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Heirate mir! (Kritik)


Rezension von Averan

Autor: Wolfsperger, Douglas

Eugen (Ulrich Noethen) ist einer unter vielen, der keine Frau hat. Natürlich hat er dann nichts dagegen nach Polen zu fahre und sich dort seine Frau auszusuchen. Ein Freund leiht ihm das Geld für die Reise und die Frau, doch in Polen angekommen ist er viel zu schüchtern sich eine der neun Frauen aus zu suchen. Da sie aber auch zu zehnt hin gefahren sind muss er sich keine Gedanken darüber machen, dass er keine abbekommen hat. Die zehnte Frau hat wohl ebenso kalte Füße bekommen und sich daher gar nicht erst auf die Veranstaltung getraut.

Außerhalb des Trubels geht Eugen spazieren und trifft dort auf Goschka (Verona Pooth) die wohl eigentlich die 10te Frau sein sollte. Er imponiert ihr, indem er ihr erzählt, dass er eine hohe Persönlichkeit in seiner Heimat ist. Natürlich ist Goschka überzeugt davon. Als es zur Heimreise kommt taucht plötzlich die Polizei auf und Goschka, die wohl unentdeckt bleiben möchte, fliegt zusammen mit Eugen nach Deutschland in seine Heimat am Bodensee. Sofort findet Goschka natürlich heraus, dass Eugen gar nicht so ein hohes Tier ist, sondern als Totengräber arbeitet, schlimmer ist jedoch seine Mutter, mit der er noch zusammen wohnt.

Für Goschka fängt ein Alptraum an, wobei Eugen nun endlich seine Chance sieht sich von seiner Mutter zu befreien. Eugens Arbeitskollegen sind mit ihren Frauen zufrieden und wollen von ihrem Recht Gebrauch machen sie wieder zurück schicken zu können. Für ein paar Nächte hat sich der Spaß wohl gelohnt, aber das war es dann auch. Als die Frist sich langsam dem Ende neigt wird der erste Tote gefunden. Seine Kehle wurde aufgeschlitzt und seine Genitalien wurden abgetrennt. Wer ist zu solchen Taten fähig und warum wird auch in Deutschland nach der hübschen Goschka gefahndet?

Verona Pooth (ehemals Feldbusch) ist nun endlich in ihrer ersten Hauptrolle zu sehen und man hätte meiner Meinung nach niemanden schlechteren finden können. Als gebürtige Polin finde ich ihre Art und vor allem ihren gespielten Akzent einfach nur lächerlich. Hätte man nicht tatsächlich eine echte Polin für diese Rolle nehmen können? Von ihren Schauspielkünsten mal zu schweigen, jede, vor kurzem eingereiste, Polin hätte diese Rolle glaubhafter spielen können und wäre dem Zuschauer sympathischer rüber gekommen. Hinzu kommt auch noch die Story, die durchschaubar und relativ flach ist, weshalb es sich keinesfalls lohnt diesen Film zu sehen.

Neben dem schlechten Hauptfilm gibt es wenige Extras. Eine kleine Bildergalerie mit 10 Fotos vom Dreh, eine Kurzbiographie von dem Schauspieler Ulrich Noethen und eine vom Regisseur Douglas Wolfsperger. Ebenso können Bild und Ton ebenso wenig überzeugen, Verona Feldbuschs Stimme ist viel zu schrill weshalb ich Szenen mit ihr leiser stellen musste und andererseits musste man, wenn Ulrich Noethen sprach lauter drehen, da dieser nur leise und zaghaft Töne von sich gab. Zumindest konnte Ulrich Noehen in seiner Rolle überzeugen, auch wenn der Film in vielen Punkten einfach nur klischeehaft war. Natürlich ist die Polin immer die Putzfrau und findet den Dummen, der sie sofort heiraten will, damit sie aus ihrer Heimat raus kommt. Dieser ist dann natürlich auch noch ein Muttersöhnchen, der einen Macho als Freund hat und der Polizist steht auf Gürkchen und findet seine wahre Liebe im Täter der wenigen Morde. Flacher kann es eigentlich gar nicht mehr werden.

Das Geld würde ich mir auf jeden Fall sparen und auch die Zeit, denn für diesen Film habe ich tatsächlich anderthalb Stunden meines Lebens verschwendet, die ich weit aus besser nutzen könnte. Selbst Verona Feldbusch-Fans sollten die Finger von diesem Film lassen, denn danach wird dieser Fan sicherlich kein Feldbusch-Fan mehr sein. Ich kann diesen Film keinesfalls empfehlen und rate jedem die Finger davon zu lassen. Seine Zeit kann man auf alle Fälle besser nutzen und es gibt viele andere schlechte Filme, die sich mehr zu sehen lohnen. Dieser hier ist das schlechteste, was ich in meinem Leben zu sehen bekam.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Extras:

Erotik:

Gefuehl:

Bild:

Ton:

Humor:

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Infos:

Autor:

Wolfsperger, Douglas

Verlag:

Polyband

Erschienen:

01.09.2005

Kritiker:

Averan

ISBN oder
ProduktID:

B0009WV3T6

FSK:

16

Laufzeit:

103 Minuten

CD Anzahl:

1

Typ:

DVD

 

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