Eine Hand voller Sterne

11.06.2007 von Miriam Fritsch

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Eine Hand voller Sterne zeigt die Lebenswelt eines 14jährigen Bäckerjungens aus Damaskus (Syrien). Über zwei Jahre lang berichtet der Junge in seinem Tagebuch von seinen Erlebnissen und Gedanken. Sein Vater möchte, dass er mit in der Bäckerei arbeitet, doch der Junge würde viel lieber in die Schule gehen und sein Traum ist es eines Tages Journalist zu werden, was in Syrien kein ungefährlicher Beruf ist. Er erzählt von der Schule, seinen Freunden, seiner Familie und auch von Nadia, die er liebt. Obwohl viel Armut und Ungerechtigkeit in Damaskus existiert, gibt es auch viele schöne Momente in dem Leben des Bäckerjungen. Einer dieser Augenblicke ist der Tag, an dem sein Gedicht in einem schönen Gedichtband veröffentlicht wird, was er u.a. einem engagierten Lehrer zu verdanken hat.

Der Leser erfährt in dem Buch viel über das Leben eines normalen Kindes in Damaskus, einem Land in dem vieles anders ist als in Deutschland, in dem Kinder und Jugendliche aber auch ähnliche Träume haben wie die Kinder hier.

Zu Beginn des Buches erscheint einem die Erzählung ein wenig langweilig, doch schon nach kurzer Zeit findet man Interesse am Leben des pfiffigen Bäckerjungens und man verfolgt gespannt seine Erlebnisse und hofft mit ihm, dass seine Träume wahr werden. Die Erlebnisse und somit auch die Tagebucheinträge werden zum Ende des Buches hin immer spannender, denn zunehmend geht es nicht nur um kleine Erfahrungen in der Schule oder in der Familie, sondern auch um Leben und Tod.

Das Buch Eine Hand voller Sterne ist in einer einfachen, aber dennoch schönen Sprache geschrieben, so dass sich das Buch gut lesen lässt. Sicherlich erscheint es einem manchmal so, dass die Sätze für Tagebucheinträge eines 14jährigen sehr ausformuliert sind (so kommt u.a. auch wörtliche Rede vor), aber dennoch spiegeln sie immer die Sichtweise eines Teenagers wieder.

Insgesamt ist dieses Buch von Rafik Schami, der selbst in Damaskus geboren wurde, ein sehr schönes Buch für Kinder ab ca. 12 Jahren. Zum Vorlesen eignet es sich jedoch weniger gut, da es durch Einträge, die teilweise kaum länger als ein Satz sind, sehr zerstückelt wirken würde.

Eine Hand voller Sterne war auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises 1988. Es enthält, wie alle Bücher der Reihe Junge Bibliothek ein Lesebändchen.

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