Overdrive AMP Explosion – Blanks

19.02.2012 von Marcus Pohlmann

Overdrive AMP Explosion - Blanks

Musiker:

Label: ,

Genre:

Laufzeit: 37 Minuten

Tracklist:
01 – At The Corner
02 – Interlude
03 – U
04 – Stzar
05 – Unlink
06 – Lowlight
07 – Siegfried
08 – Autumn
09 – Riot

Erscheinungsdatum: 01.10.2011

Sprache: Englisch

Bei Amazon bestellen

Der Bandname Overdrive AMP Explosion macht mich misstrauisch als ich das Album Blanks des Schweizer Quartetts in den CD-Player lege, welches hierzulande vom Label Broken Silence vertrieben wird. Erwarten mich hier etwa ohrenbetäubender Lärm, tosende Gitarrenläufe und nervenzerfetzender Gesang? Um das herauszufinden gibt es nur einen Weg und der führt über das Betätigen der Play-Taste.

Der Opener „At The Corner“ stellt sich zumindest als entspanntes Instrumentalstück heraus, das getragen von Akkustik-Gitarren und Schlagzeug langsam beginnt, zum Ende hin aber etwas mehr Fahrt aufnimmt und dann die einsetzende Stromgitarre doch noch für ein druckvolles Finale sorgt. Etwas energischer als der Vorgänger präsentiert sich „Interlude“, die grundlegenden Merkmale der Musik bleiben auch hier erhalten, dominante Gitarren, ein unauffälliges Schlagzeug und diesmal gibt es sogar etwas Gesang, der allerdings kaum wahrzunehmen ist. Könnte dies hier noch als Nachlässigkeit beim Abmischen gelten, so stellt sich im weiteren Verlauf des Albums heraus, das dieser dezente Stimmeinsatz tatsächlich so gewollt ist. Etwas lockerer geht es dann wieder bei „U“ zur Sache. Dies folgt dem mittlerweile schon bekannten Schema und verändert dies nur um Nuancen. Auch Gesang ist wieder vorhanden, aber so dezent eingesetzt, dass kaum etwas zu verstehen ist. „Stzar“, das längste Stück des Albums, ähnelt in Aufbau, Tempo und Rhythmus sehr stark seinem Vorgänger, baut aber im weiteren Verlauf etwas mehr Druck auf. Auch bei „Unlink“ und „Lowlight“ gibt es keine Überraschungen und die Band vertraut auf die bewährte Mischung aus gefälligen Gitarrenmelodien, rhythmischen Drums und dezent eingesetztem Bass, hin und wieder durch Anflüge von Härte und Geschwindigkeit unterbrochen. „Siegfried“ präsentiert sich dann als das bisher eindringlichste Stück des Albums. Hier kehrt die Band das Verhältnis zwischen ruhigen und schnellen Passagen um und wird ihrem Namen zumindest ansatzweise gerecht. Auch „Autumn“ geht in diese Richtung und bietet dabei eine hübsche Mischung aus Tempowechseln, strammen Gitarrenläufen und energischen Drums. Das Album endet schließlich so wie es angefangen hat, mit „Riot“ einem Instrumentalstück, das sich während seiner gut drei Minuten Laufzeit kontinuierlich steigert und in einem furiosen Finale endet.

Overdrive AMP Explosion liefern hier sicherlich kein schlechtes Album ab. Ihre Instrumente beherrschen die vier Herren zweifellos, allerdings fehlt mir die Abwechslung. Viele Stücke des Albums folgen dem mehr oder minder gleichen Schema und auch die Geschwindigkeit bleibt bei fast allen Tracks in ähnlichem Rahmen und so wirken diese Stücke austauschbar. Nur hin und wieder, vor allem zum Ende des Albums, bricht die Band aus diesem Trott aus, spielt etwas schneller und härter und zeigt so, dass sie mehr können als gefällige Melodien zu zupfen. Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich der dezent eingesetzte Gesang. Mag dieser bei einem oder zwei Stücken funktionieren, so nehme ich ihn auf Dauer eher nur als störend wahr. Hier wäre mir lieber gewesen, die Vocals entweder in normaler Lautstärke einzusingen oder ganz darauf zu verzichten. Trotz dieser Kritikpunkte liefern die Schweizer hier ein durchaus ordentliches Album ab, das sich recht gut zum Chillen an kalten Winterabenden oder als Hintergrundmusik bei einer gemütlichen Runde eignet.
Das Digi-Pack enthält neben einer Aufzählung der üblichen Beteiligten und einigen Bildern von bunten Holzklötzchen leider keine weiteren Informationen zu Band oder Musik, so dass der interessierte Zuhörer auf die Homepage (www.overdriveampexplosion.ch) zurück greifen muss um an weitere Informationen zu kommen.

Eine nette, wenn auch nicht überragende CD mit entspannter Gitarrenmusik, die ohne großartige Schnörkel auskommt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.