Professor Layton und der Ruf des Phantoms

2. März 2012 von Averan

Professor Layton und der Ruf des Phantoms

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Spieleranzahl: Single

Altersempfehlung: ab 0

Spieldauer: ca. 15 Stunden

Erscheinungsdatum: 01.11.2011

Sprache: Deutsch

Drei große Geheimnisse hat Professor Layton mit seinem Assistenten Luke Triton schon gelöst. Nach dem geheimnisvollen Dorf, der verlorenen Zukunft und der Schatulle der Pandora erschien nun der vierte Teil von Level 5 und Nintendo: Professor Layton und der Ruf des Phantoms. Das Abenteuer ist aber keine Fortsetzung der bisherigen, sondern die Vorgeschichte. Sie erzählt, wie der Professor den Jungen Luke kennen lernte.

Neues Rätsel für Professor Layton: Ein Phantom verbreitet Angst und Schrecken

Hershel Layton macht Bekanntschaft mit Emmy Alatava, seiner neu zugeteilten Assistentin. Bevor sie sich jedoch richtig kennen lernen können, erreicht sie ein Brief, in dem eine versteckte Botschaft enthalten ist. Sie kommt von Laytons altem Freund Clark, der in dem kleinen Dorf Misthallery lebt. Dort scheint merkwürdiges vorzugehen, denn die versteckte Botschaft ist schon das erste Rätsel, dass gelöst werden muss. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise in das Dorf und besuchen Clark, der jedoch sehr beschäftigt ist und nichts von dem Brief weiß. Anscheinend hat sein Sohn diese Nachricht verfasst. Der kleine Luke weigert sich jedoch mit Layton zu sprechen, bevor er nicht eines seiner Rätsel gelöst hat. Damit muss er beweisen, dass er der einzig wahre Hershel Layton ist. Gelingt ihm das, schließt sich Luke ihnen an und berichtet über seltsame Geschehnisse, die immer wieder passieren.

Ein Phantom macht nachts die Straßen unsicher, zerstört ganze Häuser und Luke ist der einzige, der weiß wann und wo die Angriffe stattfinden. So kann er die Bewohner rechtzeitig warnen und die Viertel evakuieren lassen. So werden zwar keine Menschen verletzt, aber eine Lösung des Problems ist das noch lange nicht. Gemeinsam befragen sie die Bewohner, um herauszufinden, wer hinter dem Phantom stecken könnte und welchen Sinn die Angriffe haben. Dabei müssen sie natürlich auch immer wieder kleinere Rätsel lösen, um die Einwohner davon zu überzeugen, dass sie würdig sind Informationen zu erhalten.

 

Spielkonzept: Rätsel lösen

Professor Layton und der Ruf des Phantoms - Bewegung durch das Dorf © Nintendo

Professor Layton und der Ruf des Phantoms – Bewegung durch das Dorf
© Nintendo

Endlich ist es soweit. Im Jahresrhythmus veröffentlicht Nintendo die Layton-Spiele, denen sich eine große Fangemeinde angeschlossen hat. Die Spielweise bietet zu den Vorgängern nichts Neues. Es bleibt beim Alten: Professor Layton versucht mit seiner Crew dem großen Geheimnis auf die Spur zu kommen und muss dabei ganz viele kleine Rätsel lösen. Diese sind teilweise sehr versteckt und auch nicht immer einfach, doch zum Glück ist er nicht allein. Hin und wieder fallen den Protagonisten auch bei bestimmten Geschehnissen Rätsel ein, die der Spieler zunächst lösen sollte, denn wie das bei Layton so ist, kann er keiner Knobelaufgabe aus dem Weg gehen, egal wie sehr die Zeit drängt.

Um auch die wahren Nussknacker unter den Rätseln zu lösen, hat der Spieler die Möglichkeit Hinweise freizuschalten. Dazu muss er aber zunächst versteckte Münzen sammeln, die er zum Freikaufen der Informationen benötigt. Dies führt dazu, dass der Spieler bei jeder Sequenz im Bild zahlreiche Ecken mit dem Stift antippt. Überall können sich die Münzen befinden: hinter einem Fensterbalken, in einem Gebüsch oder in einem Abwasserrohr. Nahezu jeder Charakter, dem sie begegnen und den sie auch ansprechen, bietet ein Rätsel im Laufe der Geschichte. Löst der Spieler diese nicht, ist es kein Beinbruch, denn er kann bereits entdeckte Rätsel auch später lösen. Verpasste Rätsel sind auch kein großes Problem, denn später treffen Layton und seine Freunde auf den Kater Kietz, der all diese Aufgaben gesammelt hat und dem Spieler zur Verfügung stellt.

Hauptplot und Minigames

Professor Layton und der Ruf des Phantoms - Rätsel © Nintendo

Professor Layton und der Ruf des Phantoms – Rätsel
© Nintendo

Wer die bisherigen Spiele kennt, dem ist die Grafik nicht fremd. Da Level 5 ein japanischer Spielentwickler ist, wundert es auch nicht, dass alles einen gewissen Manga-Stil aufweist. Der Spieler kämpft sich von Bild zu Bild, alles ist nahezu unbeweglich, es sei denn die Aufmerksamkeit soll auf einen bestimmten Punkt gelenkt werden. So versteckt sich ein Charakter beispielsweise gerne hinter einem Regal oder einem Gebüsch und wackelt dabei mit einem Körperteil hin und her, das hervorlugt. Spricht ein Charakter, so wird dieser eingeblendet mitsamt Namen und Text, eine Sprachausgabe gibt es in diesen Momenten nicht. Kommen die Protagonisten aber an einen wichtigen Punkt, so wird eine Videosequenz eingeblendet. Diese ist meist nicht lang, lässt sich dafür aber auch nicht wegdrücken. Dies schadet jedoch nicht, denn die Animation ist schön herausgearbeitet und natürlich auch mit Sprachausgabe versehen.

Wem der Hauptplot und die Rätsel noch nicht reichen, der kann drei zusätzliche Minispiele freischalten. Für diese gibt es bei zahlreichen Charakteren auch neue Episoden. So kann der Spieler nicht nur das eine oder andere Theaterstück aufführen, sondern auch einen Zug auf dem kürzesten Weg durch alle Bahnhöfe befördern oder mit einem Fisch in einem Zug Münzen sammeln lassen. Selbst wenn also die Hauptgeschichte erzählt ist und Layton mit seinen Freunden das große Geheimnis gelüftet hat, gibt es für den Spieler noch einiges zu tun.

Knobelspaß auf hohem Niveau

Professor Layton und der Ruf des Phantoms - Minispiel © Nintendo

Professor Layton und der Ruf des Phantoms – Minispiel
© Nintendo

Laut USK ist das Spiel ab 0 Jahren freigegeben, Sinn macht es aber nicht für jede Altersgruppe. Kleinere Kinder werden definitiv Probleme mit den Rätseln haben, denn häufig sind sie sogar für Erwachsene eine kleine Herausforderung. Stellenweise ist auch die Beschreibung ein wenig wirr oder nicht deutlich genug, sodass auch Genies den einen oder anderen Hinweis brauchen, um überhaupt zu verstehen, was gefragt ist. Nichts desto trotz ist Professor Layton und der Ruf des Phantoms für Rätselfans und Liebhaber der Reihe absolut empfehlenswert.

Auch wenn nicht viel Neues geboten ist, so ist es zumindest eine Abwechslung zu den Vorgängern mit neuen Abenteuer und weiterer Rätsel. Wem dies noch nicht genug ist, der kann sich auch im wöchentlichen Takt zusätzliche Aufgaben aus dem Internet herunterladen. Ein letztes, aber kaum auffallendes Manko ist die Edition, die auf dem deutschen Markt erschienen ist: Im japanischen Original und der englischen Version gibt es noch ein enthaltenes Rollenspiel, das hier weggelassen wurde. Dennoch, viele Stunden Spielspaß sind auch so gegeben.

Insgesamt ist Der Ruf des Phantoms eine gelungene Fortsetzung, welche die Vorgeschichte zu den bisher erschienenen Teilen erzählt. In einer Sammlung der Layton-Spiele darf auch dieser Teil nicht fehlen. Wer auf Knobelspaß nicht verzichten kann, der sollte unbedingt mehr als nur einen Blick auf diese Reihe werfen.

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