Bullenparty

23. April 2012 von Marcus Pohlmann

Bullenparty

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Spieleranzahl: 2 bis 5 Spieler

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Erscheinungsdatum: 01.02.2012

Sprache: Deutsch

Wolfgang Kramer beschert uns mit Bullenparty ein weiteres Spiel aus seiner Hornochsen-Serie. Wie auch schon bei den Vorgängern 6 nimmt! oder Hornochsen! liegt die Veröffentlichung des Kartenspiels wieder in den bewährten Händen von Amigo. Ziel der bis zu fünf Spieler ist es diesmal allerdings so viele Hornochsen wie möglich in der richtigen Reihenfolge zu sammeln, da dies den Spielern Pluspunkte bringt.

Die kleine Box enthält neben einer kurzen und ausführlich bebilderten Anleitung drei verschiedene Sorten Karten. Da gibt es die Zahlenkarten, durchnummeriert von eins bis hundert und zwischen einen und sieben Hornochsen wert, die den Kern des Spieles bilden. Zehn Bullenkarten mit vier bis sieben Hornochsen dienen als Abschluss einer Kartenreihe und bringen weitere Bonuspunkte. Schließlich erhält jeder Spieler noch eine Nullkarte als Handkarte.
Als Vorbereitung werden die Stapel mit Zahlen- und Bullenkarten getrennt gemischt und verdeckt als Nachziehstapel bereitgelegt. Zusätzlich zu seiner Nullkarte erhält jeder Spieler zudem noch fünf Zahlenkarten. Entsprechend der Spieleranzahl werden nun in der Tischmitte Kartenreihen mit vorerst zwei Zahlenkarten gebildet, diese können im weiteren Spielverlauf auf bis zu fünf Karten plus eine Bullenkarte anwachsen. Sind auf diese Weise die ersten Karten verteilt worden, so kann die eigentliche Spielrunde beginnen. Hierbei geben die Spieler gleichzeitig und verdeckt ihre Gebote mit den Zahlenkarten ab. Der Spieler mit der niedrigsten Karte legt diese auf den Ablagestapel und darf sich eine Reihe aussuchen, deren Karten er auf die Hand nimmt. Bevor jedoch eine neue Runde beginnt, müssen die Spieler dafür sorgen, dass sie wieder nur fünf Zahlenkarten und die Nullkarte auf der Hand behalten. Dazu können sie vor sich Kartenstapel bilden, bei denen die unterste Karte immer einen niedrigeren Zahlenwert als die nächsthöhere haben muss. Ist dies nicht möglich, so muss ein neuer Stapel begonnen werden, wichtig dabei ist in der Wertung am Abschluss des Spieles möglichst wenige Stapel zu haben. Sollte ein Spieler dagegen mit einer Nullkarte bieten, so erhält er diese wieder zurück auf die Hand und kann eine Karte vom Nachziehstapel an eine beliebige Reihe anlegen. Dieses Prozedere wird so lange fortgesetzt, bis der Nachziehstapel aufgebraucht ist und die Wertung erfolgt. Hierzu werden die Hornochsen des höchsten Stapels und der Bullenkarten addiert. Die Hornochsen der etwaigen anderen Stapel werden davon abgezogen. Es gewinnt schließlich der Spieler, der die meisten Hornochsen gesammelt hat.

Wie bei den meisten Spielen, so braucht es auch bei Bullenparty einige Runden um hinter die Feinheiten des Systems zu kommen. Natürlich gehört schon etwas Glück dazu die passenden Karten zu ziehen, aber mindestens genauso wichtig sind Improvisationsfähigkeit und eine gewisse Grundstrategie. Es ist die Kombination dieser drei Faktoren, die das Spiel interessant gestaltet und für spannende Spielrunden sorgt. Die Altersempfehlung ab acht Jahre halte ich für ein wenig zu niedrig und auch die Spieldauer war in den Proberunden meist länger als die veranschlagten 20 Minuten. Von solchen Nichtigkeiten abgesehen ist Bullenparty ein schönes, schnelles und abwechslungsreiches Spiel, dass durchaus mit dem Klassiker 6 nimmt! mithalten kann.
Die Aufmachung orientiert sich weitgehend an den anderen Spielen der Serie, auch wenn das Design durch die Bullenkarten und die Farbverläufe auf den Zahlkarten etwas frischer und frecher wirkt. Die kurze Anleitung erklärt die Spielmechanismen recht gut, vor allem Rundenablauf und Kartenaustausch. Zudem hilft es, eine Proberunde zu Spielen um ein Gefühl für die Abläufe zu bekommen.

Wolfgang Kramer liefert mit Bullenparty wieder ein gelungenes Kartenspiel ab, das sowohl für Gelegenheitsspieler als auch ausgebuffte Taktiker gute Unterhaltung bietet.

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