die Rätselkarten werden so gemischt, dass niemand die Rückseiten mit den Lösungen lesen kann. Außerdem werden drei Stapel mit jeweils fünf Markern bereitgelegt.

Drei der Rätsel

Drei der Rätsel

Die „Rateteam-Variante“ dürfte den Kennern der Serie bekannt sein. Dabei nimmt die Spielleitung die oberste Karte, liest den Text der Vorderseite vor und zeigt das dazugehörige Bild. Die Mitspieler müssen nun Fragen stellen, welche die Spielleitung beantwortet. So tasten sie sich gemeinsam an die Lösung heran, bis sie diese – zumindest in groben Zügen – gefunden haben. Als Belohnung bekommen sie die vollständige Erklärung. Danach wechselt die Spielleitung und die nächste Runde schließt sich an. Gespielt wird so lange, die Spieler Lust darauf haben.

In der „Rätselprofi-Variante“ treten die Spieler gegeneinander an. Hier übernimmt die Spielleitung für drei Rätselkarten hintereinander diese Aufgabe. Fragen dürfen nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Fragen, die die Ermittlung besonders voran bringen, werden mit den Markern belohnt. Pro Rätsel können so bis zu fünf der Chips gewonnen werden. Wer am Ende die meisten davon gesammelt hat, gewinnt den Durchgang.

Kann das Spiel was?

Egal ob Anfänger, Gelegenheitsspieler oder erfahrene Zocker – der Einstieg in black stories – #Ausgepostet! ist einfach und unkompliziert. Um Spaß am Spiel zu haben, müssen sich die Spieler ein wenig auf das Kommunikationskonzept einlassen, was aber kein größeres Problem sein sollte. Wie bei jedem Teil der Serie steht und fällt alles mit den zur Verfügung stehenden Rätseln. Hier konnte sich Autor Tom Grimm aus dem reichhaltigen Fundus der Social Media-Abgründe bedienen. Es ist erstaunlich, auf welche Ideen Menschen kommen Clicks oder Likes zu bekommen. Da verwundert es nicht, dass einige dieser (zugegeben dämlichen) Aktionen fatale Folgen haben. Dennoch kann man sich öfters ein schadenfrohes Schmunzeln nicht verkneifen. Trotz der teils spektakulären Konsequenzen habe ich nur von einem oder zwei der beschriebenen Ereignisse gehört – allerdings treibe ich mich nur selten auf den betreffenden Kanälen herum. In den Testrunden kamen meine Mitspieler auf alle Lösungen, manchmal dauerte es aber tatsächlich etwas länger. Wir haben beide Spielmodi angetestet, dabei war es sehr von der Spielrunde abhängig, ob der Spielspaß gegeben war. Ich würde meist der „klassischen“, kooperativen Spielvariante den Vorzug geben.

[ACHTUNG SPOILER!]

[ACHTUNG SPOILER!]

Die Illustrationen von Helmut Kollars nutzen die hinlänglich bekannte und sehr markante schwarz-weiß-rote Farbpalette. Die relativ einfache Strichführung zeigt ausreichend Details und dient zum einen dazu, die Spieler auf die falsche Fährte zu locken. Zum anderen bringt der Künstler aber auch sehr gut die Läösung des Rätsels auf den Punkt.

Auf der Homepage von moses. können interessierte Spieler einen Blick auf diesen und die vielen, vielen anderen Ableger der Serie werfen.

Mit den black stories – #Ausgepostet! setzt der Verlag die Reihe seiner kommunikativen, schwarzhumorigen und unterhaltsamen Rätselspiele fort und nimmt dabei die Welt der Influencer, Challenges und Eitelkeiten ins Visier.

 

 

* Affiliate-Link: Mit einen Kauf bei Amazon über diesen Link unterstützt du die Redaktion. Das Produkt kostet dich dabei nichts extra.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert