5 Seconds – Nicht jugendfrei

13.11.2019 von Marcus Pohlmann

5 Seconds - Nicht jugendfrei

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Verlag / Publisher: ,

Genre: ,

Spieleranzahl: ab 3 Spielern

Altersempfehlung: ab 18 Jahren

Erscheinungsdatum: 23.10.2019

Sprache: Deutsch

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Ratespiele, bei denen (vorzugsweise schlüpfrige) Details über die Mitspieler zum Vorschein kommen, sind ein Klassiker für jede Party. Mittlerweile gibt es diese Spiele in den unterschiedlichsten Varianten und Themenschwerpunkten – erst vor kurzem hatte ich bereits eines dieser Spiele auf dem Tisch. Einem etwas anderen Ansatz folgt dagegen 5 Seconds – Nicht jugendfrei – eine Variante des gleichnamigen Familienspiels. In dem Spiel von Megableu müssen die Spieler unter Zeitdruck Begriffe nennen. Die Veröffentlichung übernehmen Hutter, die bereits öfter mit dem französischen Verlag kooperiert haben.

Was steckt drin?

Das Spielmaterial in der Schachtel ist überschaubar: Ein kleines Blatt mit den Regeln und eine Mischung aus Schraube und Eieruhr, die als Zeitmesser dient. Dazu kommt ein Schuber mit 150 doppelseitig bedruckten, kleinformatigen Fragekarten. Jede dieser Fragen verlangt vom Spieler, drei Dinge aufzuzählen. Dabei gibt es relativ einfache und harmlose Karten, beispielsweise „Nenne 3 Dinge, die gut brennen“ oder „Nenne 3 Biersorten“. Schwieriger sind dagegen etwa „Nenne 3 Orte, an denen du eine Leiche verstecken würdest“ oder „Nenne 3 Lügen, die du bei einem Vorstellungsgespräch sagen würdest“. Und schließlich gibt es noch Fragen obszönen Inhaltes, die die Freigabe ab 18 Jahren rechtfertigen. Hier müssen die Spieler Antworten geben auf Fragen wie „Nenne 3 Leute, die du gerne bei einer Orgie treffen möchtest“ oder „Nenne 3 Dinge, die du deinem Anus niemals antun solltest“.

Wie wird’s gespielt?

Die Spieler einigen sich auf die Spieldauer. Die Anleitung empfiehlt, je nach Teilnehmerzahl, zwischen zwei und fünf Runden.

Mehr braucht es nicht

Mehr braucht es nicht

Ist ein Spieler an der Reihe, zieht er eine Karte, während ein Mitspieler den Timer umdreht. Dem derzeit aktiven Spieler bleiben ca. fünf Sekunden, um drei Begriffe aufzuzählen. Gelingt ihm dies, behält er die Karte und der Nächste zieht eine neue Karte. Scheitert er jedoch, gibt er die Karte an den nächsten Spieler weiter. Dieser hat nun ebenfalls fünf Sekunden, um die Aufgabe zu lösen. Allerdings dürfen in diesem Fall keine bereits genannten Begriffe verwendet werden.
Der Spieler, der nach der vereinbarten Rundenzahl die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt die Partie.
Die Anleitung gibt außer den Regeln noch einige Hilfestellungen bei Unstimmigkeiten oder Punktegleichstand. Zudem werden zwei Spielvarianten vorgestellt.

Kann das Spiel was?

Gar nicht so einfach

Gar nicht so einfach

5 Seconds – Nicht jugendfrei gehört zu jenen Spielen, die nicht für jeden geeignet sind. Zum einen liegt es manchen Spieler nicht, teils intime Details aufzuzählen, zum anderen ist das Zeitlimit sehr knapp bemessen. So bräuchte ich beispielsweise deutlich länger, um Dinge aufzuzählen, die man nie in seinem Döner finden möchte oder nicht in einem Flugzeug sagen sollte. Allerdings ist es grade dieser Zeitdruck, der das Spiel „ehrlich“ macht. Den Spielern bleibt einfach keine Zeit sich eine Antwort auszudenken – sie müssen sagen, was ihnen durch den Kopf geht, wollen sie Punkte machen. Natürlich bleibt es ein nicht ganz ernst gemeintes Partyspiel und nicht der Sieg steht im Vordergrund, sondern der Spielspaß. Mit Spieler, die sich darauf einlassen können, macht eine schnelle Raterunde durchaus Spaß und sorgt für neue Erkenntnisse über seine Mitspieler.
Die Aufmachung des Spiels ist eher unspektakulär gehalten. Anstelle eines innovativen Designs steht die gute Lesbarkeit der Karten im Vordergrund. Der Zeitmesser ist ein schickes Gimmick, das ich in dieser Form noch nicht gesehen habe. Die Anleitung erklärt die (wenigen) Regeln verständlich und gibt zudem einige Hilfestellungen für die ersten Raterunden.

Auf der Homepage von Hutter gibt es neben mehr Informationen zum Spiel auch die Anleitung als kostenlosen Download.

Der Verlag liefert mit 5 Seconds – Nicht jugendfrei ein kurzweiliges, spaßiges und gelegentlich peinliches Spiel für die lockere Partyrunde.

 

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