Karate Kid: Legends

16.09.2025 von Leonardo Beckert

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Serie:

Laufzeit: 94 Minuten

Erscheinungsdatum: 29.05.2025

Sprache: Deutsch

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Karate Kid: Legends von 2025 begrüßt uns mit Vielem und insbesondere mit angeblich vereinten Gegensätzen. Wir haben die in früheren Filmen der Reihe bereits vorgestellte Vereinigung von östlicher und westlicher Kultur. Auch wenn die östliche Kultur in den früheren Vertretern (1984 – 1989) etwas eklektisch dargestellt erscheint. Um es freundlich auszudrücken. Wir haben in Legends Karate vs./mit Kung-Fu, zusätzlich gar Boxen. Die älteren Filme werden vertreten durch Ralph Macchio, die neueren durch Jackie Chan, die Optik erinnert an die Serie Cobra Kai (2018 – 2025) und der Plot ist eine Variation von Karate Kid (2010). Was will man da mehr – oder weniger?

Inhalt des Films

Li Fong (Ben Wang) zieht mit seiner Mutter aus Peking nach New York und lässt in China seinen Shifu Mr. Han (Jackie Chan) und seine Kung-Fu-Schule zurück. Wie schnell klar wird, hat er aber sowieso ein Problem mit dem Kämpfen, seit es in der Vergangenheit zu einer tragischen Auseinandersetzung zwischen seinem älteren Bruder und einer rachsüchtigen Gang kam. In New York lernt Li in einem Pizza-Imbiss Mia (Sadie Stanley) kennen und verliert sofort sein Herz. Blöd ist nur, dass ihr Ex-Freund (Aramis Knight) ein Sympath ist, wie er im Buche steht. Da er zusätzlich gewaltbereit ist, wird er direkt zum Rivalen umfunktioniert. Außerdem ist er Champion in einem obskuren New Yorker Kampfsportwettbewerb.

Gleichzeitig hat Mias Vater (Joshua Jackson) Schulden und muss wieder als Boxer startklar werden, um dieselben abbezahlen zu können. Nachdem sich Li unerfolgreich mit dem Ex Conor Day auf dem Schulhof gekloppt hat, verprügelt er erfolgreich Schuldenhaie hinter dem Pizza-Laden. Vater Victor ist beeindruckt, also trainiert Li denselben fit für ein Comeback als Boxer. Atempause.

Aber irgendwie müssen ja Jackie Chan und Ralph Macchio noch auf die Leinwand, sonst sind die Zuschauerzahlen in Gefahr. Also wird der nette Vater von Mia bei seinem Comeback-Kampf unfair mit dem Ellbogen getroffen und landet im Krankenhaus. Das bedeutet für Li: beim Kampfsportwettbewerb gegen Conor Day trumpfen, das Herz von Mia behalten und 50 000 Dollar einsacken, um aller Zukunft abzusichern. Was bedeutet das weiterhin? Mr Han und DER Daniel LaRusso (Macchio) treten auf den Plan und trainieren mehr oder weniger vereint Li Fong, damit der mit „Miyagi-Karate“ gewinnt.

Die Inszenierung

Das ist allerhand. Leider konzentriert sich das Drehbuch nicht auf die Entwicklung der einzelnen dramaturgischen Fäden, sondern lässt Raum für so viele Montagen, dass selbst Rocky IV (1985) dagegen wirkt wie ein Charakterdrama. Zwischendurch lässt die Inszenierung vermuten, dass man doch ein sonderbares, anderthalbstündiges Musikvideo geplant hatte. Ferner erscheint der Auftritt von Ralph Macchio allzu erzwungen.

Immerhin wird das Rätsel aufgeklärt, warum das Karate-Kid in der 2010er Variante (wer könnte Jaden Smith vergessen?) plötzlich Kung-Fu von einem Chinesen (Chan) lernt. So hat das ursprüngliche Karate-Kid Karate von einem Japaner gelernt. Karate Kid: Legends lehrt uns, dass es eine besondere Kampfsport-Mischform ist: Miyagi-Karate. Doch tatsächlich ist das ein erster Schritt, die kulturellen Unterschiede im fernen Osten auch in Hollywood ernst zu nehmen. Auch sind die Choreografien sehr schön anzusehen und angenehm übertrieben, was an alte Kung-Fu-Filme erinnert. Das größte Plus ist trotz allem eindeutig Ben Wang, der den jungen Li Fong großartig natürlich spielt. Glaubhaft sind durch seine Darstellung die emotionalen Höhepunkte der Handlung und die Kampfeinlagen gleichermaßen, was den Film davor rettet, ein einziger unausgeglichener Flickenteppich zu sein.

Fazit

Es wirkt wie ein überlanger Trailer oder wie eine mutierte Trainingsmontage, aber Ben Wang und solide Choreografien sichern einen zumindest ausgleichenden Treffer.

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