Vampire Queen

20. April 2016 von Marcus Pohlmann

Vampire Queen

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Erscheinungsdatum: 01.02.2016

Sprache: Deutsch

Es ist müßig an dieser Stelle Worte über Wolfgang Kramer zu verlieren, zählt er doch zweifellos zu den produktivsten und bekanntesten deutschen Spielautoren. Über den renommierten Verlag Schmidt Spiele veröffentlicht er nun mit Vampire Queen ein kleines Kartenspiel, bei dem bis zu 13 Spieler ihre Vampire vor dem Sonnenlicht in Sicherheit bringen, also die Handkarten ablegen, müssen.

Neben Spielregeln in deutsch, englisch, französisch und italienisch enthält die Schachtel noch 110 Karten. Karten mit den Werten 1 bis 13 kommen jeweils acht Mal vor, die Vampire Queen, als eine Art Joker der jeden Zahlenwert annehmen kann, ist vier Mal vorhanden und schließlich gibt es noch zwei Vampirjäger, die die Vampire daran hindern wollen die rettende Gruft zu erreichen.
Abhängig von der Spieleranzahl erhält jeder Spieler zwischen 9 und 13 Karten, wobei zwei Spieler noch jeweils zusätzlich die Vampirjäger, bekommen. Ist ein Spieler an der Reihe, so kann er eine oder mehrere Karten mit dem gleichen Vampir ablegen, der nächste Spieler muss nun die gleiche Anzahl Karten, aber mit einem höheren Zahlenwert legen oder passen. Beispielsweise legt der erste Spieler drei Vampire mit Wert „3“; der folgende Spieler muss nun drei Karten mit dem Wert „4“ oder höher legen. Ist es einem Spieler nicht möglich zu erhöhen, so muss er passen. Haben alle Spieler ihre Karten gelegt oder gepasst werden die ausgespielten Karten abgelegt; sie haben die Gruft erreicht und sind vor dem Sonnelicht geschützt, und der Spieler, der die höchsten Vampire gespielt hat beginnt den nächsten Durchgang.
Hat der aktuelle Startspieler einen (oder auch beide) Vampirjäger auf der Hand kann er diesen anstatt eines Vampirs spielen. In solch einem Fall muss jeder Spieler eine Karte ablegen, wobei diesmal Reihenfolge und Zahlenwert egal sind; der Spieler mit der höchsten Karte bekommt sämtliche Karten einschließlich des Vampirjägers und ist neuer Startspieler.
Gelingt es einem Spieler alle seine Handkarten loszuwerden, so wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt. Danach addiert jeder Spieler die Werte seiner verbliebenen Handkarten und notiert diese. Anschließend bekommen alle Spieler neue Karten, wobei die beiden Vampirjäger auf der Hand der Spieler verbleiben. Der Spieler mit dem 20er Vampirjäger wird nun der neue Startspieler und die nächste Runde beginnt.
Sind fünf Durchgänge gespielt, so gewinnt der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Aufmerksam geworden bin ich auf Vampire Queen durch die gelungenen Illustrationen von Irene Bressel, die hier einige wirklich stimmungsvolle Bilder abliefert. Doch auch das Spiel selbst kann durchaus für einige nette Spielrunden sorgen. Je mehr Spieler an einer Runde teilnehmen, desto interessanter wird das Spiel und umso mehr Möglichkeiten bleiben zum Taktieren und Planen. Allerdings steigert sich die Spieldauer auch mit der höheren Spielerzahl spürbar, bleibt aber meist unter 45 Minuten. Dies macht das Spiel zu einem recht passablen Lückenfüller oder Absacker, da die intellektuellen Anforderungen an die Spieler nicht ganz so hoch sind.
Die Anleitung lässt, Dank einiger Beispiele, keine Fragen offen. Zudem stellt der Verlag auf seiner Homepage noch ein kleines Tutorial-Video zur Verfügung, bei dem sich die Spieler den Ablauf einer Runde im Detail anschauen können.

Das Kartenspiel von Schmidt Spiele ist jetzt nicht wirklich originell, macht aber vor allem in großer Runde Spaß und kann auch optisch beeindrucken.

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