Codenames

3. April 2016 von Marcus Pohlmann

Codenames

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Erscheinungsdatum: 08.10.2015

Sprache: Deutsch

In die klandestine Welt der Geheimdienste und Spione führt der Heidelberger Spieleverlag die Spieler mit dem Assoziations-Kartenspiel Codenames, ursprünglich von Czech Games Edition. Zwei Teams versuchen dabei unter Anleitung ihres Teamleiters die Identität verschiedener eigener Agenten zu ermitteln, ohne dabei die Aufmerksamkeit der gegnerischen Agenten oder gar des Attentäters zu erregen.

Das Zubehör für die Agentenjagd ist, im Gegensatz zu vielen Spielen des Verlages, recht überschaubar: 200 doppelseitig bedruckte Karten mit den unterschiedlichsten Begriffen, 40 Codekarten und 25 Personenkarten, die sich in eigene und gegnerische Agenten, unbeteiligte Zivilisten und einen Attentäter aufteilen, bilden den Kern des Spielmaterials. Abgerundet wird die Ausstattung durch einen Standfuß aus Kunststoff für die jeweils genutzte Codekarte, eine Sanduhr und die achtseitige Anleitung.
Haben sich die Spieler mit den kurzen Regeln vertraut gemacht, müssen sie sich in zwei möglichst gleich große Teams, Rot und Blau, aufteilen und jeweils einen Teamleiter bestimmen. Diese beiden Teamleiter ziehen sich auf eine Tischseite zurück, ihre Teams auf die andere. Nun werden 25 Karten mit Begriffen zufällig in einem Raster von fünf Zeilen und fünf Spalten ausgelegt und die beiden Teamleiter ziehen eine Codekarte, die vor den anderen Teammitgliedern geheim gehalten werden muss. Auf dieser sind die Positionen der blauen und roten Agenten angegeben, das Team das anfängt hat dabei neun Agenten, das andere nur acht; außerdem gibt es sieben neutrale Personen und einen Attentäter.
Ist ein Team an der Reihe, so gibt der Teamleiter seinen Mitspielern einen Begriff und eine Zahl vor: Der Begriff ist ein Hinweis darauf, um welche Codewörter es sich handelt, die Zahl gibt an, wie viele Lösungswörter mit diesem Begriff assoziiert werden können. Gibt der Teamleiter den Hinweis „Gold: 2“ dann könnte dies beispielsweise auf die Codenamen „Zwerg“ und „Bank“ hindeuten. Das jeweilige Team hat nun Zeit sich zu beraten und sich auf einen oder mehrere Codenamen zu einigen. Nun zeigen sie auf den ersten Begriff, für den sie sich entschieden haben. Entsprechend der Codekarte wird nun die Karte aufgedeckt: Handelt es sich dabei um einen Agenten des eigenen Teams, dürfen die Spieler weiter raten, ist es eine neutrale Person oder ein gegnerischer Agent, so ist das andere Team an der Reihe. Wird jedoch der Attentäter aufgedeckt, endet das Spiel und das Team verliert augenblicklich. Können oder wollen die Spieler keine weiteren Agenten enttarnen, so ist das gegnerische Team am Zug und bekommt von seinem Teamleiter ebenfalls einen Hinweis.
Gelingt es einem Team alle eigenen Agenten zu enttarnen gewinnt es, ebenso wenn das gegnerische Team dem Attentäter zum Opfer fällt.
Neben den Grundregeln enthält das kleine Heftchen noch verschiedene Regelvariationen und -erläuterungen, mit denen sich der Schwierigkeitsgrad etwas variieren lässt, sowie Spielmöglichkeiten für zwei oder drei Spieler.

Eigentlich basiert Codenames auf einem reichlich simplen Konzept, dass jedoch hervorragend funktioniert. Selbst bei großen Gruppen und Menschen, die sonst wenig für Spiele übrig haben kommt das Assoziationsspiel gut an. Interessanterweise ist dabei zu beachten, dass Spieler, die sich besser kennen ähnliche Überlegungen haben und auch teilweise „um die Ecke“ denken können. Aber auch Teams die sich nicht kennen können gut zusammenspielen, vorausgesetzt der Teamleiter serviert ihnen die passenden Begriffe. Dennoch will manchmal nichts zusammenpassen und während ein Team drei oder vier Begriffe pro Runde meistert schafft das andere Team höchstens einen. Da ein Spiel selten länger als 15 Minuten dauert kommt jedoch kein Frust auf und Zeit für eine Revanche mit neuen Begriffen und einem neuen Code bleibt dann auch noch.
Optisch präsentiert sich das Spiel weitgehend nüchtern und übersichtlich, einzig für das Cover und die Personenkarten liefert Tomás Kucerovsky einige Artworks. Dies tut dem Spielvergnügen allerdings keinen Abbruch und lenkt nicht vom Wesentlichen, den Begriffen, ab. Die kurze Anleitung vermittelt die wenigen Regeln recht anschaulich, so dass einer Partie nur wenig im Wege steht

Der Heidelberger Spieleverlag legt hier ein sehr gelungenes, spannendes Assoziationsspiel vor, das praktisch für jede Spielerzahl und fast alle Altersgruppen geeignet ist.

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