PEANUT JONES und die Stadt der Bilder

25.09.2022 von Margarita

Peanut Jones und die Stadt der Bilder

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ISBN: 978-3-7488-017

Format: Hardcover

Seiten: 384

Preis: 14,39

Erscheinungsdatum: 24.05.2022

Sprache: Deutsch

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In dieses Buch und seine Illustrationen verliebt man sich tatsächlich auf den ersten Blick. Der Autor und Illustrator Rob Biddulph hat sich in Großbritannien spätestens während der Corona-Krise einen Namen gemacht, als er unter dem Hashtag #DrawWithRob zu einer Lernvideoserie lud. Zweimal die Woche konnten Kinder und Eltern mit ihm das Zeichnen und Malen erlernen –  ein Angebot, das von vielen genutzt wurde.
Peanut Jones und die Stadt der Bilder ist der Auftakt zu seiner Peanut Jones-Reihe und ein Muss für alle, die Bilder lieben!

Im Land der gezeichneten Dinge

Die 12-jährige Peanut Jones wohnt mit ihrer Mutter, ihrem älteren Bruder und ihrer kleinen Schwester „Little Bit“ in einem Reihenhaus in der Melody Road. Bisher ist es immer Dad gewesen, der Zeit für sie hatte, denn Peanuts Vater ist Künstler. Peanuts Mom ist diejenige, die das große Geld verdient – sie arbeitet als Steuerberaterin in der angesehenen Kanzlei Blood, Stone & Partner.
Seitdem Peanuts Dad vor einem Jahr unter mysteriösen Umständen verschwunden ist, hat sich vieles verändert. Ist Peanut früher noch auf die Melody High gegangen, muss sie nun auf die elitäre St. Hubert’s, in der vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer zählen.

Peanut vermisst ihren Vater sehr. Wenn sie der Mittelung auf seiner Postkarte glaubt (was sie nicht tut), hat er die Familie verlassen und wohnt nun in Mexiko. Wehmütig erinnert sich die Schülerin an die kleinen Post-its mit Dads Zeichnungen, die sie jeden Morgen mit in die Schule bekommen hat. Als sie eines Nachmittags in der Schatulle kramt, in der sie Dads Zeichnungen aufbewahrt, stößt sie auf ein Geheimfach. In diesem liegt ein seltsamer Bleistift. Peanut nimmt ihn heraus und zeichnet eine Vase mit Blumen. Als sie am nächsten Morgen erwacht, stellt sie fest, dass die Blumen verwelkt sind. Gemeinsam mit ihrem Lernpartner Rockwell, einem Genie in Physik, startet sie einen kontrollierten Versuch. Die beiden stellen fest, dass tatsächlich alles, was Peanut mit dem Stift zeichnet, zum Leben erwacht – wie etwa auch die Tür, die sie noch am selben Abend zeichnet und die sie nach Chroma führt, in die Stadt der Bilder.

Aus ihrem Bademantel bastelt Peanut einen „Patronengurt“, in den sie diverse Stifte und auch den mysteriösen Bleistift steckt. Denn das Mädchen ist sich sicher, dass auch ihr Vater in Chroma gewesen ist. Nicht ganz geplant, aber doch von Vorteil ist, dass auch Rockwell und Little Bit sie auf ihrer Suche nach Dad begleiten. Doch in Chroma angekommen, erfahren die drei, dass der neue Bürgermeister, Mr. White, die Einwohner von Roboterwesen namens RADIERer überwachen lässt und mit einer Riesenmaschine alles in ein großes Nichts verwandelt.

spannend und toll illustriert

Beeindruckend sind, wie bereits erwähnt, die hochwertigen Illustrationen von Biddulph. Dass der Künstler ausschließlich mit Orange und Graustufen gearbeitet hat, verleiht dem Buch eine besonders ästhetische Note.

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Peanut Jones und die Stadt der Bilder S. 7/8; © Dragonfly

Das Motiv ist natürlich bekannt: Ähnlich wie schon in Michael Endes Klassiker „Die unendliche Geschichte“ geht es in „Peanut Jones“ um die Kraft der Fantasie und die Frage, was die Welt ohne sie wäre.
Der 370 Seiten starke, durchgehend illustrierte Roman richtet sich laut Verlag an Kinder ab neun Jahren. Das ideale Lesealter dürfte aber doch eher zwischen zehn und zwölf Jahren liegen.  Zumindest ins Gymnasium sollten die Kinder gehen, im Idealfall hatten sie schon ein bisschen Physik- und Kunstunterricht, um die Anspielungen zu verstehen. Für jüngere Kinder empfiehlt sich, die Geschichte gemeinsam mit einem Erwachsenen zu lesen. Zwischen den Lesestationen könnten Eltern gemeinsam mit den Kindern im Internet nach den Vorlagen suchen – etwa wenn Peanut, Rockwell und Little Bit ins Viertel namens „Vincents Felder“ gelangen.

Spannend und auch sehr humorvoll ist die Geschichte in jedem Fall  – nach dem Zuklappen des ersten Bandes kann man es kaum erwarten, Teil zwei in Händen zu halten. In England ist dieser bereits erhältlich.

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