Power Up!

6. Januar 2013 von Marcus Pohlmann

King of Tokyo - Power Up!

Kategorie:

Autor:

Entwickler:

Verlag / Publisher:

Genre:

Serie:

Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.12.2012

Sprache: Deutsch

2011 bescherte uns Richard Garfield mit dem Würfelspiel King Of Tokyo eine kurzweilige und unterhaltsame, wenn auch nicht übermäßig anspruchsvolle Monsterprügelei. Auf der SPIEL 2012 in Essen im Oktober hatten einige Besucher schon die Gelegenheit, die nun vom Heidelberger Spieleverlag veröffentlichte, erste Erweiterung anzutesten und sich dabei auch gleich vom Meister selbst Karten signieren zu lassen. King Of Tokyo – Power Up! steht mittlerweile in den Läden und verspricht noch chaotischere Kämpfe.

Das Grundspiel selbst wurde schon an anderer Stelle ausführlich vorgestellt, dennoch gibt es für unsere eiligen Leser hier eine kurze Zusammenfassung. Jeder der bis zu sechs Spieler übernimmt die Rolle eines gigantischen Monsters, wie man sie aus einschlägigen Filmen kennt. Vom urzeitlichen Giga Zaur über den außerirdischen Alienoid bis hin zum knuffigen Cyber Bunny können sich die Spieler zwischen sechs Monster entscheiden. Mit der Erweiterung kommt zudem Pandakai als siebte Kreatur hinzu. Ziel des Spieles ist es, entweder als erstes Monster zwanzig Ruhmpunkte zu erringen, oder aber alle anderen Monster zu vernichten. Ruhmpunkte bekommen die Spieler, indem sie sich in Tokyo oder dessen Hafen einnisten, durch Würfelergebnisse oder aber durch Aktionskarten.
Während seines Zuges wirft ein Spieler nun sechs, bedingt durch Mutationen auch manchmal mehr, sechsseitige Würfel. Diese zeigen die Ziffern eins, zwei und drei, ein Herz, eine Klaue oder einen Blitz. Erwürfelt der Spieler drei oder mehr gleiche Ziffern, so erhält er entsprechende Ruhmpunkte gutgeschrieben, Herzen stellen die angegriffene Gesundheit des Monsters wieder her, mit dem Klauen-Symbol werden gegnerische Monster attackiert und die Blitze bringen Energiebrocken. Diese Marker werden dazu genutzt Aktionskarten zu kaufen, dabei gibt es permanente Effekte wie etwa feurigen Atem oder gar einen Extrakopf oder einmalige Aktionen, die entweder Ruhmpunkte bringen oder den gegnerischen Monstern schaden. Das Spiel endet schließlich, wenn einer der Spieler die Siegbedingungen erfüllt.
Gelingt es einem Spieler in seinem Zug drei oder mehr Herzen zu erwürfeln, so greift die eigentliche Erweiterung: Zu Beginn des Spiels hat jeder Spieler, passend zu seinem Monster, einen Satz von acht Evolutionskarten bekommen, von denen er nun eine zufällige ziehen kann. Jedem Spieler stehen dabei vier Karten mit temporären und vier Karten mit dauerhaften Effekten zur Verfügung, ähnlich wie bei den regulären Aktionskarten bringen diese meist Boni auf Würfelergebnisse, Ruhmpunkte oder Hilfe im Kampf, sind jedoch sehr gelungen auf das jeweilige Monster abgestimmt. So kann der Kraken einen versunkenen Tempel besuchen oder die Hingabe seiner Kultanhänger für Heilung und Ruhm nutzen während Meka Dragon mit Stahlkrallen und dem Hauch des Verderbens effektiver im Kampf wird.

Das Problem bei vielen Erweiterungen liegt darin, dass sie den Spielablauf einfach nur weiter ausdehnen und in die Länge ziehen, ohne selbst eine wirkliche Bereicherung darzustellen. Nicht so bei King Of Tokyo – Power Up!: Das Grundspiel selbst bleibt weiterhin schnell und spaßig, jedoch sind die Evolutionen so gut auf die jeweiligen Monster abgestimmt, dass sie ihnen eine gewisse Individualität vermitteln, die vorher gefehlt hat. Glücklicherweise ist keine der Evolutionskarten für sich genommen so übermächtig, dass sie die Spielbalance durcheinanderbringt, jedoch können in Kombination mit der einen oder anderen schon bekannten Karte sehr starke Synergieeffekte aufkommen, was aber ausgesprochen selten ist und kaum ins Gewicht fällt.
Die Aufmachung orientiert sich weitgehend am Grundspiel, wobei die Evolutionskarten leider komplett auf Illustrationen verzichten, lediglich der pelzige Pandakai erfreut das Auge des Spielers. Auch die wenigen Zeilen Regeln bieten keinen Anlass zur Kritik, sind hier doch alle Neuerungen der Erweiterung klar erklärt.

Die Erweiterung bringt mehr Spaß und Abwechslung in die Monsterprügelei und ist eine wirkliche Bereicherung zum Grundspiel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.