Gegen Aspirin hilft Trinken

30.07.2010 von Marcus Pohlmann

Gegen Aspirin hilft Trinken

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ISBN: 978-3830332343

Format: Hardcover

Seiten: 64

Preis: 9,95

Erscheinungsdatum: 27.07.2009

Sprache: Deutsch

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Dass der Verlag Lappan schon immer ein Herz für den etwas abseitigen Humor hat, wurde schon durch zahlreiche Veröffentlichungen bestätigt. In dieses Muster fügt sich das neueste Werk des Cartoonisten OL (Olaf Schwarzbach), Gegen Aspirin hilft Trinken, nahtlos ein.

Gleich eine Einschränkung vorweg, die auf den 64 Seiten gesammelten Cartoons sind nicht alle brandneu, den einen oder anderen hat der aufmerksame Leser sicherlich schon in verschiedenen Publikation gesehen, so dass sich ein kleiner Dejá Vu-Effekt einstellt. Doch es ist genug neues Material vorhanden, damit keine Langeweile aufkommt. Meist nehmen die Cartoons eine ganze Seite ein, gelegentlich teilen sich aber auch bis zu vier Bilder den Platz. Thematisch dreht es sich in der Regel bei den Cartoons um Szenen aus dem alltäglichen Leben die aufs Korn genommen werden und die sich so ähnlich durchaus abgespielt haben könnten. Allerdings überspitzt der Autor die Situationen und verleiht ihnen dadurch etwas Groteskes, auch wenn gelegentlich die „political correctness“ auf der Strecke bleibt. So setzt sich OL in seinem Band mit Passivrauchern auseinander, die reihenweise umkippen, da sie mit dem Nikotinentzug durch das Rauchverbot nicht zu Recht kommen, Vegetariern, denen Schweinespeck als Tofu-Ersatz verkauft wird oder mit typischen Kneipengesprächen. Nur selten bricht der Autor aus diesem alltäglichen Rahmen aus, wenn z.B. drei römische Legionäre während der Kreuzigung Skat spielen oder Freud auf der Psychiater-Couch über seine Geschäftsideen sinniert.

Die, zumeist krakeligen, Zeichnungen von OL sind sicherlich nicht jedermanns Sache, und auch der Humor mag stellenweise etwas befremdlich wirken. Allerdings sind die Szenen die der Cartoonist in seinen Bildern und Texten umsetzt unglaublich treffend und auf den Punkt gebracht. Ganz gleich ob es sich nun um einen Radprofi handelt, der die Dopingmittel wegen der Nebenwirkungen einnimmt oder es um die Vorteile von Schnaps gegenüber Zigaretten geht. Der Leser kann immer einen Bezug zu den Szenen herstellen und dadurch funktionieren die Cartoons auch ausgesprochen gut. Bei der Aufmachung des soliden Hardcover-Büchleins gibt es ebenfalls keinen Grund zur Kritik und so bleibt lediglich die uneingeschränkte Empfehlung dieses Werkes für den aufgeschlossenen Leser.

Vielleicht manchmal geschmacklich etwas grenzwertig aber immer lustig und treffend bieten diese Cartoons großartige Unterhaltung für zwischendurch.

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