The Mannequin

27.03.2026 von Leonardo Beckert

Kategorie:

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Regie:

Filmstudio:

Genre:

FSK: 16

Laufzeit: 82 Minuten

Erscheinungsdatum: 07.05.2026

Sprache: Deutsch

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Jedes Jahr werden neue Horrorfilme unabhängig für Streaming-Plattformen produziert. Ähnlich wurden früher (und immer noch) Direct-to-DVD oder Direct-to-Video Filme produziert, die man je nachdem entweder im Medienmarkt kaufen, oder in der Videothek ausleihen kann und konnte. Parallel gibt es noch die (insbesondere kanadischen) chronisch-unterrepräsentierten TV-Movies, also Filme, die fürs Fernsehen produziert werden. Letztere Filme hatten schon immer Schwierigkeiten mit Einschränkungen hinsichtlich gezeigter Gewalt, wofür die Altersvorschriften beim Abendprogramm verantwortlich sind.

Allerdings haben TV-Movies mit Direct-to-DVD und Direct-to-Video und jetzt auch mit Video-on-Demand etwas gemeinsam: die Freiheit, innovativere oder Nischen-Inhalte zu transportieren. Kinofilme, egal ob Mainstream oder Independent, müssen sich wenigstens halbwegs finanziell lohnen, sonst werden sie nicht produziert. Beim Fernsehen oder bei Streaming-Filmen ist das etwas anders. Die einen können nicht mehr ins Programm aufgenommen werden, wenn sie floppen (die Produktionskosten sind meist nicht sonderlich hoch). Die anderen gehen schlichtweg in der Flut an Streaming-Filmen unter und sind nach zwei Tagen vergessen. Vorhang auf für The Mannequin von 2025.

Inhalt des Films

Zentrum dieses B-Movies ist ein historisches Gebäude in L.A.. Früher war es eine Garage und schnell wird daraus eine Art Loft für Mode- und Erotikfotografie. In den 50er Jahren hat in demselben Fotograf Jack Bernard (Jack Sochet) angefangen, Pin-Up-Models zu zerstückeln. Das hat in jedem Jahrzehnt bis in die 70er hinein für je ein Opfer gesorgt. Jedem Model hat er dabei bestimmte Körperteile abgehackt: in den 50ern einen Kopf, in den 60ern die Arme und in den 70ern die Beine. Nach weiteren Jahrzehnten ist das Gebäude renoviert und wird weiter verkauft an eine junge Designerin und ihre Schwester Liana (Isabella Gomez).

Schnell jedoch merkt die Designerin Seltsames und wenig später muss Liana sie tot im Loft vorfinden. Angeblich ist es Selbstmord. Nach einem Jahr der Trauer vereint sich Liana wieder mit ihrer Freundinnengruppe, also mit Nadine (Shireen Lai) und mit Hazel (Lindsey Lavanchy). Zusammen mit denen möchte sie einen Neuanfang wagen…im Loft. Als auch sie selbst und ihre Freundinnen anfangen, sich vergeblich umzubringen, holt Liana ihren Ex Peter (Maxwell Hamilton) zu Hilfe. Der ist nämlich Geisterjäger und verdächtigt eine gruselige Schaufenstergruppe, Ursprung für alles Übel zu sein.

Die Inszenierung

Verfluchte Gebäude und Puppen, die die Menschen in ihrer Nähe zum Selbstmord antreiben, hätte mit einer anderen Farbpalette einen guten japanischen Horrorfilm ergeben. Der kein japanischer Horrorfilm ist, sondern eine amerikanische Hommage. Allerdings sind die praktischen Effekte und der Farbfilter von The Mannequin eher halbherzig angelehnt an Giallo-Filme. Selbst wenn das mittlerweile auch zur Mode gehört.

Das „Geheimnis“ hinter den gespenstischen Vorgängen im Film ist dabei jedoch nie ein Geheimnis, da man schon von Anfang an mit der Auflösung betreut wird. Doch auch die Auflösung verrät nicht viel, was dem ganzen Geschehen „Horror“ einverleiben würde. Ob nun der Nachfahre von Jack Bernard verantwortlich ist, oder ob die Opfer von dem Killer (deren Knochen in der Schaufensterpuppe versteckt sind) rachsüchtig in Downtown L.A. spuken. Es ist nicht klar und man interessiert sich auch nicht stark für die Lösung. Eher wartet man gelangweilt darauf, dass sich die streitsüchtigen Stylistinnen und Designerinnen endlich umbringen, aber das passiert auch nicht.

Fazit

Keine Innovation im Plot, allerhöchstens solide Spezialeffekte und nervtötendes Figuren-Design machen The Mannequin zu einem Film, den man gerne ignorieren darf. Wenigstens kann man hier und da Ironie durchschimmern sehen.

1 von 5 verbrannten Popcornkörnern.

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