Hey, Danke für den Fisch!

27. April 2014 von Marcus Pohlmann

Hey, Danke für den Fisch!

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Erscheinungsdatum: 01.03.2014

Sprache: Deutsch

Der Heidelberger Spieleverlag hat sich vor allem durch seine opulent ausgestatteten und komplexen Brettspiele einen guten Ruf in der Szene erarbeitet. Daneben treten allerdings die zahlreichen kleinen, eher unscheinbaren Spiele in den Hintergrund, die der Hersteller ebenfalls veröffentlicht. Hey, Danke für den Fisch! ist eines dieser Spiele, das ich vor kurzem bei einem unserer regelmäßigen Spieleabende ausführlich testen konnte.

Neben der recht kurzen Anleitung enthält die kleine, quadratische Schachtel auch 60 sechseckige Plättchen, aus denen sich das Spielbrett zusammensetzt. Auf jedem dieser Plättchen, im Spiel sollen diese Eisschollen darstellen, sind ein bis drei Fische abgebildet, die es im Spielverlauf zu sammeln gilt. Zudem liegen für jeden der bis zu vier Spieler vier Pinguine in verschiedenen Farben bei.
Der Spielaufbau beschränkt sich darauf, dass die Eisschollen zu einer möglichst gleichmäßig aufgebauten Fläche zusammengelegt werden. Abhängig von der Spieleranzahl platziert jeder Spieler nun zwei bis vier Pinguine auf den Plättchen.
Ist ein Spieler am Zug, bewegt er einen seiner Pinguine in gerader Linie eine beliebige Anzahl von Feldern weit. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass der Pinguin während seiner Bewegung nicht die Richtung wechseln darf und das andere Pinguine die Bewegung ebenso blockieren wie leere Flächen, die sich auf dem Spielplan nach einiger Zeit natürlich auftun. Nachdem der Spieler seine Figur bewegt hat, entfernt er das Plättchen auf dem die Spielfigur zu Beginn des Zuges gestanden hat und fügt diese Eisscholle seinem Vorrat hinzu. Danach ist der nächste Spieler am Zug und kann ebenfalls eine seiner Spielfiguren bewegen. Dies wird so lange fortgesetzt, bis jeder Spieler alle seine Pinguine bewegt hat, schließlich beginnt eine neue Runde. Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, wo es keinem Spieler mehr möglich ist, seine Pinguine zu ziehen. Dann werden lediglich noch die Plättchen entfernt auf denen die Figuren stehen und es kommt aus Auswertung der gefangenen Fische. Wenig überraschend gewinnt dabei der Spieler der die meisten Punkte sammeln konnte.

Auf den ersten Blick ist Hey, Danke für den Fisch! ein recht unscheinbares Spiel. Doch schon nach wenigen Zügen entfaltet sich der besondere Reiz der Fischjagd. Für die Spieler stellt sich dabei ständig die Frage, ob es sinnvoll ist, selbst mehr Fische zu fangen und sich dafür in eine angreifbare Position zu bringen oder ob nicht doch lieber die Pinguine der Mitspieler von den fetten Fischgründen abgeschnitten werden müssen. Durch den Zugmechanismus ist ständig Bewegung auf dem Spielfeld, alle Mitspieler sind eingebunden und Wartezeiten auf den eigenen Zug praktisch nicht vorhanden. Spiele zu zweit haben dabei einen sehr strategischen Charakter der die eigene Zugfolge recht gut planbar macht, bei drei oder vier Spielern geht es dagegen wesentlich chaotischer, aber auch lustiger, zu.
Die Aufmachung des Spiels lässt, auch angesichts des günstigen Preises, nicht zu wünschen übrig. Das Material hat die vom Heidelberger Spieleverlag gewohnt hohe Qualität, die Illustrationen sind niedlich und vor allem die vier unterschiedlichen Pinguinfiguren haben es mir angetan.
Durch die kurze Dauer, die meisten Partien dauern nicht länger als eine Viertelstunde, lässt sich gerne eine zweite oder dritte Runde spielen. Auch jüngere Mitspieler langweilen sich nicht, sind sie doch ständig ins Spielgeschehen eingebunden.

Hey, Danke für den Fisch! ist ein lustiges, schnelles und durchaus auch taktisches Spiel, das sich gleichermaßen für Gelegenheitsspieler, Strategen und ganze Familien eignet.

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