
Kategorie: Politik
Autor: Ole Nymoen
Herausgeber: Rowohlt
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Genre: Sachbuch
ISBN: 978-3499017551
Format: Hardcover
Seiten: 144
Preis: 16,00
Erscheinungsdatum: 11.03.2025
Sprache: Deutsch
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Zugegeben…
Der Titel könnte auf den ersten Blick etwas endgültig klingen. Allerdings gibt Nymoen auf knackigen 144 Seiten eine Antwort auf die aktuellen Entwicklungen innerhalb unserer Gesellschaft. Hierbei würde man weder dem Werk noch dem Autoren gerecht werden dieses kleine Werk als „verweichlichte“ linke Tagträumerei zu bezeichnen. Nymoen gelingt es seinen Beitrag zum aktuellen Diskurs verständlich einzuordnen und faktenbasierte Argumente hervor zu bringen, die sowohl Neulinge als auch politisch bereits gefestigte Personen dazu bringen sollte das eigene Verständnis gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten mindestens zu überdenken und zu vertiefen. Dabei bedient er sich nicht nur historischer Quellen und aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft sondern greift auch das aktuelle Zeitgeschehen mit auf.
Sowohl durch den endgültigen und nahbaren Standpunkt der hier Verwendung findet, aber auch durch die Bereitstellung diverser verständlich verabreichter Fakten, bietet dieses Buch genügend Stoff um einen Diskurs nicht nur anzuregen sondern ihn auch zu bereichern.
Durch die niedrigschwellige und nahbare Erzählweise des Autoren lässt sich dieses Buch wunderbar alltäglich lesen, dient allerdings durch den engen Faktenbezug auch als Grundstein für eine weiterführende Recherche. Mit diesem erfrischenden Spagat zwischen der Alltagstauglichkeit und der Verwendung wissenschaftlicher Fakten, reiht sich Nymoen auf das gleiche Regalbrett ein auf dem sich vor kurzem auch Autoren wie Jean-Philippe Kindler eingenistet haben.
Nymoen gibt den Lesenden mit diesem Buch das notwendige Werkzeug an die Hand, sich an aktuellen Diskursen im großen wie im kleinen beteiligen zu können, ohne diesen seine Meinung aufzudrängen. Es lässt sich lesen wie eine Einladung den eigenen Blick zu schärfen und die Perspektive etwas anzupassen und zu verändern.
Ich für meinen Teil spreche „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde: Gegen die Kriegstüchtigkeit“ eine Bücherregaltauglichkeit zu. Und besonders in der Debatte um eine mehr oder weniger freiwillige Wehr-Pflicht schadet es sämtlichen Akteuren nicht, sich von so vielen Blickwinkeln wie irgend Möglich zu informieren, vollkommen gleichgültig welcher Meinung man auch sein mag.
Das Buch macht gespannt auf mehr Ausarbeitungen von Nymoen auf weitere kontroverse Themen, die einen scharfen Tonfall benötigen.
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