Rezension von Viktoria
Hast du dir manchmal gewünscht, Abenteuer zu erleben? Zu spüren, wie der Nervenkitzel dich packt und dich die tollsten Dinge vollbringen lässt? Und was könnte interessanter und abenteuerlicher sein, als ein Abstecher in eine andere Zeit? Jupiter, Nick und Vicky wollen dich als Mitglieder des Grusel-Clubs mit auf eine faszinierende Reise nehmen, die du garantiert so schnell nicht vergisst…
Jupiters Vater bekommt Besuch und der bringt eine seltsame Ritterrüstung mit, nämlich die des Schwarzen Prinzen. Das Merkwürdige an dieser goldenen Rüstung ist jedoch, dass sie langsam zerfällt. Doch das ist unmöglich....oder?
Um dieses Rätsel zu klären, würde es sich eigentlich anbieten, das Zeittor zu benutzen, doch Jupiters Vater hat genau das strengstens verboten. Schließlich ist es gefährlich mit der Zeit herumzuspielen. Eine Veränderung der Vergangenheit könnte drastische Auswirkungen auf die Zukunft haben!
Kurz darauf geht Jupiter spazieren und bemerkt dabei, wie finstere, leider wohl bekannte Figuren versuchen durch den kleinen Hintereingang in Burg Falkenfels einzubrechen. Natürlich kann er das nicht zulassen und stürzt zurück, um seinen Vater zu warnen, die Polizei zu benachrichtigen und seinen Freunden Vicky und Nick Bescheid zu sagen.
Dies klappt jedoch alles nicht so, wie Jupiter sich das vorgestellt hatte. Stattdessen wird er mit seinen beiden Freunden in das Zeittor geworfen, um einen Auftrag zu erfüllen. Na klasse.
Die drei landen im tiefsten Mittelalter, nämlich in der Zeit des schwarzen Prinzen. Dieser Volksheld versucht vehement sein Land vor einem verfeindeten Fürsten zu verteidigen, doch die Lage sieht nicht gut aus. Zudem entdecken Vicky, Nick und Jupiter einen skrupellosen Bösewicht aus ihrer eigenen Zeit, der einen furchtbaren Plan ausgeheckt hat. Wird es den Grusel-Club -Mitgliedern gelingen, diesen zu durchkreuzen?
Auch der zweite Band startet mit der obligatorischen Einführung in das Buch – Die Charaktere werden kurz vorgestellt und der Leser hat die Möglichkeit sich als viertes Mitglied zu präsentieren. Zudem wird eine Kurzanweisung gegeben, wie man denn selbst ein Zeitspringer werden kann. Dazu gehört auch, dass es hier wieder die Möglichkeit gibt, dass der Leser bei verschiedenen Fragen rund um das Geschehen Punkte sammelt und am Ende des Buches seine „Abenteuer-Stärke“ ermitteln kann. Diese Fragen reichen von Allgemeinwissen rund um das Mittelalter, über Knobelaufgaben bis hin zum Erkennen von Auffälligkeiten an Bildern.
Der kindgerechte Schreibstil aus dem ersten Band wird beibehalten. Auch in der Zeit des doch recht brutalen und derben Mittelalters achtet Thomas Brezina darauf, dass zwar typische Aspekte und Situationen auftauchen, diese jedoch nie böse für die Grusel-Club er ausgehen.
Die Charaktere an sich sind liebenswert und nett, sodass man gut mit ihnen mitfiebern kann und mit Freuden das ein oder andere Abenteuer mit ihnen besteht.
Viele Zeichnungen lockern den Fließtext auf und laden zum Verweilen ein. Manche von ihnen muss man sogar erst mit der „Zeitspringer-Lupe“, die als Extra hinten im Buch zu finden ist, erkennbar machen. Beigefügt ist ebenfalls ein kleines Kreativset – man kann sich nämlich sein persönliches Ritterwappen entwerfen.
Durch die vielen Bilder, das häufige Selber-Entdecken und Knobeln wird ein aktives Lesevergnügen für Kinder geschaffen, welches ich gut auch Neueinsteigern ans Herz legen kann.