Solo: A Star Wars Story

27.05.2018 von Joanna Lenc

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FSK: 12

Laufzeit: 135 Minuten

Erscheinungsdatum: 24.05.2018

Sprache: Deutsch

Han Solo zählt zu den beliebtesten Charakteren aus dem Star Wars Universum. Wir haben ihn bereits in den Episoden IV – VI, damals gespielt von Harrison Ford, kennen gelernt. Nun gibt es als Spin Off eine neue Star Wars Story, die sich um diese Kultfigur dreht: Solo. Wir waren im Kino und haben uns den neuen Streifen aus dem Hause Disney angesehen. Auch wenn wir uns bemühen in unseren Rezensionen nicht zu viel zu verraten, enthält der folgende Text einige nebensächliche Spoiler.

Han ist noch ein junger Mann und lebt mit seiner Freundin Qi‘ra auf dem Planeten Corellia. Hier herrscht das Verbrechersyndikat der White Worms und unterdrückt unter der Führung Lady Proximas die Einwohner. Han träumt davon ihren Fängen zu entfliehen und mit Qi’ra weit weg ein freies und normales Leben zu führen. Er schafft es zu fliehen, muss aber seine Freundin zurück lassen. Am Raumhafen schließt er sich der Imperialen Flotte an und hofft dort auf eine Ausbildung zum Piloten.

Drei Jahre später findet er sich auf einem fremden Planeten im Krieg wieder. Er hat Schwierigkeiten damit Befehle zu befolgen und hat deshalb die Ausbildung zum Piloten nicht abschließen können. Während der Schlacht trifft er auf den Gauner Tobias Beckett. Dieser hat sich mit seiner Crew unter die Soldaten gemischt , um Ausrüstung und ein Schiff für einen Raubzug zu erbeuten. Bevor sich Han den Schurken anschließen kann, wird er als Deserteur von der Imperialen Armee gefangen genommen und in eine Grube geworfen. Die Bestie, der er als Futter dienen soll, ist der Wookiee Chewbacca. Statt gefressen zu werden, freunden sich die beiden an und brechen gemeinsam aus. Zusammen schließen sie sich Backett an und schaffen es so der Schlacht zu entkommen.

Solo A Star Wars Story Han Solo und Chewbacca © Lucasfilm, Disney

Solo: A Star Wars Story – Han Solo und Chewbacca
© Lucasfilm, Disney

Star Wars aus einem anderen Blickwinkel

Normalerweise denke ich bei Star Wars an epische Schlachten mit Lichtschwertern, dem Kampf Gut gegen Böse und effektvollen Flugmanövern durch den Weltraum. Das alles findet sich in Solo nicht wieder. Zwar gibt es ein Lichtschwert, das wir zu sehen bekommen, aber das war es auch schon. Epische Kämpfen finden wir genauso wieder wie in jedem Kriegsfilm. Bis auf das legendäre Flugmanöver, mit dem Han noch Jahre später prahlt, sehen wir auch vom Weltraum nicht sehr viel. Hauptaugenmerk liegt tatsächlich auf der Hauptfigur und seinem engsten Umfeld.

Solo A Star Wars Story Millennium Falken © Lucasfilm, Disney

Solo: A Star Wars Story – Millennium Falken
© Lucasfilm, Disney

Bei Rouge One habe ich den tieferen Sinn des Films vermisst. Seine Daseinsberechtigung hatte das erste Spin Off für mich nur in der Erklärung, warum der Todesstern in den ersten Episoden eine Schwachstelle hatte. Bei Solo ist das etwas anders, denn hier werden gleich mehrere Gegebenheiten erklärt, die den gesamten Mythos um Solo ausmachen. Ich fühlte mich wie ein Kind, dass die Eltern fragt, wie sie sich kennen gelernt haben. Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit, auf die man tatsächlich neugierig ist, denn auch wenn klar ist, wie es ausgeht, möchte man doch wissen, wie es dazu kam.

Nicht unser Han Solo?

Solo A Star Wars Story Emilia Clarke als Qi'ra © Lucasfilm, Disney

Solo A Star Wars Story Emilia Clarke als Qi’ra
© Lucasfilm, Disney

Wer über Jahrzehnte hinweg eine Figur mit einem bestimmten Schauspieler identifiziert, wie es bei Han Solo und Harrison Ford der Fall war und ist, wird diesem Film skeptisch gegenüber stehen. Alden Ehrenreich macht seinen Job aber wirklich sehr gut und die Rolle ist ihm auf den Leib geschnitten. Vielleicht liegt das auch daran, dass Harrison Ford während der Dreharbeiten mit Rat und Tat zur Seite stand. Das Drehbuch hat auch seinen Teil dazu beigetragen, denn die Herren Lawrence und Jonathan Kasdan haben ein solides Werk erschaffen, das sich weit mehr wie Star Wars anfühlt als es die kürzlich erschienene Episode VIII – Die letzten Jedi je könnte.

Neben Alden Ehrenreich machen auch die anderen Schauspieler ihre Arbeit richtig gut. Emilia Clarke als Qi’ra erinnert zum Glück überhaupt nicht an ihre Rolle als Drachenmutter Daenerys Targaryen in Game of Thrones und Donald Glover wirkt tatsächlich wie Lando Calrissian in jungen Jahren. Die Synchronisation ist zudem auch gelungen und auch wenn Han nicht seine Original-Stimme von Wolfgang Pampel erhalten hat, hört er sich doch ein wenig nach Han an.

Gesellschaftskritik mit Humor verharmlosen

Solo: A Star Wars Story - L3-37 und Lando Calrissian © Lucasfilm, Disney

Solo: A Star Wars Story – L3-37 und Lando Calrissian
© Lucasfilm, Disney

Während sich bereits zahlreiche Kritiker darüber ausgelassen haben, wie wenig Solo mit Star Wars gemein hat, finde ich gerade diesen Aspekt sehr erfrischend. Endlich gibt es keinen Darth irgendwas im Vordergrund, der den Protagonisten Schaden – oder auf die dunkle Seite ziehen – will. Endlich hat die Macht nichts zu sagen und endlich ist nicht alles nur schwarz oder weiß.

Und doch gibt es einen Aspekt, der zwar nebensächlich ist, mir aber doch sehr sauer aufstieß. Die Droidin L3-37 (aber eigentlich der Driode) zettelt einen Aufstand an, mit dem sie alle Droiden aus der Gefangenschaft ihrer Programmierung befreien will. Leider ist diese Figur nicht nur äußerlich sehr weiblich, auch diesem Aufstand schwingt sehr viel Emanzipation nach. Ich hätte mir eher gewünscht, der Droide hätte eine männliche Synchronstimme erhalten. Damit wäre der Ernst hinter der Revolte deutlicher in den Vordergrund gerückt und hätte vielleicht die Lächerlichkeit und den Witz an der Sache verloren. So ist nur neues Feuer für die Unterdrückung der Frau und den Kampf der Geschlechter entfacht worden, der hier an dieser Stelle so nicht hätte sein müssen.

Als erster von wohl insgesamt drei Spin Offs zu Han hat mir Solo sehr gut gefallen. Er zeigte mir, dass noch mehr in dem Universum steckt, das mich seit so vielen Jahrzehnten begleitet und begeistert. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen und bin gespannt auf die weiteren Abenteuer, die noch kommen werden.

 

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