Alone – Deep Expansion

05.10.2020 von Marcus Pohlmann

Alone - Deep Expansion

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Spieldauer: ca. 90 Minuten

Erscheinungsdatum: 03.04.2020

Sprache: Deutsch

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Die erste Erweiterung für den ungewöhnlichen (und sehr spannenden) SciFi-Dungeon Crawler Alone war recht überschaubar und hat rein spielerisch wenig Neues gebracht. Nachzulesen gibt es die Rezension dazu HIER. Dagegen bietet die Deep Expansion alleine schon inhaltlich einen größeren Umfang und verspricht mehr Optionen für den einsamen Raumfahrer, aber auch für die Bösen Mächte im Hintergrund. Entwickelt wurde das Spiel vom italienischen Verlag Horrible Guild, HeidelBÄR Games sorgen für die Übersetzung und den hiesigen Vertrieb.

Was steckt drin?

Wie schon bei der ersten Erweiterung liegen die Karten und Anleitungen in fünf verschiedenen Sprachen bei. Drei neue Charaktere mit den entsprechenden Figuren und den Charakterkarten stechen dabei zuerst ins Auge. Diese können, wie gewohnt, sowohl als Begleiter als auch als eigentlicher Spielcharakter genutzt werden. Der Hybrid-Held ist eine Verbindung mit den außerirdischen Parasiten eingegangen und ist besonders effektiv in Räumen mit Bedrohungen. Als Begleiter entfernt er alle Gegner aus einem Raum oder verbessert die Kampffertigkeiten eines Charakters. Ein Held mit dem Panzertruppenanzug kann mehr Schaden einstecken. Als Begleiter liefert er eine Panzerung als Gegenstand oder schützt den Helden vor Angriffen. Der Überlebendenanzug ermöglicht es, seinem Träger im Austausch gegen Ausrüstung, zusätzliche Angriffe auszuführen. Mit dem Überlebenden als Begleiter bekommt der Held Trefferpunkte zurück oder kann noch einmal angreifen.

Willkommen im Weltall

Willkommen im Weltall

Insgesamt sechs neue Missionskarten bringt die Erweiterung mit sich. Eine grüne Anfangsmission, bei der ein Überlebender geborgen werden muss und fünf rote Hauptmissionen. Bei diesen geht es darum Samenkapseln zerstören, die Infektion mit Alien-DNA stoppen oder schlicht zehn Runden lang überleben. Eine Referenzkarte liefert den Überblick über die neu hinzugekommenen Aktionen innerhalb eines Raumes. Außerdem kommen, ebenfalls mit einer neuen Spielmechanik, fünf Karten für einzigartige Kreaturen zum Einsatz. Für diese Wesen liegen zudem fünf Miniaturen in der Box. Sechs Papp-Marker und die vierseitige Anleitung vervollständigen das Spielmaterial.

Wie wird’s gespielt?

Die Spielvorbereitungen sind mit dem Grundspiel weitgehend identisch. Den ausführlichen Überblick zu Alone gibt es HIER. Natürlich stehen die neuen Charaktere zur Auswahl. Die Missionen werden in die entsprechenden Stapel gemischt.
Mit den Regeln der Erweiterung hat der Spieler des Helden in den Räumen mehr Handlungsmöglichkeiten. So kann er einen Begleiter ziehen, Marker auf einem Stockwerk entfernen oder zusätzliche Ausrüstungskarten wählen.

Drei neue Helden

Drei neue Helden

Die größte Änderung im Spielablauf bringen jedoch die einzigartigen Kreaturen mit sich. Aus den fünf möglichen Monstern ziehen die Bösen Mächte zu Beginn drei Stück. Wird eine Reaktionskarte mit dem passenden Symbol gespielt, kommt die Kreatur ins Spiel. Wie auch alle anderen Gegner, so verfügen diese Wesen über bestimmte Attribute wie Trefferpunkte oder Bewegung. Zusätzlich haben sie eine besondere Fähigkeit. So verhindert die Spinne aus der Tiefe, dass der Held Adrenalinmarker einsetzen kann, der mutierte Hydromorph verteilt Gefahrenmarker und der Inkubator produziert Sporen und Parasiten.

Kann das Spiel was?

Alone – Deep Expansion bringt zwei sehr kleine, aber ausgesprochen effektive Änderungen ins Spiel. Die verschiedenen Raumaktionen erleichtern dem Helden teils erheblich das Überleben. In Verbindung mit den Fähigkeiten von Charakteren und/oder Begleitern lassen sich so wirkungsvolle Kombos erstellen. Die Kreaturen bieten dagegen für die Bösen Mächte sehr reizvolle Optionen – die sie allerdings mit Bedacht einsetzen müssen. Damit hat man die Möglichkeit etwas direkter ins Geschehen einzugreifen, und dem Helden das Leben zu erschweren. Die Spielbalance bleibt glücklicherweise in beiden Fällen gewahrt. Die drei neuen Charaktere bieten für den Spieler neue Spielstile, ohne dabei wirklich herausragende Vorteile zu haben – als Begleiter finde ich sie sogar etwas effektiver. Sehr gut haben mir die neuen Missionen gefallen. Diese beziehen das Spielmaterial der Erweiterung sinnvoll mit ein, sind teils knackig schwer und atmosphärisch dicht.

Die Mitbewohner der Raumstation

Die Mitbewohner der Raumstation

Wie auch schon beim Grundspiel und der ersten Erweiterung gibt es nichts Negatives über die Qualität des Spielmaterials zu sagen. Die Illustrationen sind stimmig, die Figuren ansprechend modelliert und sehr nahe an den gezeichneten Vorlagen und die wenigen Regeln sind verständlich erklärt.

Wie gewohnt stellen HeidelBÄR Games auf ihrer Homepage die Spielregeln der Erweiterung und weitere Infos zur Verfügung. Horrible Guild haben ein kurzes Einführungsvideo (auf Englisch) erstellt.

Mit der Alone – Deep Expansion bekommen die Spieler eine kleine, aber sehr feine Erweiterung für den außergewöhnlichen Dungeon Crawler.

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