Anubixx

29.11.2019 von Marcus Pohlmann

Anubixx

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.10.2019

Sprache: Deutsch

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Nachdem ich erst vor kurzem mit bunten Kunststoff-Klötzchen bauen durfte (eine Zusammenfassung gibt es HIER), kommen bei diesem Spiel von NSV andere Materialien zum Einsatz. Bei Anubixx schicken sich bis zu fünf Spieler an, den Pharao mit ihren architektonischen Fertigkeiten zu beeindrucken.

Was steckt drin?

Neben fünf kleinen Bleistiften liegen vier sechsseitige Würfel in der Schachtel. Auf deren Seiten sind keine Zahlen abgebildet, sondern Quader in sechs unterschiedlichen Farben (Lila, Rot, Orange, Blau, Grün und Gelb). Das Herzstück des Spiels ist jedoch der Wertungsblock. Auf diesem sind drei Monumente abgebildet – eine Pyramide, ein Triumphbogen und ein Bodenrelief. Jedes der Bauwerke besteht aus einer bestimmten Anzahl Bauteile in verschiedenen Farben, die im Spielverlauf erwürfelt werden müssen. Jede Ausbaustufe ist unterschiedlich viele Punkte wert. Außerdem gibt es in einigen Feldern Symbole, die zusätzliche Punkte bringen.

Pyramidenbau ganz ohne Sklaven

Pyramidenbau ganz ohne Sklaven

Am Fuß des Blattes befinden sich die Joker, die Anzahl ist dabei abhängig von der Spielerzahl. Auch steht jedem Spieler ein Vorrat von zwölf Bausteinen, der Steinbruch, zur Verfügung, die er bei Bedarf abstreichen kann. Eine Übersicht der erzielten Punkte für die Endabrechnung findet sich ebenfalls auf dem Blatt. Als Besonderheit des Blockes haben sechs aufeinander folgende Blätter eine unterschiedliche Farbverteilung. Damit ist gewährleistet, dass kein Spieler die gleichen Aufgaben erfüllen muss. Schließlich findet sich die zweiseitige Anleitung in der Schachtel.

Wie wird’s gespielt?

Zur Vorbereitung bekommt jeder Spieler einen Bleistift und ein Blatt des Blockes.
Der Spieler, der an der Reihe ist, wirft die vier Würfel. Nun kann er bis zu zwei davon nutzen, um seine Monumente zu bauen – das heißt, er macht an der entsprechenden Stelle ein Kreuz. Allerdings ist er dabei einigen Beschränkungen unterworfen. Beispielsweise müssen beim Bodenrelief zwei nebeneinanderliegende Steine ausgekreuzt werden. Die Pyramide wird von unten nach oben gebaut, ebenso wie der Bogen. Kreuzt der Spieler als erster ein Feld an, auf dem ein bestimmtes Symbol abgebildet ist, bekommt er dafür Punkte. Anstatt die Würfel zu nutzen, darf der Spieler auch Steine aus seinem Vorrat oder Joker einsetzen.
Nachdem der aktive Spieler damit seine Aktion beendet hat, sind die Mitspieler an der Reihe. Diese dürfen die beiden verbliebenen Würfel nutzen, ebenso wie Quader aus ihrem Steinbruch sowie Joker. Allerdings können auch sie nicht mehr als zwei Felder in ihren Monumenten auskreuzen. Anschließend gibt der aktive Spieler alle Würfel an den nächsten weiter, der nun am Zug ist.

 

Es geht voran

Es geht voran

Vollendet ein Spieler sein zweites Bauwerk, so wird der komplett Zug noch fertig gespielt. Darauf folgt die Endabrechnung, um den Sieger der Partie zu ermitteln. Die Spieler addieren die Punkte ihrer Bauwerke; Bonuspunkte gibt es außerdem für markierte Symbole. Nicht genutzte Joker und Felder im Vorrat bringen eben weitere Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der erfolgreichste Baumeister und darf sich über den Sieg freuen.

Kann das Spiel was?

Für ein Würfelspiel bietet Anubixx recht viele taktische Möglichkeiten. Natürlich ist auch Glück im Spiel, aber durch den Einsatz des Vorrates und der Joker haben die Spieler relativ viel Einfluss auf den Ablauf. Zudem müssen sie die Baupläne der Mitspieler im Auge behalten, um diesen keine „Geschenke“ zu machen. Um möglichst viele Punkte zu bekommen, gibt es verschiedene Strategien, die alle zum Erfolg führen. So kann sich ein Spieler auf die Symbole konzentrieren, nur ein Monument hochzuziehen oder Joker und Vorrat aufsparen. Gelegentlich kann es sogar sinnvoll sein, das Spiel möglichst schnell zu beenden, wenn der eigene Vorsprung groß genug ist. Dadurch, dass jeder Spieler in jedem Zug an der Reihe ist, entfallen Wartezeiten praktisch komplett. Die Spielerzahl beeinflusst die Dauer einer Partie dabei nicht übermäßig.
Die Idee mit den unterschiedlichen Wertungsblättern ist ungewöhnlich, funktioniert aber sehr gut. Trotz der vielen Informationen sind diese zudem recht übersichtlich. Etwas problematisch kann jedoch die Unterscheidung der Farben auf den Würfel sein. Besonders Rot und Orange sind relativ schwierig auseinanderzuhalten. Davon abgesehen ist die Ausstattung gelungen, auch die fünf Stifte sind eine nette Dreingabe.

Informationen zum Spiel gibt es auf der Homepage von NSV. Dort können die Spieler bei Bedarf weitere Spielblocks ordern. Die Regeln in verschiedenen Sprachen lassen sich dort ebenfalls herunter laden.

Für ein einfaches Würfelspiel kann Anubixx mit einem sehr interessanten Konzept und spielerischem Tiefgang aufwarten.

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