BLITZ – COP KILLER VS. KILLER COP

23.06.2025 von Leonardo Beckert

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Regie:

Filmstudio: ,

Genre:

FSK: 18

Laufzeit: 97 Minuten

Erscheinungsdatum: 20.05.2011

Sprache: Deutsch

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Jason Statham züchtet momentan ja entweder Bienen oder arbeitet auf Baustellen, aber es gab auch eine gute alte Zeit, in der er alkoholkranker, abgehalfterter, politisch inkorrekter Londoner Cop war und grimmigen Ausdrucks kriminelle Jugendliche mit einem Hurling-Schläger verprügelte – Blitz von 2011 bietet genau das. Zusätzlich bekommt man einen nicht allzu innovativen Krimi-Plot und überraschend drastisch erzählten Realismus.

Inhalt des Films

Tom Brant (Jason Statham) trinkt zu viel Whiskey und hat mangelhafte Impulskontrolle für einen Londoner Polizisten. Allerdings beginnt ein scheinbar dauerhaft im Crack-High lebender Psychopath, Polizisten und Polizistinnen brutal zu ermorden, weswegen Brant damit beauftragt wird, denselben dingfest zu machen. Damit nicht eine Schneise der Verwüstung dabei entsteht, ist leitender Ermittler aber Porter Nash (Paddy Considine), seines Zeichens homosexuell und deswegen in der Gunst der Kollegen ganz weit unten. Brant interessiert das aber wenig, „solange er nicht befummelt wird“ und gemeinsam versuchen sie, den ganz und gar klinisch wahnsinnigen Barry Weiss (Aidan Gillen) zu schnappen. Der mordet unterdessen fröhlich weiter, die Polizistin Falls (Zawe Ashton) stürzt in eine persönliche Krise und die beiden Hauptermittler müssen sich mit der tristen Realität von Londons sozialer Unterschicht auseinandersetzen. Lösung dafür ist meistens ein gesegnetes Pint.

Die Inszenierung

Die Handlung des Films ist grundsätzlich sehr generisch und kann mit jedem x-beliebigen skandinavischen Krimi-Bestseller ausgetauscht werden; allerdings wird dieselbe mit einem verstärkten Fokus auf Realismus erzählt: ob Jugendkriminalität, Drogensucht, Alkoholismus, Homofeindlichkeit am Arbeitsplatz, oder eben der Katalysator Gewalt für benachteiligte Individuen. Der Serienmörder ist kein Hannibal Lecter und auch kein Jason Voorhees, sondern ein junger Mann aus dem Block, alleinlebend und sich selbst vernachlässigend. Wenn er dann mit entblößter Brust, Sonnenbrille und schlechten Zähnen auf offener Straße einen Polizisten im Auto erschießt, wirkt es realistischer und unangenehmer als jeder Macheten-Hieb des berühmten Hockeymaskenträgers. Wenn es unangenehm wird, ist es meist ein gutes Zeichen für Film und Kunst im Allgemeinen – allerdings werden diese einschneidenden Szenen überdeckt von viel Männlichkeitspathos, Selbstjustiz-Verherrlichung, einem schrecklichen, offensichtlich auf Tempo setzenden Soundtrack und verstreuter Themenandeutung, die im Vagen verweilt und unbefriedigend aufgelöst wird.

Fazit

Blitz ist ein Action-Thriller kombiniert mit Sozialdrama, wobei die Hinwendung zum ersten das Potential des zweiten verhindert. Das durchweg solide Schauspiel, hard-boiled Cop-Action und natürlich auch die charismatische Präsenz von Jason Statham sind dennoch lohnende Aspekte dieses überaus britischen Polizeifilms.

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