Sorcery! Die Shamutanti-Hügel

07.08.2019 von Nils Schlieske

Cover von Sorcery! Die Shamutanti Hügel

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ISBN: 978-3945493205

Format: Softcover

Seiten: 219

Preis: 12,95

Erscheinungsdatum: 21.05.2015

Sprache: Deutsch

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In Steve Jacksons Sorcery! Die Shamutanti-Hügel brechen wir auf eine Alles-oder-Nichts-Mission auf, um unsere Heimat Analand zu retten.

Die magische Krone hat bereits fünf Königreichen Frieden und Wohlstand gebracht. Analand ist nun in Besitz der Krone und hat sich damit jüngst der Femphrey-Allianz angeschlossen. Die Krone hat bisher jedes Land befriedet, weshalb sie alle vier Jahre ins nächste Königreich wechselt. Auch in Analand entfaltet sie ihre magische Wirkung – bis zur Nacht des schwarzen Mondes. In dieser Nacht stiehlt ein Vogelmensch aus Xamen die Krone und bringt sie ins ferne Karkhabad. Dieses gefährliche Reich könnte mithilfe der Macht der Krone zu einer wahren Bedrohung für den Rest der Allianz werden. Um das zu verhindern und die Ehre von Analand wieder herzustellen, ziehen wir alleine los und verlassen unsere Heimat in Richtung Mampang-Festung.

Zauberer oder Krieger – eine Frage der Vorbereitung

Sorcery! Ist ein Fighting Fantasy Spielbuch und außerhalb Deutschlands ein echter Bestseller (hierzulande war Lone Wolf deutlich erfolgreicher). Diese Bücher sollten Rollenspiele für Einzelpersonen sein. Kein Spielleiter, keine große Gruppe. Nur ein Stift, Würfel, der Charakterbogen und das Buch. Der Spieler wird nach jedem kurzen Abschnitt vor die Wahl gestellt, womit er weitermachen will und muss dementsprechend zu einem bestimmten anderen Abschnitt springen. Jeder Durchlauf soll anders sein, jeder Spieler eine Erfahrung ganz nach seinen Entscheidungen machen.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist Sorcery! Die Shamutanti-Hügel relativ komplex. Zu Beginn steht die Anleitung: Zwei Charaktere stehen zur Auswahl, ein Krieger und Zauberer. Mit dem Krieger kann man schnell starten und sich ziemlich direkt ins Abenteuer stürzen. Als Zauberer muss man erst noch die Schulbank drücken. Zwar unterliegen beide Charaktere demselben Kampfsystem, doch hat der Zauberer fast immer die Möglichkeit, von seiner Magie Gebrauch zu machen. Also heißt es erstmal: Zaubersprüche lernen.

Knapp 50 Zaubersprüche stehen im Zauberbuch am Ende von Sorcery!. Damit diese nicht auch noch dem Feind in die Hände fallen, muss das Buch zurückbleiben. Die Zaubersprüche, in Form von drei Buchstaben, muss der Spieler vor dem Aufbruch auswendig lernen. Ich habe das zunächst als abschreckend empfunden, aber wenn man wie empfohlen die Basis-Zaubersprüche lernt, öffnet dies neue Wege innerhalb des Spiels, die der Krieger nicht gehen kann. Zudem werden die Kämpfe interessanter, da mehr Optionen verfügbar sind.

Gewandtheit, Ausdauer und Glück

Wie in den meisten Rollenspiel-Abenteuern haben die Charaktere unterschiedliche Basiswerte. Die Gewandtheit beschreibt das Geschick des Charakters im Kampf und ergibt mit den Würfelaugen die Kampfkraft. Die Ausdauer entspricht der Gesundheit, sie kann durch diverse Faktoren verringert werden, beispielsweise wenn der Spieler nicht isst oder schläft. Fällt sie auf null, stirbt der Charakter. Das Glück ist in der Welt von Sorcery! ebenso real wie Magie und Monster. Es erleichtert einige Situationen oder wendet sich im falschen Moment gegen einen. Das Glück bringt einen unvorhersehbaren Faktor in das Rollenspiel, der neben anderen zum Wiederspielen reizt.

Charakterbogen und „Errata“ herunterladen

Während des Spielens muss der Spieler ohnehin häufig umblättern, daher ist es sinnvoll, den Charakterbogen und den Vordruck für die Kämpfe von der Seite des herausgebenden Verlags Mantikore herunterzuladen. So muss man nicht immer zurück zur entsprechenden Stelle im Buch blättern. Auch die am Anfang des Buchs abgebildeten Karten der Welt stehen zum Download bereit, wodurch sich die Wege auch optisch nachvollziehen lassen. Leider gibt es auch in diesem Buch des Verlags einige Fehler. Sind Rechtschreib- oder Tippfehler in Romanen schon ärgerlich, so sind falsche Zahlen zum Weiterlesen oder falsche Zaubersprüche in einem Spielbuch noch ärgerlicher. Gerät der Spieler an eine fehlerhafte Stelle, ist das Spiel ab da unspielbar, solange nicht die „Errata“ zu Rate gezogen werden.

Gegenstände, Freunde und Begleiter für die weiteren Abenteuer

Das Spielbuch ist der erste Teil der Reihe und hat keine in sich geschlossene Story, die Krone bekommen wir am Ende nicht wieder, egal welches Ende wir erreichen. Es folgen noch drei weitere Teile der Fighting Fantasy Reihe. Im ersten Teil warten viele abwechslungsreichen Kreaturen und Orte, spannende Kämpfe und überraschende Tode. Besonders überzeugt das Spielbuch aber mit Charakteren und Gegenständen, die wir auch in den nächsten Teilen nutzen können oder wiedertreffen werden. Etwas abschreckend sind nur die zahlreichen Zaubersprüche – wer lernt bitte alle? – und die aus der Zeit gefallenen Illustrationen. Ihnen hätte eine Überarbeitung gut getan.

Insgesamt ist Sorcery! Die Shamutanti-Hügel ein spaßiges Fighting Fantasy Spielbuch. In eineinhalb bis zwei Stunden kann man die Geschichte erfolgreich beenden, allerdings benötigt man einen hohen Basiswert an Glück, um das Abenteuer zu überstehen. Der Krieger spielt sich weniger komplex, der Zauberer bedarf Vorbereitung und Erinnerungsvermögen, bietet aber mehr Spieltiefe. Mit dem Krieger zu starten und später den Zauberer zu spielen, bietet sich sehr an. Die Neuauflage des Manitkore Verlags kostet 12,95 und hat 219 Seiten, wobei es schwierig wird alle zu lesen. Die Nachfolger sind ebenfalls bei Mantikore erschienen und werden hier ebenfalls rezensiert. Ich will unbedingt weiterspielen.

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