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Ghost - Nachricht von Sam (Special Edition) (Kritik)


Rezension von Bine Endruteit

Autor: Zucker, Jerry

Sam ist tot. Nachdem er mit seiner großen Liebe Molly im Theater war, wurde er von einem Mann ermordet, der es auf seine Brieftasche abgesehen hatte. Dabei waren die beiden Verliebten gerade erst zusammengezogen und wollten sich ein gemeinsames Leben aufbauen. Molly leidet sehr unter dem Verlust. Ihr einziger Freund in dieser Situation ist Karl, einer von Sams Kollegen. Doch Sam hat diese Welt noch nicht wirklich verlassen. Als er starb, sah er am Himmel dieses weiße Licht, das ihn magisch anzog, doch gleichzeitig war da Molly, die seinen blutenden Körper im Arm hielt und ihn anflehte: „Verlass mich nicht.“ Sein Geist kann nicht loslassen und so bewegt er sich unsichtbar zwischen den Menschen. Er muss Karl Annäherungsversuche Molly gegenüber mit ansehen und ihr unendliches Leid.
Doch in seiner Verzweiflung passiert ihm etwas Außergewöhnliches. Er stößt auf Oda Mae Brown, eine Frau, die ihn tatsächlich hören kann. Zwar nimmt sie nur seine Stimme wahr und kann ihn nicht sehen, aber das ist für ihn trotzdem die einzige Möglichkeit, mit Molly Kontakt aufzunehmen. Natürlich ist das nicht so einfach, denn wie wirkt es wohl auf die junge Frau, wenn eine etwas schräge Geisterseherin von der Türe steht und sagt „Ich habe eine Nachricht von Sam für sie?“.
Die Geschichte entwickelt sich, Molly ist hin- und her gerissen davon, Oda Mae zu glauben oder nicht. Einmal setzt sie ihre ganzen Hoffnungen auf die Echtheit des Kontaktes, denn kann die Frau Dinge wissen, die Sam und sie alleine erlebt haben? Ein anderes Mal ist sie fest davon überzeugt, einer Betrügerin aufgesessen zu sein, denn bevor Oda Mae Sam hörte, hat sie lediglich so getan, als würde sie einen Kontakt zur Geisterwelt besitzen. Auch die verschiedenen Akten, die es bei der Polizei über sie gibt, sind nicht gerade vertrauenerweckend. Doch Sam weiß, dass Molly in Gefahr schwebt, denn sein Tod war kein Unfall. Und so gibt er alles daran, sie zu warnen und den Fall aufzudecken. Das ist für einen Geist eine ungewöhnliche Herausforderung.

„Ghost – Nachricht von Sam“ mit Patrick Swayze als Sam, Demi Moore als Molly und Whoopi Goldberg in der Rolle der Oda Mae Brown ist ein echter Klassiker, der hier in einer Special Edition erscheint. Neben Interviews auf der Film-DVD enthält er noch eine Bonus-DVD mit jeder Menge Extras.
Etwas seltsam ist hierbei, dass die Macher des Films und die Schauspieler teilweise exakt die gleichen Dinge erzählen, obwohl die Aufnahmen deutlich mit mehreren Jahren Abstand aufgezeichnet wurden. Was sie sagen, wirkt dadurch sehr auswendig gelernt und nicht mehr authentisch. Von Demi Moore wird sogar dieselbe Aufnahme verwendet. Trotzdem bieten die Boni dem Fan jede Menge interessanter Informationen. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass auch Tina Turner für die Rolle der Oda Mae vorgesprochen hat, dass bei den Szenen mit der U-Bahn kleine Modelle verwendet wurden oder wie die „Clickers“, die Schatten aus der Hölle, entstanden sind?
In einem weiteren gelungenen Spezial kommen echte Medien zu Wort, die über ihre Kontakte mit Geistern berichten. Dabei erfahren wir, dass die Darstellung im Film durchaus realistisch ist. Der Part „Die Alchemie einer Liebesszene“ beschäftigt sich ausschließlich mit der berühmten Szene, in der Molly und Sam gemeinsam mit Ton arbeiten und danach zu dem Song „Unchained Melody“ tanzen. Ursprünglich sollte es eine separate Liebesszene geben, aber die Stimmung zwischen Demi und Patrick war so knisternd aufgeladen und hat allen Beteiligten eine Gänsehaut über den Rücken laufen lassen, so dass sie sich dafür entschieden haben, den Tanz als Liebesszene zu nehmen.

Der Film selbst ist eine gelungene Mischung aus Mystery, Komödie und Krimi. Als das beste Originaldrehbuch hat er einen Oscar erhalten. Whoopi Goldberg wurde für die beste weibliche Nebenrolle ebenfalls mit einem Oscar ausgezeichnet. Natürlich haben sich die Sehgewohnheiten in den siebzehn Jahren seit der Entstehung des Films geändert und einiges kommt uns nicht mehr ganz so fantastisch vor, aber trotzdem strahlt er eine Energie aus, die einen gefangen nimmt. Die Liebe zwischen Sam und Molly ist sehr gut in Szene gesetzt. Das war natürlich eine große Herausforderung, denn wie agieren zwei Menschen miteinander, die sich nicht sehen oder hören können, obwohl dem Zuschauer immer beide vor Augen sind?
Whoopi Goldberg in der Rolle der verschrobenen Geisterseherin ist ein weiteres Highlight des Films. Sie spielt ihre Rolle so gelungen, dass man schon schmunzeln muss, wenn man sie nur sieht. Hervorzuheben ist hier die Szene in der Bank. Oda Mae muss bestimmte Dinge erledigen, die ihr der für alle unsichtbare Sam aufträgt. Natürlich versucht sie immer, mit ihm zu reden, was für jede Menge Verwirrung sorgt.

Fazit: „Ghost – Nachricht von Sam“ ist ein rührender und lustiger Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen sollte. Die gelungene Special Edition ist allerdings nur für echte Fans interessant, alle anderen können getrost auf die Sigle-Version zurückgreifen.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Extras:

Erotik:

Gefuehl:

Bild:

Ton:

Humor:

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Infos:

Autor:

Zucker, Jerry

Verlag:

Paramount

Erschienen:

01.03.2007

Kritiker:

Bine Endruteit

ISBN oder
ProduktID:

B000MV8BLM

FSK:

12

Laufzeit:

122 Minuten

CD Anzahl:

2

Typ:

DVD

 

Zucker, Jerry

Jerry Zucker begann zusammen mit seinem Bruder David und Jim Abrahams als das berühmte "ZAZ"-Team. Bereits 1969 gründeten die drei das "Kentucky Fried Theater" in Madison/Wisconsin. Nach ihrem Umzug nach Los Angeles schrieb das Satire-Trio sein erstes Drehbuch: John Landis verfilmte es und landete mit "Kentucky Fried Movie" (1977) einen großen Erfolg [mehr]




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