Affenbande

13. Mai 2016 von Johannes Heck

Affenbande

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Spieleranzahl: 2-4 Spieler

Altersempfehlung: 3-6 Jahre

Spieldauer: 5-10 Minuten

Sprache: Deutsch

Spieleautor Reiner Knizia gehört mit mehr als 600 entwickelten Spielen ohne Zweifel zu den bekanntesten und produktivsten Spieledesignern in Deutschland und darüber hinaus. Der Autor ist eher bekannt für seine komplexeren Spiele mit wohl durchdachten Mechanismen und so war ich etwas überrascht, auf dem jüngsten Spiel meiner (Kindergarten-) Kinder ebenfalls seinen Namen zu lesen. Tatsächlich waren Knizias Spiele mehrfach nominiert für das Kinderspiel des Jahres und die Affenbande besticht durch eine Schlichtheit, wie sie für die Altersgruppe ideal ist.

Affenbande richtet sich an 2 bis 4 Kinder von 3-6 Jahren. Die Spielmechanik ist äußerst simpel. Aus einem Beutel werden farbige Affen gezogen und an das Kind mit der entsprechenden Farbe weitergegeben. Sobald ein Kind einen Affen seiner eigenen Farbe gezogen hat ist der Nächste dran. Wer als erster seine Karte mit den sechs Affenfeldern voll hat gewinnt das Spiel. Eine Runde lässt sich innerhalb von ein paar Minuten spielen, sodass problemlos Spielerwechsel oder das Beenden des Spiels möglich sind.

Das Spiel besticht trotz simpler Regeln durch einige sehr gelungene Elemente. Das Ziehen aus dem Beutel ist ein Zufallsgenerator, der auch für jüngere Kinder sehr spannend ist und durch seine eigene Haptik einen besonderen Reiz ausübt. Durch das Weitergeben der Figuren anderer Farben sind alle Spieler fortlaufend eingebunden, so dass keine Langeweile aufkommen kann. Durch die Karten mit den Affenfeldern können außerdem auch kleinere Kinder fortlaufend vergleichen, wem noch wie viele Affen fehlen. Da es sich hier um ein sogenanntes Ziehen ohne Zurücklegen handelt, ähnlich wie beim Lotto, bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Wenn ein Spieler bereits viele Affen vor sich stehen hat, wird es immer unwahrscheinlicher, dass seine Farbe weiter gezogen wird.

Aus einer pädagogischen Perspektive ließe sich zudem noch anmerken, dass der aktive Spieler nur so lange weiterspielen kann, wie er Affen für die anderen zieht. Man ist also zum Gewinnen stark darauf angewiesen, dass die anderen die eigene Farbe ziehen. Dieses Verschenken der gezogenen Affen ist sicher eine soziale Komponente, die für manche Eltern ein interessantes Argument für dieses Spiel sein kann.
Bedauerlich finde ich lediglich, dass der beiliegende Beutel zum Ziehen der Affen zwar ausreichend reißfest, aber mindestens genauso hässlich ist. Aus Sicht der Zielgruppe des Spiels ist dies jedoch sicher zu vernachlässigen.

Fazit: Affenbande von Reiner Knizia besticht durch einfache Regeln, anhaltende Spannung für alle Spieler und kann sogar noch auf der pädagogischen Seite punkten. Gerade für jüngere Kinder eine Affenspaß!

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