Neonblut – Schatten über Zone 17

06.07.2026 von Martin Wagner

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ISBN: 979-826879446

Format: Softcover

Seiten: 293

Preis: 10,69

Erscheinungsdatum: 07.10.2025

Sprache: Deutsch

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Neonlicht flackert über nassem Asphalt, während irgendwo zwischen Datenströmen und Schatten die Wahrheit längst Ware ist. In dieser Welt aus Chrom und künstlichen Erinnerungen ist nichts wirklich greifbar, außer dem Gefühl der dauerhaften Beobachtung. Genau hier setzt Cyber-Noir an. Ein Genre, das weniger Zukunftsvision als eher ein verzerrter Spiegel unserer Gegenwart ist und deshalb genau in mein Interessengebiet passt.

Das Buch

Auch René Becker will sein Buch Neonblut – Schatten über Zone 17, dem ersten Band seiner The Fragment Cycle-Reihe als verzerrten Spiegel unserer Gegenwart verstehen. Erschienen ist das Buch in seinem Eigenverlag mit dem Namen MindMate Books bereits im Oktober 2025.

Inhalt

Wir begleiten in dem Buch Leander Kryszinski. Er ist ein ehemaliger Ermittler und Soldat. Durch einen neuen Auftrag wird er in eine Reihe mysteriöser Vermisstenfälle hineingezogen, bei denen nur digitale Fragmente der Opfer zurückbleiben. Seine Spur führt ihn in die gefährliche Zone 17. Diese Zone ist eine dystopische Stadt aus Daten und Gewalt unter dauerhafter Überwachung. Was zunächst wie ein Routineauftrag wirkt, entwickelt sich zu einem Kampf gegen das System selbst. Ein System, das Identitäten manipuliert und Erinnerungen der und an die Toten verändert. Während Leander tiefer in die Schatten der Stadt vordringt, entdeckt er, dass das Bewusstsein gespeichert und gezielt umgeschrieben werden kann. Bald jagt ihn die Regierung und er muss sich der Frage stellen, wie viel Menschlichkeit in einer Welt bleibt, in der Identität programmierbar geworden ist und wie viel seiner eigenen Identität programmiert oder echt ist.

Handwerkliches

Dieses Buch ist geschriebene Hektik. Die Sätze sind kurz, immer wieder abgehackt und erzeugen genau das Gefühl von Hektik und dauerndem Stress, das die Hauptfigur fast durchgehend empfindet. Sprachlich ist es einfach gehalten. Selbst komplexe Inhalte werden aufgrund der schnellen Handlung nur kurz erläutert.

Die Story selbst ist tiefgründig aber in einigen Momenten auch verwirrend. Ich versuche das mit einem Bild zu erklären. Angenommen man öffnet ein Verzeichnis, blickt kurz in den Inhalt, nur um dann ein Unterverzeichnis zu öffnen und so weiter. Das Ganze bleibt verborgen und man nimmt nur ausgewählte Details war.

Die einzige Figur, die ich als rund ansehe, ist der Protagonist, alle anderen Figuren dienen nur des Lenkens des Protagonisten in die eine Richtung. Umwege gibt es nicht, sondern nur ein Geradeaus. Das war zwischenzeitlich und auch am Ende in Ordnung, Am Anfang und an anderen Stellen frustrierend und langweilig. Und das obwohl viel passiert. Nein, das Buch hat mich nur oberflächlich überzeugt und einen zweiten Band werde ich nicht lesen.

Fazit

Der erste Band der The Fragment Cycle-Reihe Neonblut – Schatten über Zone 17 von René Becker konnte mich nicht überzeugen. Ein runder Protagonist ist nicht genug, dafür sorgt die übertriebene Hektik, die auch beim Leser erreicht wird, und der zu zielgerichtete Einsatz von weiteren Figuren und Antagonisten. Eine interessante Idee trifft einfach auf zu viele Mängel.

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