Smash Up Kuschelattacke

7. Juni 2015 von Marcus Pohlmann

Smash Up Kuschel

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Erscheinungsdatum: 01.06.2015

Sprache: Deutsch

Wenn ich mich nicht verzählt habe, dann legen Pegasus Spiele mit der Kuschelattacke schon die mittlerweile sechste Erweiterung für das Kartenspiel Smash Up vor. Drehten sich vorangegangene Erweiterungen um Kultisten, Agenten oder Horrorgestalten, so zeichnen sich die vier Fraktionen dieses Sets vor allem durch einen ausgesprochen hohen Niedlichkeits-Faktor aus.

Wer sich unter dem Begriff „Deckmix-Kartenspiel“ nicht wirklich etwas vorstellen kann, dem sei die Rezension des Grundspiels Smash Up empfohlen, die HIER zu finden ist. Kurz gesagt kombiniert jeder Spieler zwei Kartendecks verschiedener Völker und versucht damit Basen einzunehmen und dadurch die 15, zum Sieg benötigten, Punkte zu erreichen.

Mit der Kuschelattacke bekommen die Spieler vier Kartendecks mit jeweils 20 Karten für die neuen Fraktionen, die acht dazugehörigen Karten mit den Basen, einen Stanzbogen mit Siegpunktmarker und großformatige Kartentrenner, um die Karten auch ordentlich in die Box der Smash Up Geek Edition einsortieren zu können. Dazu liegt außerdem noch die 16seitige, kleinformatige Anleitung der kleinen Schachtel bei.
Wie schon der Titel dieser Erweiterung vermuten lässt handelt es sich bei den neuen Fraktionen um Schmusekätzchen, Prinzessinnen, Mystische Pferde und Feen. Jeder dieser Fraktionen verfügt dabei über ihre ganz eigenen Stärken und einen individuellen Spielstil. So bieten die Schmusekätzchen beispielsweise viele Möglichkeiten, gegnerische Kreaturen zu beeinflussen, sogar diese temporär zu übernehmen. Die Feen haben dagegen sehr vielseitige Möglichkeiten ins Spielgeschehen einzugreifen. Ganz gleich, ob sie mehr Aktionen ausführen oder Karten ziehen wollen, Kreaturen stärken oder schwächen oder einfach die gegnerische Taktik komplett durcheinander bringen, es findet sich irgendwo in diesem Deck die passende Karte dazu. Auch die Prinzessinnen verfügen über eine recht ausgewogene Mischung an Aktionsmöglichkeiten, mit deren Hilfe Karten zerstört oder verschoben werden können. Allerdings verfügen sie lediglich über sechs, immerhin recht starke Kreaturen, was die Platzierung an den Basen schwierig macht. Die Mystischen Pferde schließlich verfügen über zahlreiche Synergie-Effekte, die meist von der Anzahl der eigenen Kreaturen an einer Base abhängig sind. So lassen sich scheinbar schwächliche Kreaturen sehr schnell und einfach zu beeindruckender Stärke aufbauen. Dabei hilft zudem, dass viele Karten aus dem Deck es ermöglichen, eigene Kreaturen fast beliebig zwischen den Basen zu verschieben.
Für jede der Fraktionen gibt es zudem zwei thematisch abgestimmte Basen, die es zu erobern gilt und die wiederum über besondere Fähigkeiten verfügen. So können beispielsweise auf das „Schloss aus Eis“ keine Kreaturen direkt gespielt werden oder hat ein Spieler mindestens zwei Kreaturen im „Ponyland“, so können diese nicht zerstört werden.

Paul Peterson gelingt es auch mit Smash Up Kuschelattacke wieder, eine Erweiterung abzuliefern, die das bewährte Spielkonzept beibehält, mehr Auswahl bietet aber dabei nicht die Spielbalance kippt. Natürlich sind auch mit dieser Erweiterung unschöne Kombinationen möglich, vor allem die Mystischen Pferde können zusammen mit einer Fraktion die über viele Kreaturen verfügt sehr schnell sehr stark werden. Die anderen drei Fraktionen sind dagegen ausgeglichen, bieten aber auch in spielerischer Hinsicht genug Möglichkeiten um sie interessant zu machen. Wie auch schon bei den anderen Erweiterungen, so können zwei Spieler mit Kuschelattacke ohne das Grundspiel oder andere Erweiterungen sofort losspielen, allerdings funktionieren die hier enthaltenen vier Fraktionen nicht wirklich gut miteinander.
Die Regeln sind praktisch identisch mit den anderen Erweiterungen, allerdings ist die Farbwahl, sowohl der Schachtel, als auch des kleinen Heftes nun in einem dezenten Pink gehalten. Für die grafische Gestaltung ist diesmal das 2Minds Studio verantwortlich, die tatsächlich einige wirklich zuckersüße Illustrationen abliefern. Mir persönlich gefallen dabei die Schmusekatzen mit ihren großen traurigen Kulleraugen am Besten, während die Pferde nicht ganz so gelungen sind.

Spielerisch wird bei Smash Up Kuschelattacke nichts Neues geboten, dafür wird die Auswahl der Fraktionen weiter ausgebaut und die Spieler bekommen einige wirklich niedlich Illustrationen.

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