
Kategorie: Kinder- und Jugendbuch
Autor: Marcus Raffel
Verlag: Thienemann
Genre: Fantasy, Phantastik
Serie: Flora Brimble
ISBN: 978-3522188791
Format: Hardcover
Seiten: 336
Preis: 15,00
Erscheinungsdatum: 24.03.2026
Sprache: Deutsch
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Ich bin ein großer Fan von Metaliteratur, also Literatur, die sich mit ihrem eigenen Entstehen oder dem Akt des Schreibens und Lesens auseinandersetzt. Beispiele wie Die unendliche Geschichte oder Don Quijote faszinieren mich, da sie das Schreiben selbst thematisieren. Als ich hörte, dass Flora Brimble und der verlorene Frühling von Marcus Raffel einen solchen Hintergrund hat, war ich sofort begeistert. Ja, dass der Roman in Rye spielt, einem meiner Lieblingsorte in Südengland, trug auch seinen Teil dazu bei.
Das Buch
Das Kinder- und Jugendbuch erschien Ende März beim Thienemann Verlag und ist Marcus Raffels zweiter Roman. Der Autor, eigentlich bekannt für Drehbücher, wurde von Max Meinzold unterstützt, dessen innovative Illustrationen das Buch sowohl visuell als auch inhaltlich bereichern.
Der Inhalt
Wie es der Titel schon sagt, begleiten wir Flora Brimble. Sie ist ein junges Mädchen aus Rye. Dort dauert der Winter nun schon über das normale Maß hinaus an. Das wirkt sich auch auf Flora Brimble aus. Diese fühlt sich genauso düster, wie die graue Welt um sie herum. Doch als sie an ihrem Geburtstag eine besondere Tinte erwirbt, beginnt für sie ein Abenteuer, das ihr Leben verändern wird. Flora ist entschlossen, den Frühling zurückzubringen. Sie begibt sich auf die Suche nach der Maikönigin, deren Zauber die Sonne und die Blumen wieder erblühen lassen können. Auf ihrer Reise in eine fantastische Welt trifft sie auf einen weisen Kobold, ein sprechendes Eichhörnchen und eine finstere Hexe. Mit einer gehörigen Portion Fantasie, treuen Freunden und einem Hauch von Magie überwindet Flora ihre Ängste und erkennt, welch große Kraft in einer Geschichte, die man selbst schreiben kann, und in der Hoffnung selbst steckt.
Das Handwerkliche
Über das Cover und die bereichernden Illustrationen im Buch habe ich bereits geschrieben. Zu einem Buch gehören aber natürlich mehr Dinge, als nur Illustrationen, es geht um den Inhalt und das Schreiben als solches. Inhaltlich haben wir eine packende Geschichte mit einem bemerkenswerten metaliterarischen Element. Flora schreibt die Geschichte nämlich selbst und hat dabei vieles selbst in der Hand. Ohne ihre Freunde und ohne Hoffnung, kann das aber nichts werden. Da sind wir schon wieder tief im Buch, es passt aber auch an dieser Stelle, denn diese Themen sind perfekt für Kinder und Jugendliche geeignet. Dazu kommen lebendige runde Prota- und Antagonist*innen, eine spannende Geschichte mit interessanten Wendungen, eine liebevoll ausgearbeitete Welt und viele wirklich bildstarke Beschreibungen, die ein Kopfkino entstehen lassen. Marcus Raffel versteht sein Handwerk!
Fazit
Flora Brimble und der verlorene Frühling ist ein faszinierendes Buch. Es bietet nicht nur eine fesselnde Geschichte, sondern thematisiert auch den Akt des Schreibens und Erzählens selbst. Raffel gelingt es, tiefgründige Themen wie Hoffnung und Selbstbestimmung in einer Welt voller Fantasie und Magie zu verpacken. Junge und ältere Leser, die sich für die Kraft des Erzählens interessieren, kommen hier definitiv auf ihre Kosten.
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