Ad Astra

11.04.2010 von Marcus Pohlmann

Ad Astra

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Spieleranzahl: 3 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 90 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.08.2010

Sprache: Deutsch

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Mit Ad Astra bringt uns der Heidelberger Spieleverlag das erste Spiel aus der Nexus Designer-Serie, einer Spiel-Reihe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Spiele namhafter Autoren einem größeren Publikum bekannt zu machen. Den Anfang machen in diesem Fall die beiden Autoren Bruno Faidutti und Serge Laget die beide schon für einige hervorragende Spiele verantwortlich sind.

Wie der Titel schon vermuten lässt, beschäftigt sich das Spiel mit fernen Gestirnen. Jeder Spieler übernimmt die Führung einer der fünf humanoiden Rassen, die von ihrem heimatlichen Sonnensystem aus neue Sterne erforschen, fremde Planeten besiedeln und die Technologien weiter entwickeln.
Der Inhalt der Box präsentiert sich übersichtlich und gut strukturiert, das besondere Augenmerk gilt hier der Planungstafel, auf der die Aktionskarten und Siegpunkte abgelegt werden. Daneben finden sich zahlreiche Karten für die sechs verschiedenen Ressourcen, neun große Sterne und 43 Planeten die im Spielverlauf erschlossen werden wollen. Darüber hinaus verfügt jeder Spieler über vier verschiedene Spielfiguren aus Kunststoff die jeweils fünf Mal vorhanden sind. Diese stehen für Kolonien, Fabriken, Terraforming und schließlich Raumschiffe. Dazu kommen 11 Aktionskarten mit denen man im späteren Spielverlauf agieren kann und einige Übersichtstafeln, welche die wichtigsten Regeln zusammenfassen. Abgerundet wird das Ganze durch die Anleitung, die neben den eigentlichen Regeln auch noch Wissenswertes über die beiden Autoren enthält.\r\n
Etwas Zeit nimmt die Spielvorbereitung in Anspruch, während der die Planeten verdeckt den jeweiligen Sternen zugeordnet werden. Dies geschieht zufällig, so dass sich die Zusammensetzung, und damit auch der Spielverlauf, von Spiel zu Spiel ändert. Ist auch dies abgeschlossen kann man sich daran machen das Universum zu erforschen.
Zu Beginn jeder Spielrunde, in der Planungsphase, platzieren die Spieler drei (bei weniger Spielern vier) Aktionskarten verdeckt auf der Planungstafel. Diese legen die Zugreihenfolge fest und bestimmen auch, welche Aktionen ein Spieler ausführen kann. Haben alle Spieler ihre Aktionen festgelegt, dann werden diese in der Aktionsphase ausgeführt. Insgesamt stehen hier fünf unterschiedliche Aktionen zur Verfügung. So können Raumschiffe mit Hilfe von Energie auf Erkundungsflüge zu neuen Welten geschickt werden. Erreicht man so ein neues System, kann sich der Spieler verdeckt die einzelnen Planeten anschauen und erst dann entscheiden, auf welcher Welt er landen möchte. Nicht alle Welten bieten Rohstoffe, gibt es doch auch die Alien-Welten auf denen der Spieler Zugang zu außerirdischen Artefakten erhält. Sind ausreichende Rohstoffe vorhanden, bietet sich auch die Option an Gebäude zu errichten welche weitere Vorteile bei der Ausbeutung der Welt bieten oder ein neues Raumschiff, das die Erforschung des Weltraums beschleunigt. Bei der Produktion muss man sich für einen auf der Karte abgebildeten Rohstoff entscheiden, der dann auf allen Welten gefördert wird, auch auf denen der Mitspieler. Um etwas Interaktion ins Spiel zu bringen gibt es die Aktion Handel bei der die Spieler Güter untereinander oder mit der Bank tauschen können. Die wohl wichtigste Aktion betrifft aber die Siegpunkte und löst eine Zwischenwertung aus. Erreicht schließlich ein Spieler 50 Siegpunkte oder ist der gesamte Weltraum erforscht, so endet das Spiel.

Oberflächliche Ähnlichkeiten zu anderen Weltall- oder generellen Aufbauspielen, allen voran den Sternfahrern von Catan lassen sich bei Ad Astra wohl nicht ganz vermeiden,. Allerdings fallen diese Gemeinsamkeiten nicht weiter störend ins Gewicht bietet das Spiel doch auch für den erfahrenen Spieler genügend Abwechslung. Die eigentlichen Spielmechanismen und das Spielgeschehen selbst bewegen sich in einem völlig anderen Rahmen und wissen durchaus zu gefallen. Durch die Aktionsbefehle, deren Reihenfolge die Spieler zudem selbst bestimmen können, wird das Zufallselement weitgehend zurück gedrängt. Dadurch werden sorgfältige Planung und geschicktes Taktieren belohnt. Dies kann, grade bei vier oder fünf Spielern, zwar die Spieldauer übermäßig in die Länge ziehen, doch darüber sieht man gerne hinweg. Das Spielmaterial ist nicht herausragend, aber durchaus qualitativ hochwertig und zweckmäßig, leider werden hierbei die durchaus stimmigen Illustrationen nur recht spärlich eingesetzt. Ein besonderes Lob verdient dagegen die übersichtliche Anleitung, die einen schnellen Spieleinstieg ermöglicht. Grade durch die Beispielrunde kann man sich ein recht genaues Bild des Spielablaufes machen und räumt so eventuelle Unklarheiten weitgehend aus. Wirklich störend wirken allerdings einige der Alien-Artefakte, welche durchaus die komplette Spielbalance kippen können und so das bisher planbare Spiel völlig aus der Bahn werfen. Sieht man von diesen kleineren Schönheitsfehlern ab, so erhält man ein eher anspruchsvolle Spiel, für den gepflegten Spieleabend.

Wer sich nicht scheut längere Zeit im Weltraum zu verbringen und Würfelspielen sowieso abgeneigt ist findet mit Ad Astra sicherlich einen netten, wenn auch gelegentlich etwas langwierigen, Zeitvertreib.

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