Mr Lister’s Quiz Shootout

25. April 2016 von Marcus Pohlmann

Mr Lister's Quiz Shootout

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Erscheinungsdatum: 15.10.2015

Sprache: Deutsch

Der moses. Verlag kann mittlerweile mit einer recht beeindruckenden Auswahl von Ratespielen für praktisch alle Zielgruppen und zu jedem erdenklichen Thema aufwarten. Mit Mr Lister’s Quiz Shootout kommt nun ein Spiel hinzu, dass sich, zumindest der Hintergrundgeschichte nach, an eine eher trinkfeste, robuste Klientel wendet und mit bis zu zwölf Spielern in mehreren Teams gespielt werden kann.

Auf Schachtel und Anleitung prangt ein prächtiger Schnurrbart, der sich dann auch als Accessoire in Form eines Radiergummies der Box wieder findet. Hinzu kommen vier Bleistifte sowie zwei Blocks, auf denen die Teams ihre Antworten notieren können. Eine vierseitige Anleitung fasst die wenigen Regeln und die Hintergrundgeschichte von Mr Lister zusammen und schließlich gibt es noch den Kern des Spiels, die 120 Karten mit den Quizfragen. Die Karten haben drei verschiedene Rückseiten auf denen Getränke abgebildet sind, die es im Spielverlauf zu sammeln gilt. Auf der Vorderseite befinden sich die Fragen, bei denen mehrere Antworten erraten werden müssen, beispielsweise wie die 14 von Pixar veröffentlichten Animationsfilme heißen oder aus welchen 16 Instrumenten ein klassisches Sinfonieorchester besteht. Vor jeder Antwort ist ein Kästchen, dass der Spielleiter, hier Mr Lister genannt, abhaken kann wenn die richtige Antwort genannt wurde. Die meisten Begriffe verfügen über weiße Kästchen, einige jedoch, die schwierig zu erratenden, über gelbe. Darüber hinaus findet sich auf jeder Karte eine abschließende Schätzfrage um bei Gleichstand eine Entscheidung herbei zu führen.
Ein Spieler übernimmt die Rolle des Mr Lister während sich die übrigen Spieler in zwei oder mehr Teams aufteilen. Diese nehmen sich Zettel sowie Stifte und dann kann die Partie starten.
Mr Lister nimmt nun eine der Karten und liest die Frage vor. Jedes Team sollte sich nun einige mögliche Antworten überlegen, denn nach gut 30 Sekunden wird eine Gruppe bestimmt, die die erste Antwort geben muss, nun wird dies im Idealfall reihum fortgesetzt, bis alle Begriffe korrekt erraten wurden. Nennt ein Team einen gelben, schwierigen Begriff, dann muss es nicht mehr weiterraten, sondern ist direkt für den Endrunde qualifiziert. Ist die gegebene Antwort jedoch falsch, scheidet das Team sofort aus der Raterunde aus und kann nicht mehr um diese Karte mitspielen.
Hat nun mehr als ein Team eine gelbe Antwort gegeben (oder alle weißen Begriffe erraten) kommt es zum „Shootout“. Dabei liest Mr Lister die Schätzfrage vor und alle verbliebenen Teams haben nur wenige Sekunden Zeit sich eine Antwort zu überlegen. Das Team, welches der tatsächlichen Zahl mit seinem Tipp am nächsten kommt gewinnt schließlich die Karte.
Sollte es auch hier zum Gleichstand kommen, so wird die Karte abgelegt und der Gewinner der nächsten Runde bekommt diese Karte zusätzlich.
Schafft es ein Team drei Antwortkarten mit unterschiedlichen Getränken zu sammeln gewinnt es die Partie und die Rolle des Mr Lister wechselt für den nächsten Durchgang.

Mit Mr Lister’s Quiz Shootout bekommen die Spieler ein schnelles Ratespiel, dass sich hervorragend eignet um größere Gruppen zu unterhalten. Auch Menschen, die nicht sonderlich brettspielaffin sind haben mit den Fragen ihren Spaß, auch wenn diese mitunter schon fast unfair schwer sind, beispielsweise wenn nach den Original-Zutaten der Worchestershire-Sauce gefragt wird oder wie die Namen der Rentiere von Santa Claus lauten. Wirklich ernst nehmen müssen die Spieler die Fragen dabei allerdings nicht und es kommt sehr häufig vor, dass ein Team schon nach der zweiten Antwort ausscheidet (wenn sie überhaupt so weit kommen). Viel wichtiger war den Autoren hier ein Fragespiel zu entwickeln, dass in der Kneipe ebenso gut unterhalten kann wie bei einer eingefleischten Zockerrunde oder als Pausenfüller.
Das Papier aus dem die Karten bestehen hätte durchaus etwas stabiler sein dürfen, handelt es sich doch nicht um das gängige Spielkartenmaterial, sondern um einfachen Karton, der recht anfällig ist und in feucht-fröhlicher Runde schnell leidet. Ansonsten gibt es an den restlichen Spielkomponenten nichts zu beanstanden: die Box ist so konzipiert, das nichts verrutschen kann, der Schnurrbart-Radiergummi ist ein netter Gag und die Bleistifte überstehen einige Spielrunden ohne abzubrechen. Die vierseitige Anleitung bietet Platz für die kurzen Spielregeln und eine kleine, nette Hintergrundstory zu Mr Lister.

Vom moses. Verlag kommt hier ein schnelles, unkompliziertes Quizspiel, dass sich für jede Lebenslage eignet und den Spielern Gelegenheit gibt ihr unnützes Wissen sinnvoll einzusetzen.

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