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Virus (Kritik)


Rezension von Schwertfang

Autor: Pfarrer, Chuck; Cobb, Howard; Palmiotti, Jimmy, Menashe, Rachelle;

Die erste 1:1-Verfilmung eines Dark Horse Comics liegt, folgt man den weisen Worten von Deutschlands berühmtesten Stehschlagzeuger Bela B., nur knappe fünf Jahre zurück: damals erschien ein mit Jamie Lee Curtis, William Baldwin und Donald Sutherland hochkarätig besetzter Film mit Namen Virus . Worin Herr Felsenheimer jedoch die originalgetreue Umsetzung zwischen dem Comic aus den Händen eines vierköpfigen Duos um Erfinder Chuck Pfarrer und der gefloppten Verfilmung sieht entzieht sich der Kenntnis des Rezensenten. Ehrlich gesagt ist nur das Setting das Gleiche - weder Charaktere noch Umsetzung ähneln sich.

Im mittleren Pazifik gerät der Handelsschlepper Electra in einem Sturm und muss entgegen dem Willen des unerfahrenen Kapitäns Powell die kostbare Ladung vom Seil kappen, um nicht unterzugehen. Mister Averil, der Maschinenoffizier mit dem nötigen Know-How und der Erfahrung eines Seebären, ist seitdem nicht mehr gut auf Powell zu sprechen, der beinahe gleichgültig das Leben seiner Crew riskiert, um die Ladung nicht zu verlieren. Zu seiner Freude stößt ihr Schlepper auf ein umhertreibendes chinesisches Kriegsschiff. Das zunächst verlassen aussehende Schiff erregt Powells Aufmerksamkeit und schon macht sich die Mannschaft daran es zu übernehmen - nach altem Seemannsrecht müssen sie es nur heil in den nächsten Hafen bringen, damit es ihnen gehört.

Doch kaum hat die Mannschaft einen Fuß auf das Schiff gesetzt geschehen unheimliche Dinge: der Anker des Kriegsschiffs stürzt auf ihren Schlepper und versenkt diesen, alle Mannschaftsmitglieder sind tot, die Elektronik zerstört, Funken und Senden ist unmöglich. Schnell findet die Crew heraus, dass etwas faul ist - kurz nachdem das Schiff wieder Strom hat steuert es sich fast von alleine. Unter anderem wirft es die Rettungsboote ab und wehrt einen Luftangriff eines chinesischen Düsenjägers ab. Offenbar verteidigt sich etwas gegen jeden Menschen auf diesem Schiff. Averil und die Offizierin Foster finden heraus, dass die Chinesen hier Forschungen betrieben und ein Signal aus dem All empfangen haben - kurz darauf zogen es die überlebenden Besatzungsmitglieder vor, das Schiff trotz eines Stärke-12-Sturms zu verlassen. Und das, wie die Mannschaft der Electra nun feststellen muss auch aus guten Grund: ein Virus aus dem All hat das Schiff infiziert und ist in der Lage, sowohl Maschinen als auch totes menschliches Gewebe zu übernehmen. Schon bald kriechen bizarre Roboterwesen durch die Gange und über die Decks und machen Jagd auf die Crew um Averil, welche nicht nur versucht zu überleben, sondern auch mit allen Mitteln verhindert, dass das Virus sich mittels eines Signals über die ganze Welt verbreitet....

Weshalb sich der Comic zum Ladenhüter entwickelt hat und von einst 24,90 DM über 5,50 Euro bis hin zur kostenlosen Dreingabe auf der Essener Spiel 2004 entwickelt hat, liegt schnell auf der Hand: "Virus" ist zum erstens sehr vorhersehbar, weil zweitens altbekannt und drittens streckenweise schlecht gezeichnet. Ein Comic welcher von seiner Spannung lebt darf nicht wie ein Stückwerk von Horror daherkommen: schnell kristallisiert sich heraus, wer diese Tortur überlebt, und selbst auf die schlechtesten Klischees wird nicht verzichtet. Da hilft das nette Vorwort Robert Sheckleys ebenso wenig wie Averils Pseudotechtalk (der Maschinist ist zudem als Einziger für die coolen Sprüche zuständig). Schade, denn "Virus" hatte durchaus gute Ansätze, die jedoch allesamt im Keim erstickt werden. Geschenkt ist dieser durchgehend farbige, jedoch schlecht kolorierte Comic noch in Ordnung, seine 5,50 Euro allerdings ist er niemals wert.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Erotik:

Gefuehl:

Humor:

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Infos:

Autor:

Pfarrer, Chuck

Co-Autor:

Cobb, Howard; Palmiotti, Jimmy, Menashe, Rachelle;

Verlag:

EEE Comics

Erschienen:

01.10.1999

Kritiker:

Schwertfang

ISBN oder
ProduktID:

978-3932552267

Seiten:

96

Preis:

5,50 €

Typ:

Softcover (Comic)

 

Lesung:

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