Wo ist bitte Umtata?

21. Mai 2016 von Marcus Pohlmann

Wo ist bitte Umtata?

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 08.10.2015

Sprache: Deutsch

Quiz-Spiele hat der moses.-Verlag aus Kempen sicherlich in ausreichender Menge und in allen möglichen Varianten im Programm. Was bisher gefehlt hat war ein Spiel, dass sich der Geographie widmet. Die Lücke soll nun Wo ist bitte Umtata? schließen, bei dem bis zu fünf Spieler ihr sehr spezielles Wissen über Europa unter Beweis stellen müssen.

Das zentrale Element des Spielmaterials bildet die Europakarte, die in vier Teile, Nord, Süd, Ost und West aufgeteilt ist. Zudem sind die einzelnen Länder farblich voneinander abgesetzt und mit den Illustrationen einiger typischer Sehenswürdigkeiten verziert. Auch eine Leiste mit Siegpunkten findet sich auf dieser Karte. Für jeden Spieler gibt es einen hölzernen Spielstein sowie eine Drehscheibe, mit der sich Himmelsrichtung und Länderfarbe einstellen lassen. Auch ein Papp-Kartenhalter, der erst zusammengebaut werden muss, liegt bei, dieser nimmt dann die 300 Karten mit den eigentlichen Quizfragen auf. Diese beinhalten auf der einen Seite eine länderspezifische Aussage, wobei das tatsächliche Land durch „Umtata“ ersetzt wurde; auf der Rückseite findet sich die richtige Antwort nebst einer kurzen Erklärung. Daneben liegt dem Spielmaterial noch die sechsseitige Anleitung bei, auch die eigentliche Verpackung wird im Spielverlauf benötigt.
Nachdem jeder Spieler seine Farbe gewählt hat, wird die Aussage der ersten Karte vorgelesen, beispielsweise „In Umtata ist Bier erst seit 1989 legal.“. Die Spieler stellen nun auf ihren Drehscheiben die Himmelsrichtung ein, in der ihrer Meinung nach das gesuchte Land liegt, außerdem die Farbe des Landes. Wer glaubt, den Namen des Landes zu kennen, wirft seine Drehscheibe direkt in die Spielschachtel, in den dafür vorgesehenen Bereich.
Haben nun alle Spieler ihre Scheiben eingestellt wird die Karte umgedreht und die Antwort vorgelesen. Hat ein Spieler die Himmelsrichtung und/oder die Farbe richtig eingestellt, so bekommt er dafür jeweils einen Punkt. Konnte er den Namen des Landes sogar richtig benennen, gibt es dafür drei Punkte. Anschließend wird die nächste Runde gespielt, so lange bis ein Spieler die Partie mit 16 Punkten gewinnt.

Das Spektrum der Fragen bei Wo ist bitte Umtata? ist breit gefächert und reicht von relativ einfach („Umtata gewann 2006 die Fußball-WM.“) bis ziemlich abstrus („Das traditionelle Weihnachtsessen in Umtata ist ein roher Vogel, der in Fell gewickelt mehrere Monate lang vergraben wurde.“). Sehr schön ist, dass die Spieler auf der Rückseite der Karte eine recht ausführliche Antwort zur Quizfrage finden, so kommt noch ein kleiner Lerneffekt hinzu.
Da es keine Sanktionen für falsche Antworten gibt, kann ein Spieler im Zweifelsfall auch einfach wild raten wo sich das gesuchte Land befindet und hat immer noch gute Chancen zumindest einen Punkt zu ergattern. Um die Spieler über einen längeren Zeitraum zu fesseln fehlt dem Spiel zwar letztendlich die Substanz, aber für eine kurze, schnelle Runde bietet das Quiz recht gute Unterhaltung. Auch jüngere Spieler sollten keine Probleme damit haben und der Informationseffekt der Karten ist tatsächlich nicht zu unterschätzen.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist die Qualität des Spielmaterials. Während die Schachtel und die Europa-Karte selbst stabil und ansprechend gestaltet sind, wurden die Karten auf einem recht labberigen Karton gedruckt, nicht auf dem für Spielkarten gängigen Material. Auch die Drehscheiben, auf denen die Spieler ihre Tipps einstellen sind nicht sonderlich stabil und müssen schon beinahe vorsichtig behandelt werden. Optisch präsentieren sich alle Spielmaterialien als minimalistisch aber hübsch aufgemacht und auch die Anleitung gibt keinen Anlass zur Kritik.

moses. bescheren den Spielern hier ein schnelles aber auch lustiges Spiel, dass einige interessante Fakten über unsere europäischen Nachbarn zusammen trägt.

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