Deja-Vu

19. März 2017 von Marcus Pohlmann

Deja-Vu

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Genre: ,

Spieleranzahl: 2 bis 6 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 15 Minuten

Erscheinungsdatum: 16.11.2016

Sprache: Deutsch

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Memory-Spiele kommen einfach nie aus der Mode – Themen und Mechanismen mögen zwar immer ein wenig variieren, letzten Endes bleibt es aber immer bei dem gleichen Prinzip: zwei zueinander passende Karten müssen aufgedeckt werden. Auch Deja-Vu von Heinz Meister verknüpft zwei, oder eher drei, Abbildungen miteinander. Das kürzlich von Amigo veröffentlichte Spiel folgt dabei aber einem etwas anderen Ansatz als die meisten Spiele des Genres.

In der Schachtel finden sich 36, auf Pappe gedruckte und ausgestanzte, Gegenstände: Werkzeuge, Nahrungsmittel oder auch Modeaccessoires in knalligen Farben. Dazu passend liegen ebenfalls 36 großformatige, ungewöhnlich stabile Karten bei, auf denen einer, zwei oder drei der Gegenstände abgebildet sind; jeder Gegenstand ist dabei zwei Mal auf den Karten vorhanden. Schließlich gibt es noch die doppelseitige Anleitung mit den Spielregeln und einem QR-Code, der zu einer Video-Erklärung führt.
Die Gegenstände werden, von allen Spielern gut erreichbar, in der Tischmitte verteilt, der Kartenstapel wird gemischt und drei der Karten beiseite gelegt. Danach decken die Spieler abwechselnd eine der Karten auf. Ist ein Gegenstand zum zweiten Mal auf einer der Karten zu sehen, so müssen die Spieler gleichzeitig darauf tippen. Der Spieler mit der schnellsten Reaktion nimmt den Gegenstand in seinen Vorrat. Sollte sich im weiteren Verlauf allerdings herausstellen, das der Gegenstand doch noch nicht zum zweiten Mal aufgedeckt wurde, scheidet der Spieler aus der aktuellen Runde aus. Nachdem alle Karten aufgedeckt wurden bekommen alle nicht ausgeschiedenen Spieler für jeden gesammelten Gegenstand einen Punkt. Danach werden noch eine zweite und dritte Runde gespielt. Wem es am Ende der dritte Runde gelungen ist, die meisten Punkte zu sammeln, gewinnt das Spiel.

Deja-Vu nimmt das altbekannte Spielprinzip und mischt es gehörig auf. Das Konzept mit den aufzudeckenden Karten sorgt für eine deutliche Schwierigkeitssteigerung. Was das Spiel jedoch richtig herausfordernd werden lässt, sind die Ähnlichkeiten zwischen den Gegenständen. Betrachtet der Spieler die Illustrationen von Jan Saße in Ruhe, so sind die Unterschiede offensichtlich. Gilt es jedoch die Mitspieler zu schlagen, so sind beispielsweise Kompass und Taschenuhr auf die Schnelle praktisch nicht zu unterscheiden. Die Formen und primären Farben sind so gewählt, dass es beinahe zwangsläufig zu Fehlgriffen im Spiel kommt. Daraus ergibt sich ein extrem forderndes Spiel, bei dem nicht nur schnelle Reaktionen sondern auch höchste Konzentration und ein geschultes Auge nötig sind. Einfache Regeln, ein schneller, flüssiger Spielverlauf und natürlich auch die Schadenfreude bei Missgriffen der Mitspieler machen diese Memory-Variante für Fortgeschrittene von Amigo zu einem schönen „Zwischendurch“-Spiel, bei dem eigentlich alle Altersgruppen ihren Spaß haben.
Das Spielmaterial ist sehr solide, sogar die Karten dürften größeren Belastungen durch ungeschickte Spieler problemlos standhalten. Anleitung und Video erklären die einfachen Regeln schnell, so dass nur wenige Minuten Vorbereitungszeit notwendig sind bevor die erste Partie starten kann.

Spannend, kurzweilig und teilweise extrem schwierig, bietet Deja-Vu hervorragende Unterhaltung für lockere Familienrunden und auch Gelegenheitsspieler.

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