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Mehrspielerbuch 3 - Die Helden von Magnamund (Kritik)


Rezension von Marcus Pohlmann

Autor: Sprange, Matthew; Dever, Joe


Aus der Reihe "Einsamer Wolf"


Der Frankfurter Mantikore Verlag legt zurzeit ein recht ordentliches Veröffentlichungs-Tempo vor. Bei der Hauptlinie, den Spielbüchern um den Kai-Krieger Einsamer Wolf, wird schon der neunte Band veröffentlicht, das futuristisch-satirische Rollenspiel Paranoia bekommt einen Abenteuerband spendiert und auch mehrere kleinere Serien werden vom Verlag gehegt. Und dann gibt es noch das Einsamer Wolf Mehrspielerbuch, dessen dritte Erweiterung Die Helden von Magnamund dem Rezensenten vorliegt.

Bisher gab es für die Spieler des Mehrspielerbuches nur die Möglichkeit als Mitglied des Kai-Ordens ins Abenteuer zu ziehen. Als Krieger-Mönch war der Charakter an die Grundsätze seines Ordens gebunden und musste das Gute und Wahre in der Welt von Magnamund beschützen, was die spielerische Freiheit doch erheblich einschränkt. Der vorliegende Band bricht nun mit dieser Tradition und bietet den Spielern immerhin zwölf neue Charakterklassen, die es ermöglichen etwas ungebundener in der Spielwelt zu agieren.
In der Einleitung des gut 200 Seiten starken Bandes findet der Leser einige allgemeine Regeln und Hinweise was die Erschaffung neuer Charaktere angeht. Danach folgt jedes Kapitel über eine neue Charakterklasse dem gleichen Schema: zuerst gibt es einige Informationen über Hintergrund und Lebensumstände, gefolgt von den Disziplinen, Zaubern und Fähigkeiten, die für diese Klasse spezifisch sind. Auch die Startausrüstung ist für jeden Charakter unterschiedlich und auf den jeweiligen Hintergrund abgestimmt. Den Abschluss jedes Kapitels bildet dann das passende Kampfprotokoll, das sich aber von Klasse zu Klasse nur unwesentlich unterscheidet.
Die neuen Charaktere lassen sich grob in zwei Kategorien aufteilen: Magier und Kämpfer, wobei einige Klassen die Merkmale beider Gruppen in sich vereinen, so wie z.B. der Vakeros-Kampfmagier oder die Telchoi-Kriegerin. Auch fallen zwei nichtmenschliche Charaktere auf, die nun zur Auswahl stehen. Der Kloonweise ist eine Art magiebegabter Gnom der sich auf das Sammeln von Informationen und Wissen spezialisiert hat und der Zwergenschütze von Bor der, bewaffnet mit einer primitiven Muskete, dem Höchstbietenden seine Dienste zur Verfügung stellt. Ansonsten bietet der Band eine reichhaltige Auswahl die über Eisbarbaren, Kräuterkundige, Reichsritter und Freibeuter geht und so für jeden Spielstil den passenden Charakter bereithält. Neben diesen neue Klassen findet sich am Ende des Bandes auch ein Kapitel welches sich neuer Ausrüstung widmet. Vom einfachen Entermesser bis hin zur kompletten Turnierrüstung mit Lanze und Pferd und vom Shuriken bis zur Bombarde finden sich hier allerlei Dinge, die beim Bestehen von Abenteuer hilfreich sind und den Spielern zudem helfen ihren Charakter individueller zu gestalten.

Einer der wesentlich Kritikpunkte beim Einsamer Wolf Mehrspielerbuch war in meinen Augen die Möglichkeit nur mit Krieger-Mönchen ins Feld zu ziehen. Der hohe moralische Anspruch dieser Charakterklasse und ihr unbedingter Einsatz für das Gute und Edle haben die Handlungsmöglichkeiten während eines Abenteuers doch erheblich eingeschränkt. Mit den neuen Klassen kommt etwas Bewegung in dieses doch recht starre Schema und ermöglicht so ein wesentlich flexibleres Rollenspiel. Die Beschreibung der verschiedenen Charaktere ist recht umfangreich ausgefallen und durchaus stimmig. Auch die Disziplinen passen gut zum jeweiligen Hintergrund und ermöglichen so eine ausgewogene Gruppe zusammen zu stellen, die für eine Vielzahl von Situationen gerüstet ist. Ganz gleich ob es sich um Eisbarbaren, Grenzläufer oder Kräuterkundige handelt, die Charaktere fügen sich gut in den Spielhintergrund ein ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Auch die beiden nichtmenschlichen Charaktere sind einigermaßen plausibel umgesetzt. Lediglich die Schwarzpulverwaffe des Zwergenkriegers stört das Gesamtbild da sie sich, zumindest für mich, in der Welt des Einsamen Wolfes falsch anfühlt. Ansonsten gibt es noch zahlreiche Ausrüstungsgegenstände, die das Herz jedes Rollenspielers höher schlagen lassen und das bisherige, eher eingeschränkte, Arsenal erheblich erweitern.
Bei der Aufmachung bleibt sich der Verlag treu und präsentiert ein einfaches aber übersichtliches Layout, garniert mit einigen schicken schwarz-weißen Illustrationen und einer kleinformatigen, farbigen Karte des nördlichen Magnamunds.

Eine gelungene Erweiterung für das Einsamer Wolf Mehrspielerbuch und ein Pflichtkauf für alle Spieler, die nicht immer nur „gute“ Charaktere spielen möchten.


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

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Infos:

Serie:

Einsamer Wolf

Autor:

Sprange, Matthew; Dever, Joe

Verlag:

Mantikore Verlag

Erschienen:

01.12.2011

Kritiker:

Marcus Pohlmann

Sprache:

Deutsch

ISBN oder
ProduktID:

978-3939212133

Seiten:

200

Preis:

14,95 €

Typ:

Quellenband

 

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