Imperial Assault: Im Schatten der Zwillingssonnen

11. April 2016 von Marcus Pohlmann

Star Wars Imperial Assault - Im Schatten der Zwillingssonnen

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Erscheinungsdatum: 01.04.2016

Sprache: Deutsch

Nachdem der Heidelberger Spieleverlag schon mehrere Packs mit einzelnen Figuren für den Star Wars-Dungeon-Crawler Imperial Assault veröffentlicht hat, wurde es langsam Zeit für eine etwas größere Erweiterung. Waren die Szenarien des Grundspiels in den Wäldern und Militärstationen von Endor angesiedelt, so führt der Kampf der Helden gegen das Imperium sie bei Imperial Assault: Im Schatten der Zwillingssonnen in die staubigen Gassen und die zwielichtigen Kaschemmen des Raumhafens Mos Eisley.

Eine ausführliche Rezension des Grundspiel findet der interessiert Leser HIER.

Die Schachtel in der die Erweiterung geliefert wird hat ähnliche Ausmaße wie das Grundspiel, erhält jedoch deutlich weniger Material. Der Hauptaugenmerk wird von 12 neuen, beidseitig bedruckten Spielplanteilen eingenommen, auf denen entweder das Innere der Kneipen und Gebäude von Mos Eisley abgebildet ist, oder die Wüstenlandschaft von Tatooine. Die mitgelieferten Karten werden einfach in die schon bestehenden Decks gemischt und ergänzen diese entsprechend. Auch einige zusätzliche Marker für Schaden, Anstrengung und Geräte (eine Besonderheit der neuen Heldin) sind auf den Stanzbögen enthalten. Der Imperiumsspieler bekommt acht neue Figuren mit den dazugehörigen Aufstellungskarten. Dabei handelt es sich um vier Schwere Sturmtruppen und, passend zum Setting, vier Tusken-Räuber. Schließlich bekommen auch die Rebellen Verstärkung durch zwei neue Helden mit Klassenkarten und Bögen. Saskia Teft hält sich dabei bevorzugt im Hintergrund und kann ihre Mitstreiter durch kleine technische Gerätschaften unterstützen. Der Guerilla-Kämpfer Biv Bodhrik ist dagegen eher ein Mann fürs Grobe und kann ordentlich austeilen. Abgerundet wird das Spielmaterial durch einen Gefechtsbogen und- einsatzkarten, für alle Spieler die die Tabletop-Variante des Spiels bevorzugen, sowie die 24seitige Anleitung.
In dem Heft finden sich neben einigen Regelerklärungen auch wenige komplett neue Regeln, die wichtigste bezieht sich dabei auf Saskia Teft, die mittels ihrer Gerätemarker sich selbst oder die anderen Charaktere unterstützen kann. Die restlichen Seiten widmen sich der sechsteiligen Kampagne, die in den Handlungsstrang der Hauptkampagne aus der Grundbox integriert werden kann. Sie funktioniert aber auch als eigenständige Mini-Kampagne, welche die Charakter durch die Straßen von Mos Eisley, die Jundlandwüste und schließlich auf einen Imperialen Sternzerstörer führt. In den Szenarien machen die Helden die Bekanntschaft des Schmugglers Han Solo, treffen sich mit zwielichtigen Informanten, müssen dem berüchtigten Kopfgeldjäger Boba Fett entkommen und bewahren den Droiden C-3PO vor der Verschrottung.

Wie auch schon im Grundspiel, so ist hier die Arbeit recht ungleich verteilt: Während der Imperiums-Spieler recht viel zu verwalten hat, können sich die Charaktere auf dem Spielfeld unbelastet austoben. Dennoch macht eine Partie Imperial Assault eigentlich allen Beteiligten Spaß und sorgt für spannende Abende. Die neuen Gegner und vor allem die beiden neuen Helden bringen  mehr Abwechslung im Kampf gegen das Imperium, ebenso wie die Spielpläne und die Karten. Die enthaltene Kampagne spielt sich stimmig, allerdings ist der Schwierigkeitsgrad teilweise recht knackig. Besonders die Rundenbegrenzung macht den Spielern zu schaffen, doch mit etwas Koordination und der richtigen Ausrüstung (sowie dem entsprechenden Würfelglück) sollte es gelingen die Missionen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Das Spielmaterial ist, wie gewohnt, extrem hochwertig und integriert sich nahtlos in das Grundspiel. Die Modelle, vor allem die beiden Helden, sind ansprechend modelliert und lassen sich auch gut bemalen. Die Illustrationen, sowohl der Spielplan wie auch die Karten sind stimmig und vermitteln gut die schweißtreibende Atmosphäre auf dem Wüstenplaneten.

Mit dieser Erweiterung bekommen Imperial Assault-Spieler viel zusätzliches Material, was sich ungemein positiv auf Wiederspielwert und -spaß auswirkt.

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