Quanto

17. August 2015 von Marcus Pohlmann

Quanto

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Genre: ,

Erscheinungsdatum: 01.12.2014

Sprache: Deutsch

Mike Fitzgerald dürfte dem einen oder anderen Spielebegeisterten vielleicht als Autor der Mystery Rummy-Serie bekannt sein. Ein völlig anderes Spielprinzip legt er nun mit dem Kartenspiel Quanto vor, dass sich zudem auch an eine deutlich jüngere Zielgruppe richtet. Bis zu sechs Spieler können bei dem Spiel, das vom hessischen Verlag Amigo veröffentlicht wird, Summen bilden und damit Karten sammeln.

Das Spielmaterial das sich in der kleinen Schachtel befindet ist recht überschaubar: neben der kurzen Anleitung liegen acht Papp-Marker, die Quanto-Plättchen, mit den Zahlen fünf bis zwölf und insgesamt 110 Karten mit Zahlenwerten zwischen eins und zwölf sowie einige Joker und Regenbogenkarten bei.
Jeder Spieler bekommt vier Handkarten, bei fünf und sechs Spielern sind es fünf. Auch in die Mitte des Tisches kommt eine allgemeine Auslage mit vier oder fünf Karten. Die Quanto-Plättchen werden für alle Spieler erreichbar darüber gelegt und damit sind die Spielvorbereitungen auch abgeschlossen.
Ist ein Spieler am Zug, so muss er eine Karte ausspielen und sich für eine von drei Aktionsmöglichkeiten entscheiden. So kann er eine Karte mit einem beliebigen Zahlenwert ausspielen, was es dem Spieler ermöglicht alle Karten mit dem gleichen Wert und auch alle Karten, die in der Summe diesen Wert ergeben aus der Auslage auf seinen Gewinnstapel zu legen. Bei der zweiten Möglichkeit bildet der Spieler den titelgebenden Quanto, in dem er eine Karte vor sich ablegt und eine weitere Karte aus der Auslage nimmt. Ebenfalls legt er das Quanto-Plättchen vor sich ab und kann in weiteren Runden versuchen, diesem Stapel mehr Karten hinzuzufügen (wenn diese die gleiche Summe ergeben) oder ihn abschließen, falls er eine Karte mit dem gleichen Wert wie das Plättchen ablegt. Als letzte Option kann ein Spieler auch einfach eine seiner Handkarten abwerfen, wobei die Karten mit 1, 2 und 3 zusätzliche Spieleffekte haben, beispielsweise müssen die Mitspieler dem Spieler eine Karte geben, er kann eine weitere Karte ausspielen oder mehrere Karten vom Stapel ziehen. Abschließend werden sowohl die Auslage wie auch die Handkarten wieder auf das entsprechende Limit aufgefüllt.
Danach ist der nächste Spieler an der Reihe und dieser Ablauf wird so lange fortgesetzt, bis die Karten des Nachziehstapels aufgebraucht sind. Nun werden die Karten gezählt, die jeder Spieler in seinem Gewinnstapel liegen hat, der Spieler mit den meisten Karten gewinnt dabei das Spiel.
Als Variante lässt sich Quanto auch mit zwei Zwei-Spieler-Teams spielen, wobei hier der Spielablauf in einigen Details geändert wird. So können die Teammitglieder beispielsweise untereinander Karten austauschen oder den Quanto des anderen ausbauen.

Die kurzen Regeln zu  sind nicht sonderlich kompliziert, allerdings etwas umständlich geschrieben, so dass ich trotz bebilderter Beispiele mehrere Anläufe benötigte um sie zu verstehen. Haben die Spieler jedoch erst einmal die Spielmechaniken begriffen, so laufen die Runden zumeist recht flüssig ab. Der eine oder andere Spieler mag hierbei zwar dazu tendieren, alle Möglichkeiten durchzukalkulieren um doch noch eine Karte mehr heraus zu schlagen, aber da sich das Spiel an eine eher jüngere Zielgruppe richtet, dürfte das nicht häufig vorkommen. Das Spielprinzip ist dabei einigermaßen durchdacht und funktioniert recht gut, allerdings will mir das Spiel nicht so recht Spaß machen. Die Interaktion zwischen den Spielern ist praktisch nicht vorhanden und für mich passiert während des Spiel einfach zu wenig, als dass es mich wirklich fesseln könnte. Der Quanto selbst wurde bei meinen Testspielen übrigens ausgesprochen selten erfolgreich genutzt, da häufig die passende Abschlusskarte fehlte. Die Spieldauer übersteigt selten eine gute Viertelstunde, so dass keine Langeweile aufkommt und auch die Aufmerksamkeitsspanne jüngerer Spieler nicht über Gebühr strapaziert wird.

Amigo legen hier ein kurzes, (zumeist) schnelles Spiel über Summen und Kartenkombinationen vor, dessen Reiz sich nicht unbedingt jedem Spieler erschließt.

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