Silvercloak – Unter Feinden

15.02.2026 von Joanna Müller-Lenz

Silvercloak – Unter Feinden von L. K. Steven

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ISBN: 978-3764533380

Format: Hardcover

Seiten: 624

Preis: 24,00

Erscheinungsdatum: 30.07.2025

Sprache: Deutsch

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Mit Silvercloak – Unter Feinden wagt sich die britische Autorin L. K. Steven in eine frei erfundene Fantasy-Welt mit eigenem Magiesystem. Sie verspricht der Leserschaft Intrigen, Brutalität aber auch eine Liebesgeschichte. Was davon kann sie einhalten?

Zwei Rivalen

Als Kind hat Saffron aus ihrem Versteck heraus beobachtet, wie ihre Eltern brutal von den Bloodmoons ermordet wurden. Sie schwor Rache und widmete ihr Leben dem Studium der Magie an der Silvercloak-Academy.

20 Jahre später ist während der Abschlussprüfung aufgefallen, dass Saffron betrügt. Ihr Ziel rückt immer weiter in die Ferne, als sie verhaftet wird und ihre Strafe absitzen muss. Doch dann erhält sie die Gelegenheit, auf die sie ihr ganzes Leben gewartet hat: Sie soll als verdeckte Ermittlerin zu den Bloodmoons eingeschleust werden und sie von Innen heraus zerstören. Das wäre für Saffron sehr einfach, wäre da nicht Levan, der Sohn des Bloodmoon-Anführers, der ihre Ansichten ganz schön durcheinanderbringt.

Die Regeln der Magie ausgehebelt

L. K. Steven hat für die Silvercloaks und Bloodmoons eine recht einfache Welt erschaffen. Es gibt unterschiedliche Magieklassen, die unterschiedlich häufig vorkommen. Prinzipiell hat jede magiebegabte Person die Fähigkeit jede Magieklasse zu beherrschen, aber es gilt schon als besonders talentiert, wenn vier von ihnen erlernt werden. Die Zeitweber hingegen gelten als ausgerottet und verboten, weil die Fähigkeit die Zeit zu verändern zu mächtig war.

Die Kraft, um Magie zu wirken kann durch zwei grundlegend unterschiedliche Arten erlangt, bzw. aufgefüllt werden. Entweder durch Lust oder durch Schmerz. Wer hinter diesem Prinzip nun eine Dark-Romance Fantasy erwartet, wird enttäuscht, denn selbst die angedeutete Enemies-to-Lovers-Geschichte wird nur halbgar bedient.

Auch bleibt offen, wie sich das mit dem Schmerz und der Lust nun wirklich verhält. Mal muss sich die magiebegabte Person selbst Schmerz hinzufügen, um die Reserven aufzufüllen, mal reicht es, wenn die Schmerzen verursacht, aber nicht erlebt werden.  Alles sehr inkonsistent und nicht bis zum Ende durchdacht.

Unglaubwürdige Grausamkeit

Was zunächst nach einem spannenden Auftakt klingt, kann leider das Versprechen nicht halten. L. K. Steven versucht eine brutale Welt zu beschreiben, scheitert aber an der Glaubwürdigkeit. Alle Bösewichte wirken eher wie trotzige Kinder, statt kaltblütige Mörder. Sie besitzen zudem auch eine so ausgeprägte Kurzsichtigkeit, dass man sich zwangsläufig fragen muss, wie sie überhaupt an ihre Machtpositionen hätten kommen können. Insgesamt bleiben alle Figuren sehr blass und tragen nichts zur Dynamik oder dem Spannungsbogen bei. Die Konflikte bleiben vorhersehbar und flach, Charakterentwicklungen sind kaum vorhanden.

Natürlich endet die Geschichte auch offen, sodass ein zweiter Band folgen muss. Der Abschluss lockt aber kaum.

Fortsetzung folgt – Ohne mich

Zumindest kann man der Autorin aber ansonsten ordentliches Handwerk zuschreiben. Ihr Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen, wären da nicht diese Ungereimtheiten im Worldbuilding und Plot, hätte aus Silvercloak – Unter Feinden ein gelungener Auftakt werden können. Handwerklich kann die Schriftstellerin zwar überzeugen und als physisches Werk ist das Buch nicht nur aufgrund des Buchschnitts eine Augenweide, auch die Gestaltung des Schutzumschlags ist gelungen. Nichtsdestotrotz bleibt nur wenig Neugier auf die Fortsetzung übrig.

4 von 10 Zauberstäben – Hübsch, aber unausgereift

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