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Das Flaschenteufelchen (Kritik)


Rezension von Schwertfang

Autor: Stevenson, Robert Louis

Da hat sich Keawe ja etwas Schönes für seine fünfzig Silberdollar andrehen lassen: in einem kleinen Laden im Hafen von San Francisco ersteht er eine Flasche mit einem kleinen Teufelchen darin, welche ihm alle Wünsche erfüllt. Zuerst glaubt der getaufte Hawaiianer noch an einen Trick des irren Ladenbesitzers, dann entpuppt sich Das Flaschenteufelchen als echt. Und jetzt hat Keawe ein Problem: stirbt der letzte Besitzer, derzeit also er, so erwirbt das Teufelchen die Seele des Käufers über den Tod hinaus und nimmt es mit in die Hölle hinab. Keawe muss die Flasche loswerden, doch das ist nicht so leicht: wegwerfen kann er sie nicht, verschenken oder gewinnbringend verkaufen ebenfalls nicht. Er muss die Flasche mit dem schattenhaften Teufelchen zu einem niedrigeren Preis verkaufen, wie er es gekauft hat, und er muss dem künftigen Besitzer von Beginn an die Wahrheit darüber sagen. Solange erfüllt der böse Geist alle Wünsche, nur das Leben kann und will er nicht verlängern. Keawe, der unüberlegt Wünsche über ein Haus und eine Frau, die ihn liebt, äußert, diskutiert das Ganze mit seinem Freund Lopaka aus. Vorher hat er noch die Flasche für sechzig Silberdollar verkauft - und schon ist sie wieder da.

Keawe bekommt ein schönes Haus auf Hawaii - dafür jedoch musste sein Onkel Molokai sterben und findet auch eine Geliebte am Strand, die einfach auf ihn zurennt. Kokoua verliebt sich ebenfalls in ihn und beide heiraten. Und Keawe gelingt es auch die Flasche loszuwerden.

Doch die Flasche geht auf Hawaii umher, und letzten Endes stößt Keawe wieder auf sie. Er hat sich Lepra eingefangen und soll auf die Aussätzigeninsel verbannt werden. Also kauft er die Flasche erneut, um sich zu heilen. Sein neues Problem besteht darin, dass das Flaschenteufelchen nun nur noch 2 Cent wert ist und er ist für einen Cent abkaufen muss. Nun - begleitet vom Neid der Mitbewohner auf der Insel - wird er die verwunschene Flasche nicht mehr los. Da ersinnt Kokoua sich eines hervorragenden Umstandes: auf Tahiti zahlt man mit französischen Centimes - fünf von ihnen sind einen amerikanischen Cent wert. Schon weiß Keawe, was er tun muss...

Fast dreieinhalb Jahrzehnte ist dieses Hörspiel schon alt und hat nichts von seiner Faszination verloren. 1970 wurde die Geschichte von Robert Louis Stevenson für den Bayerischen Rundfunk in Hörform produziert und kann sich immer noch dank hervorragender Sprecher und glänzender Stimmung mit modernen Hörspielen messen. Für etwas mehr als eine Stunde bietet diese originelle Variante des Teufelspaktes Unterhaltung für Jung und Alt und lehrt auch, mit der Versuchung und Gier umzugehen. Ohne Action und Gewalt kommt diese Geschichte aus, welche aufgrund der zusehenden Schwierigkeit, die verwunschene Flasche loszuwerden, immer spannend bleibt. "Das Flaschenteufelchen" kann man Hörspielfans aller Alterklassen empfehlen. Gelungene Unterhaltung und eine Freude fürs Ohr.


Wertung:

Gesamt:

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Spannung:

Brutalität:

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Infos:

Autor:

Stevenson, Robert Louis

Verlag:

Igel Records

Erschienen:

01.07.2003

Kritiker:

Schwertfang

ISBN oder
ProduktID:

3893538186

Typ:

Lesung

 

Lesung:

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