Schotten Rennen

17. Oktober 2012 von Marcus Pohlmann

Schotten Rennen

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Spieleranzahl: 2 bis 4 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.08.2012

Sprache: Deutsch

Mit Schotten Rennen beschert uns der hessische Spieleverlag Amigo das dritte Spiel aus der neuen Reihe der Würfelspiele. Bildeten in den ersten beiden Teilen Piraten und Wanzen die Grundlage zum Spiel, so führt uns der Autor Thorsten Löpmann diesmal ins schottische Hochland, wo bis zu vier Spieler am Rennen durch den Hindernisparcours teilnehmen können.

Die Ausstattung des Spiels kann sich, trotz des geringen Preises durchaus sehen lassen. In der schon charakteristischen Box, die auch als Würfelbecher fungiert, findet der neugierige Spieler 12 Glasmarker um die Risikosteine darzustellen, 24 Streckenkarten, jeweils einen großen und einen kleinen Spielstein für jeden Spieler, zwei normale sechsseitige Würfel und den besonderen Risikowürfel, der neben den Zahlen eins bis vier auch ein rotes X und einen grünen Haken zeigt. Abgerundet wird das Spielmaterial von der Anleitung, die, wie bei den anderen Spielen der Serie auch, recht kurz ausgefallen ist. Bevor das Wettrennen jedoch starten kann, muss die Strecke aufgebaut werden. Hier stehen die Spieler vor der Wahl, die normale Variante oder das etwas schwierigere Profirennen zu absolvieren. Die zwölf Karten der ausgewählten Variante werden gemischt und zwischen den Start- und Zielkarten platziert. Ziel des Spiels ist es, als Erster den Parcours zu durchqueren und die Konkurrenz dabei hinter sich zu lassen. Dazu muss der Spieler, wenn er an der Reihe ist, zwei Würfel werfen und die aufgedruckte Zahl auf der nächsten Karte erreichen oder übertreffen. Gelingt dies, so zieht er eine Karte weiter. Nun kann sich der Spieler überlegen seinen Zug zu beenden, indem er einen Schottenstein setzt und so seine Position sichert. Ist der Spieler jedoch risikofreudig, kann er seinen Zug fortsetzen und versuchen auch die nächste Karte zu erreichen. Schlägt dieser Versuch jedoch fehl, so muss er auf das Feld zurück, auf das er seinen Schottenstein zuletzt gelegt hat. Eine Chance gibt es allerdings noch für den Spieler: Setzt er seinen seiner drei Risikosteine ein, so kann er versuchen, sein Ergebnis mit dem Risikowürfel zu verbessern. Endet der Zug eines Spielers, gleich ob freiwillig oder erzwungen, so ist der nächste Spieler an der Reihe sein Glück zu versuchen. Der Spieler, dem es gelingt, vor den Mitspielern das Zielfeld zu erreichen hat schließlich gewonnen.
Beim Profirennen werden vier der normalen Karten gegen besondere Karten ausgetauscht. Diese ermöglichen es, mehrere Karten zu überspringen, bringen variable Zielzahlen ins Spiel und sorgen generell für etwas mehr Abwechslung.

Die Aufmachung des Spiels ist gewohnt hochwertig, die Farben der Spielfiguren gut zu unterscheiden und die Illustrationen der Karten sind stimmig. Auch die reich bebilderte und mit zahlreichen Beispielen versehene Anleitung bietet keinen Anlass zur Kritik, werden doch alle Spielsituationen und die Abläufe ausführlich und verständlich erklärt. Einzig das Spiel selbst will mir nicht so recht zusagen. In der normalen Variante ist es, selbst für die angepeilte Zielgruppe der Spieler ab acht Jahren, nur die ersten ein oder zwei Spielrunden wirklich spannend und selbst beim Profirennen hängt zu viel vom Ergebnis eines einzelnen Wurfes ab. Die einzige Entscheidung, die ein Spieler zu treffen hat, ist, ob er weiter würfelt oder seinen Zug beendet. Der Einsatz der Risikosteine entschärft den Glücksfaktor nur minimal und es kann durchaus vorkommen, dass ein Spieler schon die halbe Strecke zurückgelegt hat, während die anderen noch auf dem Startfeld stehen. Auch eine Interaktion zwischen den vier Spielern findet praktisch nicht statt, jeder würfelt mehr oder minder unbehelligt von den anderen vor sich hin.

Für begeisterte Würfler bietet Schotten Rennen sicherlich kurzfristig gute Unterhaltung, allerdings verfügt das Spiel nicht über genug Tiefgang um länger zu fesseln.

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