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Vampire 01 (Kritik)


Rezension von Cronn

Autor: Filippi, Denis-Pierre; Aubert, Brigitte; Scott, Ann; Thibert, Colin

Dass die Vampire zur Zeit in aller Munde sind (zumindest das Thema) ist klar ersichtlich. Mehrere Verfilmungen widmeten sich den Blutsaugern der Nacht, u.a. die erfolgreiche „Twilight“-Filmserie nach den Bestsellern von Stephenie Meyer.
Sogar eine deutsche Filmproduktion reiht sich – hoffentlich – in die Erfolgssaga mit ein. Es ist „Wir sind die Nacht“, welcher weibliche Vampire zu den Helden des Films macht.
Doch über all diesen momentan im Blickfeld befindlichen Werken, die zumeist die Vampire als Teenie-Schwarm schildern, wird oftmals vergessen, was den Vampir eigentlich zu dem gemacht hat, was er einmal war: eine blutrünstige, machtbesessene Bestie.
Zumindest im Comic darf der Vampir das noch sein, wie die Comic-Book-Serie „Vampyres“ deutlich macht. Hierzulande wird die Serie unter dem Titel „Vampire“ in der Ehapa Collection herausgebracht.

Zum allgemeinen Inhalt der beiden Bände sei angemerkt, dass es sich bei „Vampire“ um ein interessantes Crossover-Projekt zwischen Literatur und Comic-Kunst handelt.
Verschiedene Autoren haben Storys rund um eine fiktive Stadt namens „Sable Noir“ geschrieben, in welcher der Vampirismus eine Renaissance erlebt.

Mit dem ersten Band wird sofort ein kräftiger Einstieg in die Serie gewagt. „Frisches Blut“ heißt die Story von Brigitte Aubert, welche von Patrick Laumond zeichnerisch umgesetzt wurde. Hier wird der Neuanfang einer Familie geschildert, die nach Sable Noir zieht. Der Vater macht als Journalist einen gelungenen Neuanfang bei der örtlichen Presse, während die ängstliche Mutter und die Kinder sich noch eingewöhnen müssen. Doch nach und nach entdecken alle, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
„Das Haus auf dem Hügel“ von Ann Scott (Text) und Tommy Redolfi geht in eine etwas andere Richtung. Hier wird die Innensicht einer jungen Frau geschildert, die sich in psychiatrischer Behandlung befindet. Die Ereignisse rund um ihre Mutter und den gewalttätigen Vater haben sie schwer verwirrt. Sehr atmosphärisch, auch ohne Vampire im herkömmlichen Sinn!
„Alizarine“ von Colin Thibert und Steve Lieber geht da schon eindeutiger in die herkömmliche Richtung des Vampirismus. Der heruntergekommene Boxer Gégé muss sich mit kriminellen Aufträgen seines „Freundes“ Kader über Wasser halten. Das klappt einigermaßen bis zu jenem Abend, als sie die scheinbar wehrlose alte Frau in ihrem Haus überfallen wollen…

Die Comics werden von Textstellen eingeleitet. Eine gute Idee, um der literarischen Vorlage gerecht zu werden.
Handwerklich gehen alle Storys in unterschiedliche Richtungen. Dies betrifft sowohl die inhaltliche Plotstruktur, als auch die zeichnerischen Stile. Dabei gelingt es allen Beteiligten dem Vampir-Mythos neue oder zumindest neuartige Facetten abzugewinnen.
Mal traditionell erzählt, mal in expressionistischen Bildern sind alle Storys/Comics eigenständig und grandios gelungen.
Für alle Freunde der gepflegten Gänsehaut ist der erste Band ein gefundenes Fressen! Zuschlagen und kaufen!


Wertung:

Gesamt:

Anspruch:

Spannung:

Brutalität:

Aufmachung:

Links:

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Produkte (Filippi, Denis-Pierre):
Band 1: Coraline
Band 01: Tecumska

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Infos:

Autor:

Filippi, Denis-Pierre

Co-Autor:

Aubert, Brigitte; Scott, Ann; Thibert, Colin

Verlag:

Ehapa

Erschienen:

01.05.2010

Kritiker:

Cronn

Sprache:

Deutsch

ISBN oder
ProduktID:

9783770433742

Seiten:

86

Preis:

19,95 €

Typ:

Hardcover (Comic)

 

Vorschau:

Rotersand + Sono
A Night with ROTERSAND + SONO



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