Biomekkanik – State of Perfection

11.03.2010 von Marcus Pohlmann

Biomekkanik - State of Perfection

Musiker:

Label: ,

Genre: ,

Laufzeit: 46 Minuten

Tracklist:
01 - Heaven Awaits
02 – Enemy
03 - Rock Solid
04 – Evil
05 - Fuck The Pain Away
06 - Licence To Live
07 - Pitch-Black Ocean
08 - Come And See My World
09 - Be Like Us
10 - State Of Perfection

Erscheinungsdatum: 01.08.2009

Sprache: Englisch

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Dem einen oder anderen, an elektronischer Musik interessiertem, Hörer dürfte der Name S.P.O.C.K. sicherlich ein Begriff sein, die sich mit einigen Veröffentlichungen einen gewissen Ruf erworben haben. Nun hat sich mit Biomekkanik der Keyboarder der Schweden selbstständig gemacht und legt nun, nach längerer Vorbereitungszeit und einigen Vorabveröffentlichungen, sein eigenes, vollständiges Album State of Perfection vor.

Der Anfangstrack „Heaven Awaits“ lässt schon erahnen, wohin die musikalische Reise in den nächsten gut 50 Minuten gehen wird. Gradlinige elektronische Musik in unterschiedlichen Härtegraden wird immer wieder von melodischen Passagen aufgelockert. „Enemy“ macht nach dem ersten Hören nicht wirklich viel her, setzt sich aber schließlich doch im Gehörgang fest und der Refrain animiert zum Mitwippen. Auch der nächste Track „Rock Solid“ hat durchaus Ohrwurmqualitäten und kommt geradezu poppig daher. Das sehr rhythmische „Evil“ eignet sich wohl auch recht gut für den Tanzflächeneinsatz, irritiert aber durch einen sehr langsamen Mittelteil. Etwas eintöniger und eher strapazierend ist „Fuck The Pain Away“ geraten, bei dem spätestens nach drei Minuten der ständig wiederholte Titel und der monotone Beat fürchterlich nerven. Wesentlich eingängiger und auch etwas ruhiger kommt „Licence To Live“ daher, das den Ausrutscher des vorangegangenen Tracks wieder wettmacht. Ein hervorragender Popsong und durchaus auch für den kommerziellen Radioeinsatz geeignet ist „Pitch-Black Ocean“ mit einer eingängigen Melodie und schon fast getragenem Gesang. Die Geschwindigkeit wird mit „Come And See My World“ nur unwesentlich gesteigert, und auch hier ist die Stimme des Sängers der Musik übergeordnet, obwohl es wieder etwas elektronischer zugeht. „Be Like Us“ findet wieder zum Tempo der ersten Stücke zurück und zeichnet sich vor allem durch seinen treibenden Beat aus. Der Titeltrack „State Of Perfection“ bildet schließlich den Abschluss des Albums und hier werden noch einmal alle Register gezogen, welche die meisten der vorangegangenen Songs ausgezeichnet haben.

Eine gewisse Ähnlichkeit mit S.P.O.C.K. lässt sich mit Sicherheit nicht verleugnen, doch beschränkt sich dies nur auf Kleinigkeiten. Biomekkanik hat genug Eigenständigkeit, um auch für sich selbst genommen bestehen zu können und nicht als Seitenprojekt eines Bandmitgliedes gesehen zu werden. Die einzelnen Tracks sind zwar vom Aufbau recht ähnlich, doch bieten sie genug Abwechslung um nicht eintönig oder gar langweilig zu wirken. Gelegentlich werden die elektronischen Klänge noch von einigen Gitarren aufgelockert, die dem gesamten Album recht gut tun. Meist gelingt es, eine sehr gute Balance zwischen treibenden Beats und Melodie zu finden. Wenn dann noch die Stimme in den Vordergrund tritt entstehen einige sehr hörbare Songs, die auch auf längere Sicht nicht langweilig werden. Der einzige Ausreißer „Fuck The Pain Away“ steht einigen sehr gelungenen Songs gegenüber von denen „Enemy“ und „Pitch-Black Ocean“, obwohl sie so unterschiedlich sind zu meinen Favoriten auf dem Album zählen. Textlich bewegt sich Christer Hermondsson, der Kopf hinter dem Projekt, meist in martialischen Gefilden ohne dabei auf platte Parolen zurück zu greifen, und bietet hier, wie auch im musikalischen Bereich genug Abwechslung um das Album ein Stück weit aus der großen Masse der Veröffentlichungen heraus zu heben. Lediglich über das Cover-Artwork, welches etwas uninspiriert und klischeehaft anmutet sollte man großzügig hinwegsehen und sich auf die Musik konzentrieren.

Vielleicht ist State Of Perfection keine großartige Veröffentlichung, aber doch allemal eine sehr gute, die wohl jeden Freund elektronischer Musik zufrieden stellen dürfte. Fans von S.P.O.C.K. dürften mit der Anschaffung dieses Albums sowieso nichts falsch machen.

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