
Kategorie: Kartenspiel
Autor: Angela Vögtli, Damian Wyssen
Verlag / Publisher: Kampfhummel Spiele
Genre: Kommunikationsspiel, Partyspiel
Spieleranzahl: 3 bis 8 Spieler
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Spieldauer: ca. 30 bis 60 Minuten
Erscheinungsdatum: 22.10.2025
Sprache: Deutsch
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Im letzten Jahr haben Kampfhummel Spiele auf der Essener Messe eine dreiteilige Serie kleiner, kompakter und sehr kommunikativer Partyspiele vorgestellt. Mit Analphabet Blödmann Currywurst hat es nun der zweite Vertreter der Reihe auf den heimischen Spieltisch geschafft. Bis zu acht Spieler müssen hier Begriffe mit einem festgelegten Anfangsbuchstaben bilden, die einen Bezug auf das vorgegebene Thema haben. Neben der (lokalisierten) deutschen Version gibt es außerdem noch die Schweizer Variante Analphabet Bünzli Cervelat.
Was steckt drin?
Den Hauptteil des Spielmaterials nehmen die 110 schwarzen Buchstabenkarten ein. Neben dem eigentlichen Buchstaben ist auf jeder Karte am oberen Rand noch eine Punktzahl vermerkt. 30 weiße Kategorie-Karten mit jeweils fünf Unterpunkten geben die gesuchten Worte vor. So müssen die Spieler beispielsweise Bösewichter, Sexspielzeuge, etwas Illegales oder Wurstsorten nennen. Außerdem gibt es für jeden Mitspieler eine Veto-Karte, um unpassende Begriffe zu blockieren. Eine kurze achtseitige Anleitung liefert die Regeln und einen Link zum Video-Tutorial.
Wie wird’s gespielt?
Jeder Spieler bekommt eine Veto-Karte. Die gemischten Kategorie- und Buchstabenkarten bilden separate Nachziehstapel.
Der Startspieler bestimmt die Nummer der jeweiligen Kategorie, erst dann wird die Karte umgedreht. Anschließend werden so viele Buchstaben-Karten aufgedeckt, wie Spieler teilnehmen. Der Startspieler hat hier die erste Wahl, nimmt sich eine Karte, und sagt einen Begriff, der zum ausgewählten Thema passt. Dabei sind sowohl Anglizismen wie auch Eigennamen oder zusammengesetzte Worte gestattet. Sind die Mitspieler nicht einverstanden, können sie ein Veto einlegen. Hier entscheidet die einfache Mehrheit.
Wird der Begriff akzeptiert, nimmt der Spieler die Buchstabenkarte. Ansonsten bleibt sie liegen und die anderen dürfen sie nutzen. Anschließend ist der nächste an der Reihe eine Karte zu wählen. Sollte die Überlegungszeit zu lange dauern, dürfen die Spieler einen Countdown einführen, der das Ganze abkürzt.
Eine Runde wird so lange fortgesetzt, bis entweder alle Spieler gepasst haben oder drei Mal hintereinander ein Veto eingelegt wurde. Danach beginnt ein neuer Durchgang mit der nächsten Kategorie-Karte.
Gespielt wird so lange, bis entweder zehn Kategorie-Karten gezogen wurden oder bis es keine Buchstaben mehr auf dem Nachziehstapel gibt.
Nun addieren die Spieler die Siegpunkte ihrer gesammelten Karten. Derjenige mit der höchsten Punktzahl gewinnt die Partie.
In der „Streber-Variante“ können die Spieler am Ende versuchen aus ihren gesammelten Buchstaben ein Wort zu bilden. Gelingt dies, so verdoppeln sich die Punkte der eingesetzten Karten.
Kann das Spiel was?
Natürlich sind die Ähnlichkeiten zum Klassiker Stadt Land Fluss nicht zu leugnen. Die Autoren Angela Vögtli und Damian Wyssen haben jedoch genug eigenständige Ideen in Analphabet Blödmann Currywurst gepackt, um das Spiel deutlich von seiner Inspirationsquelle abzuheben. Die 150 unterschiedlichen Kategorien decken ein breites Spektrum an Themen ab. Wie vom Verlag nicht anders gewohnt, stehen neben alltäglichen Begriffen auch eher schlüpfrige Dinge zur Auswahl. Insgesamt finde ich die Mischung dennoch recht ausgewogen und vielseitig. Die Möglichkeit, zuerst einen Buchstaben auszuwählen, mag auf den ersten Blick den Startspieler bevorzugen, allerdings haben die nachfolgenden Teilnehmer etwas mehr Zeit, sich einen passenden Begriff zu überlegen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil. In den Testrunden kamen sowohl die Zeitbegrenzung als auch die „Streber“-Regel zum Einsatz. Beides wertet das Spiel auf und erhöht gleichzeitig den Druck auf die Spieler.
Die Gestaltung ist zweckmäßig und schnörkellos. Begriffe, Buchstaben und Punktzahlen sind gut erkennbar und der, aus anderen Spielen bekannte, schwarz-gelbe Kontrast erfüllt auch hier seine Aufgabe. Die kurze Anleitung fasst den Spielablauf zusammen und liefert einige Beispiele. Wer möchte, kann das dazugehörige Video-Tutorial bemühen. Darin findet sich zudem die (obligatorische) Trink-Spiel-Variante.
Kampfhummel haben auf ihrer Homepage mehr Informationen zum Spiel zusammengetragen. Dort gibt es auch einen Überblick über die beiden anderen Teile der Serie.
Der Verlag legt mit Analphabet Blödmann Currywurst wieder ein sehr gelungenes schnelles, lustiges und kommunikatives Partyspiel vor.
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