Dead Men Don’t Die – Es gibt kein Leben nach dem Tod

22.12.2025 von Leonardo Beckert

Kategorie:

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Regie:

Filmstudio:

Genre:

FSK: 12

Laufzeit: 94 Minuten

Sprache: Deutsch

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Elliott Gould kann man in lässiger und dennoch eindrücklicher Haltung in Filmen wie The Long Goodbye (1973) oder der Ocean’s-Reihe (2001 – 2018) bewundern. Allerdings scheint sein lakonisches und auf gute Art sprödes Auftreten auch Filme anzuziehen, die sich durch Klamauk und Blödelei auszeichnen. Bei den meisten Vertretern dieser Art muss man vor Fremdschämen den Mund verziehen und es gibt wahrlich wenige Werke, die es schaffen, trotzdem zu unterhalten. Noch schwieriger wird die ganze Sache, wenn das Grundthema eine Art Parodie oder ironische Verdrehung des Zombie-Motivs ist. Wegweisend und einflussreich ist in diesem spezifischen Gebiet Return of the Living Dead (1985); definitiv irreführend und gänzlich vergessen ist wiederum Dead Men Don’t Die – Es gibt kein Leben nach dem Tod (1990) mit besagtem Elliott Gould.

Inhalt des Films

Barry Baron (Gould) ist Reporter bei einem großen Nachrichtenunternehmen, das allerdings die Quoten damit sicherstellt, nur besonders morbide Neuigkeiten zu verbreiten. Auf dem Weg zu seinem täglichen Dreh wird Barry zufällig Zeuge, wie eine Ladung Kokain in einer hauseigenen Etage untergebracht wird. Beim Spionieren stellt sich der Reporter aber derart doof an, dass er im Handumdrehen von den Ganoven niedergeschossen wird. Die Putzfrau des Unternehmens hat wohl einen Narren an Baron gefressen, denn als sie ihn tot in der Tiefgarage findet, nimmt sie seinen Leichnam kurzerhand mit und verwandelt ihn in einer selten-dämlichen inszenierten Zeremonie in einen willenlosen Zombie (im Sinne des Hoodoo). Nachdem das erledigt ist, stolpert Zombie-Barry selbstverständlich in allerhand Slapstick-Situationen und über Umwege kommen auch alle Ganoven um und werden – richtig: zu Zombies.

Die Inszenierung

Rund um den untoten Reporter gibt es einige ulkige Figuren-Kreationen, wie den ungemein hirnlosen Detective Jordan Penrose (Mark Moses) oder die ehrgeizige und glücklose Co-Reporterin Dulcie Niles (Melissa Sue Anderson). Zusammen mit einem schrecklich plakativen Soundtrack, dem typischen weniger sauberen Bild von exakt 1990 und einem irritierenden, tänzelnden und grimassierenden Schauspiel von Gould, bekommt Dead Men Don’t Die eine Atmosphäre von verunglückter Produktion / Trash. Doch jetzt wird es interessant: es funktioniert.

Man will die Kultur-verzerrenden Darstellungen von Pseudo-Voodoo/Hoodoo nicht lustig finden und vielleicht sollte man es auch nicht – aber leider ist es ziemlich lustig. Auch ist die bewusst-bekloppte „Ich bin ein ironischer Zombie“-Körpersprache der Darstellenden ehrlich idiotisch. Als hätte Adam Sandler versucht, Fantômas neu zu inszenieren. Unglaublicherweise jedoch kann man nicht umhin, zu kichern oder sogar zu lachen, wenn eine Gruppe aus halb-begabten Schauspielern „Uh-ah!“-rufend sich mehr schlecht als recht durch Bürogänge bewegt. Der zugrundeliegende Krimi-Plot gibt immerhin eine gewisse Struktur in dem sonst ziel- und richtungslosen Streifen, wobei manche Subplots helfen, nicht Trash-Langeweile aufkommen zu lassen wie in bspw. Dark Tower (1989).

Fazit

Es lohnt sich tatsächlich nicht, auf die einzelnen technischen oder formalen Aspekte einzugehen, denn diese sind ohnehin komplett für die Müllabfuhr bestimmt. Das Einzige, was diese Horror-Komödie retten kann, ist die ernstgemeinte Sympathie der Zuschauenden. Ist diese nicht vorhanden, stirbt dieser obskure Eintrag im Horror-Comedy-Genre, ohne wiederbelebt zu werden.

3,5 von 5 verbrannten Popcornkörnern

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