Imperial Assault: Riskantes Spiel auf Bespin

24.05.2017 von Marcus Pohlmann

Imperial Assault: Riskantes Spiel auf Bespin

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Erscheinungsdatum: 13.10.2016

Sprache: Deutsch

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Nach Tatooine und Hoth dient nun ein weiterer Planet aus dem Star Wars-Universum als Hintergrund für den futuristischen Dungeon-Crawler Imperial Assault bei dem bis zu vier Rebellen gegen die imperialen Schergen, vom Spielleiter gelenkt, antreten. Der Heidelberger Spieleverlag schickt die Spieler bei Riskantes Spiel auf Bespin in die namesgebende Wolkenstadt um streng geheime imperiale Sicherheitscodes zu entwenden und neue Verbündete zu suchen.

Eine ausführliche Rezension des Grundspiels gibt es HIER, auch Besprechungen zu den bisher erschienenen Erweiterungen der Serie finden sich auf unserer Seite.

Im Mittelpunkt der Erweiterung stehen die 12 Spielplanteile, aus denen sich die einzelnen Szenarien zusammen setzen. Diese doppelseitig bedruckten Teile zeigen Korridore, Konferenzräume und technische Einrichtungen der Wolkenstadt. Daneben findet sich in der Schachtel ein ganzes Sammelsurium an Karten, die in die jeweilige Stapel des Grundspiels integriert werden; beispielsweise sechs Ausrüstungs- und fünf Belohnungskarten für die Spieler. Imperiale Aufstellungs-, Klassen- und Agendakarten unterstützen dagegen den Spielleiter im Kampf gegen die Rebellen. Verschiedene Marker für Spieleffekte, Verbündete und Schurken liegen ebenso in der Schachtel wie das Heft mit den Spielregeln nebst Szenarien und dem Bogen für das Gefechtsspiel. Neben den Figuren für die beiden neuen Charaktere liegen natürlich noch die dazugehörigen Heldenbögen und jeweils neun Klassenkarten mit individuellen Verbesserungen bei. Der Ithorianer Murne Rin ist, wie es sich für einen Angehörigen seiner Spezies gehört, ausschließlich defensiv eingestellt und beeinflusst eigene und vor allem gegnerische Figuren. Der menschliche Jedi Davith Elso geht zwar auch ungewöhnlich verstohlen vor, bevorzugt aber letztendlich einen deutlich aggressiveren Spielstil und fühlt sich im direkten Nahkampf mit dem Gegner wohl. Auch für den Spielleiter gibt es neue Figuren mit dem dazugehörigen Kartenmaterial: drei Ugnaught-Tüftler und sechs Bespin-Sicherheitskräfte dienen dem Imperium.
Die im Regelheft enthaltenen sechs Szenarien können nicht nur als Nebeneinsätze in eine reguläre Kampagne integriert werden, sie können auch in direkter Folge als eigenständige Mini-Kampagne gespielt werden. Die Bandbreite reicht dabei von Datendiebstahl über ein Duell auf offener Straße bis hin zur Befreiung von Lando Calrissian aus imperialer Gefangenschaft.
Nur wenige Regeln kommen als Ergänzung des Grundspiels hinzu, vor allem den Begleitern gebührt hier besondere Beachtung. Bei dieser neuen Figurenart handelt es sich meist um Droiden, die von einem der Spieler zusammen mit ihrem eigentlichen Charakter gesteuert werden. Die übrigen Regeln und Regelergänzungen dienen in erster Linie dazu, die Fähigkeiten der neuen Figuren und Karten ins Spiel zu integrieren und etwaige Unklarheiten aus vorherigen Erweiterungen oder dem Grundspiel auszuräumen.

Wie auch schon die vorangegangenen Veröffentlichungen, so stockt auch Imperial Assault: Riskantes Spiel auf Bespin das Spielmaterial in jeglicher Hinsicht ordentlich auf. Die Spieler können sich über neue Charaktere, Ausrüstung, Gegner, Bodenplatten und Missionen freuen. Besonders gut gefallen mir dabei die beiden Charaktere, bringen sie doch ganz neue Vorgehensweisen und einige interessante Effekte mit ins Spiel. Die sechsteilige Minikampagne macht Spaß, ist aber für die Rebellen alles andere als einfach zu spielen. Ein erfahrener (und rücksichtsloser) Spielleiter hat recht gute Chancen alle Missionen zu gewinnen. Die neuen Regeln für Begleiter sind durchaus nett und ermöglichen einige neue Taktiken, greifen aber glücklicherweise fast gar nicht in die ohnehin gut ausbalancierten Spielmechaniken ein. Dies gilt ebenso für die anderen, spärlichen Neuerungen – hier beschränken sich die Autoren weitgehend darauf, unklare Formulierungen zu präzisieren und das neue Spielmaterial zu berücksichtigen.
Ansonsten liefert der Heidelberger Spieleverlag wieder ein gewohnt solides, hochwertiges Produkt ab. Die Qualität des Spielmaterials, die Illustrationen und auch das stimmige Figurendesign erreichen mühelos das hohe Produktionsniveau der anderen Teile der Serie. Die in dieser Erweiterung nur durch Marker vertretenen Figuren, beispielsweise den Rebellen Lando Calrissian oder den Kopfgeldjäger Bossk, können als separate Figurenpacks erworben werden.

Vielspieler bekommen mit Imperial Assault: Riskantes Spiel auf Bespin endlich wieder neuen, guten Stoff für den Kampf des Imperiums gegen die Rebellen.

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